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Pressemitteilung

Frankfurt

Geschlossene Fonds: Netto-Investoren auf Deutschlands gewerblichen Immobilienmärkten - Bestandsabbau im Büro-Sektor seit 2013


FRANKFURT, 29. Mai 2015 - In der Langfrist-Analyse bilanzieren geschlossene Immobilienfonds noch immer positive Investment-Engagements auf Deutschlands gewerblichen Immobilienmärkten. Seit dem Boom-Jahr 2007 hat dieses Fondssegment für seine Anleger per Saldo mehr Immobilien gekauft als verkauft. Rückläufig sind die Netto-Investitionen allerdings seit 2013. Und 2014 wurden sogar mehr Immobilien verkauft als gekauft. „Geschlossene Fonds suchen Renditen für ihre Anleger, am besten in Single Tenant-Objekten mit lang laufenden Mietverträgen. Wie viele andere Investorengruppen auch, bewegen sie sich folglich in einem leer gefegten Marktsegment“, betont Timo Tschammler, bei JLL Member of the Management Board Germany. Über alle Immobiliensektoren hinweg wurden vonseiten geschlossener Immobilienfonds seit 2007 Investitionen in einer Größenordnung von mehr als 19 Mrd. Euro getätigt, gegenüber Desinvestments von lediglich knapp 6 Mrd. Euro. Im Vergleich ergibt sich somit eine Nettobilanz von mehr als 13 Mrd. Euro.
 
Dominierten ausländische Fonds 2007 noch ganz eindeutig das Marktgeschehen, so ist die Tendenz seither abnehmend. Ausländische Investments sind seit 2014 in diesem speziellen Anlagesektor sogar vollständig zum Erliegen gekommen. Auch vonseiten deutscher geschlossener Fonds wurden im Gesamtjahr 2014 eben mal noch rund 500 Mio. Euro investiert, bereits  im 1. Quartal 2015 allerdings immerhin schon wieder in einer Größenordnung von 223,4 Mio. Euro. „2015 dürfte auf jeden Fall ein investives Gesamtvolumen deutlich über dem des zurückliegenden Jahres zu verzeichnen sein“, so Tschammler.
 
Der geografische Investitionsfokus geschlossener Immobilienfonds lag in den letzten beiden Jahren eindeutig außerhalb der Big 7, per Saldo über den Zeitraum seit 2007 bilanziert der geografische Investitionsfokus aber eher ausgeglichen mit einem nur leichten Plus von Investments außerhalb der Big 7 (50,8%).
 
Über den gesamten Untersuchungszeitraum hinweg dominierten Büros das Transaktionsgeschehen geschlossener Immobilienfonds in Deutschland mit Zukäufen von insgesamt 11,3 Mrd. Euro gegenüber lediglich 5,9 Mrd. Euro verkäuferseitig. Auch hier das absolute Boom-Jahr 2007 mit 4,7 Mrd. investierten Euro. Per Saldo bilanzieren die An- und Verkäufe geschlossener Immobilienfonds in Deutschland bei Büroimmobilien im Gegenwert von rund 8,2 Mrd. Euro  noch immer positiv - mit einer Negativbilanz lediglich in den Jahren 2013 (-162,7 Mio.) und 2014 (-167,1 Mio.): „Möglicherweise machen sich hier nicht nur die Folgen der AIFM-Richtlinien bemerkbar. Die Investmentmärkte sind derzeit sehr heiß umkämpft, was sich im Preisniveau widerspiegelt. Dieses liegt häufig außerhalb der wirtschaftlichen Darstellbarkeit für geschlossener Immobilienfonds“, so Timo Tschammler. Und weiter: „Als Investmentprodukt, nicht zuletzt für Privatanleger, die sich auch aufgrund der Investmentproduktknappheit immer mehr unternehmerischen Beteiligungsmodellen zuwenden, haben geschlossene Immobilienfonds trotz der aktuellen Flaute eine Zukunft. Und das nicht nur in Deutschland. Die Renaissance ist nur eine Frage der Zeit und der Investmentgelegenheiten. Und die werden kommen.“