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Pressemitteilung

London / Frankfurt

Unternehmenslenker nehmen ihre Immobilienverantwortlichen verstärkt ins Visier

Globale Corporate Real Estate-Umfrage von JLL: steigende Erwartungen an die Werthaltigkeit von Unternehmensimmobilien


​LONDON / FRANKFURT, 30. Juni 2015 –  Die Anforderungen an Immobilienverantwortliche in Unternehmen und die Erwartungen der Unternehmenslenker an die Werthaltigkeit ihrer Immobilien steigen sprunghaft. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle und dritte Ausgabe des JLL-Reports „Global Corporate Real Estate Trends​”. Die in zweijährigem Rhythmus erscheinende Veröffentlichung beruht auf der Befragung von weltweit 545 Verantwortlichen aus dem Bereich Corporate Real Estate (CRE), rund ein Drittel davon aus Europa.

„Unternehmensleiter in Europa, dem Nahen Osten und Afrika zeigen sich zunehmend kompromisslos, wenn es um die maximale Produktivität ihrer Immobilien und Büroflächen geht. Vor diesem Hintergrund wächst auf Seiten der Immobilienverantwortlichen eindeutig der Bedarf nach einer differenzierten Datenanalyse zur Optimierung ihrer Immobilienportfolios“, betont  Vincent Lottefier, Global Director and CEO of Corporate Solutions EMEA bei JLL. Und weiter: „Unsere Gespräche mit CRE-Verantwortlichen zeigen, dass deren größte Herausforderung in der Balance zwischen Kostenreduzierung und Wertschöpfung besteht. Wir beobachten derzeit einen klaren Reifeprozess der CRE-Funktionen. Bislang waren diese überwiegend durch taktische Maßnahmen geprägt. Nun stellen wir seitens der Unternehmensleitungen verstärkt den Wunsch nach einer ganzheitlichen und strategischen Beratung fest. Allerdings sind diese veränderten Anforderungen in der Realität bei weitem noch nicht umgesetzt.“

Tatsächlich berichtet mehr als die Hälfte der durch JLL befragten CRE-Experten von gestiegenen Erwartungen ihrer Geschäftsführung bei fast allen abgefragten Parametern. 15 Prozent der Befragten sehen sich gleichzeitig nicht ausreichend ausgestattet, um diese steigenden Anforderungen befriedigen zu können – gegenüber der letzten Befragung im Jahr 2013 hat sich dieser Anteil verdoppelt. Der Anteil der aus eigener Sicht gut ausgestatteten Immobilienverantwortlichen sank im Vergleich zur letzten Befragung von 28 auf 17 Prozent. Auf die Frage nach den wesentlichen Hindernissen bei der Weiterentwicklung der CRE-Funktion wird am häufigsten auf den mangelhaften Zugang zu Daten und entsprechenden Analysen hingewiesen.

Lottefier empfiehlt vor diesem Hintergrund Investitionen in die Qualifikationen der CRE-Verantwortlichen und die Datenanalyse: „Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der mit dem jeweiligen Geschäftsmodell abgestimmten Kombination aus Datenverständnis, Eigeninitiative und hoher Analysefähigkeit. Ohne diesen Dreiklang besteht die Gefahr, dass CRE-Teams eher einen ‚business as usual‘-Ansatz verfolgen und die gestiegenen Anforderungen an die CRE-Funktionen vernachlässigen.“

Mit Blick auf die Anforderungen der Unternehmenslenker an ihre CRE-Teams hat JLL die folgenden Punkte als wesentlich herausgearbeitet:

1) Stärkere Berücksichtigung des Geschäftsbetriebs. Über 60 Prozent der Befragten sehen das Aufzeigen möglicher Immobilien-Szenarios und entsprechender Strategien als wichtiger werdenden Teil ihrer Aufgabe. Fast 70 Prozent berichten von einem wachsenden Druck, den absehbaren Flächenbedarf stärker als bisher zu hinterfragen.

2) Verbesserung der Produktivität am Arbeitsplatz. CRE-Teams werden verstärkt für die Bereitstellung zeitgemäßer und effektiver Arbeitsplätze verantwortlich gemacht. Über 60 Prozent der Befragten stellen eine wachsende Nachfrage nach flexiblen Arbeitsplätzen fest. Fast 60 Prozent berichten von dem Wunsch ihrer Vorgesetzten, den entsprechenden kulturellen Wandel in den Unternehmen besser zu unterstützen. 

3) Produktivitätssteigerung der Immobilien und der Geschäftstätigkeit. Die Unternehmenslenker erwarten eine verbesserte Produktivität ihrer Immobilienportfolios. Dieser komplexen Aufgabenstellung mit vielen Variablen sehen sich heute 60 Prozent der Befragten gegenüber. Vor zwei Jahren lag der entsprechende Anteil noch bei unter 50 Prozent.