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Pressemitteilung

Düsseldorf

Düsseldorfer Investmentmarkt holt auf - Ausländische Investoren mit hohem Anteil am Transaktionsvolumen


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

DÜSSELDORF, 6 Juli 2015 – Mehr Transaktionen als in den ersten drei Monaten und ein Plus beim Transaktionsvolumen: Das ist die erfreuliche Nachricht zum Düsseldorfer Investmentmarkt im zweiten Quartal.  655 Mio. Euro mit über 20 Abschlüssen zwischen April und Ende Juni haben das Ergebnis für das erste Halbjahr auf 835 Mio. Euro und 37 Transaktionen anwachsen lassen, die Anlagestatistik angeführt von Immobilienunternehmen und Asset/Fonds Managern, die zusammen auf einen investiven Anteil von 68 % kommen. Im Jahresvergleich (H1 2014: 1,2 Mrd. Euro) fällt der Rückgang des Transaktionsvolumens zwar noch recht deutlich aus, der längerfristige Vergleich mit einem Plus von 17 % gegenüber dem Fünfjahresschnitt bzw. 46 %  gegenüber 10 Jahre (jeweils erste Halbjahre) verweist aber auf die an sich gute Verfassung des Investmentmarktes in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt – Schwankungen inbegriffen. „Ob die Ergebnisse der letzten beiden Jahre mit über 2 Mrd. Euro in 2015 erreicht werden, ist noch offen, aber Düsseldorf holt auf“, so Wolfgang Finke MRICS, bei JLL Teamleader Office Investment Düsseldorf.
 
Der Blick auf die Größe allein der Top 5 Transaktionen macht deutlich, warum im ersten Halbjahr 2015 das Transaktionsvolumen 30 % unter dem Vorjahrsergebnis liegt: Während die Großtransaktionen bis zur Jahresmitte 2014 bereits über 760 Mio. Euro und damit einen Anteil von 63 % erreicht hatten, kommt 2015 in diesem Segment „lediglich“ mit knapp unter 370 Mio. Euro und 44 % daher. „Vor allem im Top-Segment fehlten passende Investments ,nur 19 % des Gesamttransaktionsvolumens entfielen auf dieses Segment“, so Finke.

Die Spitzenrendite für Büros liegt auch im zweiten Quartal auf dem mit 4,40 % niedrigsten Wert, den es bis dato auf dem Düsseldorfer Investmentmarkt gegeben hat. Ein weiteres Absinken der Spitzenrendite für das zweite Halbjahr ist nicht ausgeschlossen. Auch Einzelhandelsimmobilien könnten im zweiten Halbjahr von momentan 3,95% auf 3,75 % fallen.
 
Die Risikoklasse Core+, also bei Objekten mit höheren Risiken in Lage, Leerstand, Objektqualität oder Mietvertragslaufzeiten dominierte mit 47 % des Transaktionsvolumens vor Ankäufen von Objekten mit Value Add Charakter (28 %), also Standortnachteilen und Leerstand. „Risiken werden häufiger in Kauf genommen, allerdings müssen die Immobilien Entwicklungspotential haben und der Standort nachhaltig sein“, so Finke. Und weiter: „Auch risikoscheue Investoren prüfen immer häufiger Projektentwicklungen in Form von Foreward-Deals. Bestehendes Baurecht und adäquate Vorvermietung (mindestens 60%) sind allerdings Voraussetzung.“
 
Düsseldorf hat mit 30 % nach Berlin (34 %) den höchsten Einzelhandelsanteil am Transaktionsvolumen unter den Big 7 (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart). Dafür sorgten vor allem drei Kaufhofimmobilien, die im Rahmen des Verkaufs von 43 Kaufhof-Warehäusern deutschlandweit den Eigentümer gewechselt haben. Obwohl sie nur einmal unter den fünf größten Transaktionen zu finden ist, ist in die  Assetklasse Büro das insgesamt meiste Kapital geflossen (ca. 350 Mio. Euro).
 
Bemerkenswert ist der hohe Anteil ausländischer  Investoren. Mit 60 % liegt er fünf Prozentpunkte über dem Durchschnitt der Big 7. Vier der fünf größten Transaktionen wurden von ausländischen Anlegern getätigt – allesamt im zweiten Quartal. „Damit ist eingetreten, was wir Anfang des Jahres prognostiziert hatten. Ausländische Investoren schauen sich nicht nur unverbindlich um, sie sind in einen ernsthaften Wettbewerb um Objekte eingetreten und haben in vier marktrelevanten Fällen auch den Zuschlag bekommen.“ Finke weiter: „Insbesondere die  MIPIM Awards in 2014 und 2015 für den Kö-Bogen und das Dreischeibenhaus  haben  große internationale Aufmerksamkeit  für sich, aber auch für Düsseldorf verbuchen können.“  Die umfangreichen Infrastrukturmaßnahmen und –verbesserungen insbesondere im Innenstadtbereich würden von den ausländischen Investoren sehr positiv wahrgenommen und dienten als weiteres Entscheidungskriterium neben der allgemein positiven wirtschaftlichen Entwicklung und Zukunftsfähigkeit von Düsseldorf“, so Finke abschließend.