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Pressemitteilung

Frankfurt

Deutschland auch im Gesamtjahr 2009 aktivster kontinentaleuropäischer Markt für Direktinvestitionen in Einzelhandelsimmobilien

Aufwärtstrend für Retail-Transaktionen setzt sich im vierten Quartal 2009 fort


 
 
Frankfurt, 05. Februar 2010 - Eine Untersuchung von Jones Lang LaSalle beziffert das Transaktionsvolumen für Direktinvestitionen in kontinentaleuropäische Einzelhandelsimmobilien im vierten Quartal 2009 mit rund 2,5 Milliarden Euro. Die Erhebung berücksichtigt insgesamt 65 Investmentdeals in Shopping Center, Fachmarktzentren und Factory Outlets. Das vierte Quartal liegt damit fast 40 Prozent über dem Ergebnis der Monate Juli bis September und bestätigt den Aufwärtstrend auf den kontinentaleuropäischen Investmentmärkten für Einzelhandelsimmobilien. Bezogen auf das Gesamtjahr notiert Jones Lang LaSalle ein Transaktionsvolumen in Höhe von 7,3 Mrd. Euro. Trotz der Erholung im vierten Quartal liegt das Gesamtergebnis damit mehr als 40 Prozent unter dem Wert des Gesamtjahres 2008. Aus der Untersuchung ausgenommen sind Geschäftshäuser in Einkaufsstraßen sowie Transaktionen mit einem Wert von unter fünf Millionen Euro. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben Transaktionen in Großbritannien und Irland.
 
 
Deutschland, Frankreich und Italien dominieren Marktgeschehen
 
Im Gesamtjahr dominierten Deutschland, Frankreich und Italien den Investmentmarkt in Kontinentaleuropa mit Transaktionsvolumina von jeweils über einer Milliarde Euro. In deutsche Einzelhandelsimmobilien der genannten Kategorien wurden rund 1,53 Mrd. Euro investiert. Damit hatte Deutschland mit 21 Prozent den größten Anteil am Gesamtinvestitionsvolumen. Frankreich konnte im vierten Quartal mit über 500 Millionen Euro Transaktionsvolumen stark aufholen. Ausschlaggebend war der Verkauf eines Portfolios von Decathlon-Stores für 115 Millionen Euro.
 
 
Shopping Center weiterhin stärkste Assetklasse
 
Shopping Center bleiben auch 2009 die stärkste Assetklasse auf dem Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien. 4,8 Milliarden Euro bzw. 66 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens in Kontinentaleuropa entfallen auf diesen Bereich, wobei erstklassige Produkte in den Kernmärkten im Vordergrund standen.
 
 
Fondsgesellschaften sind aktivste Investorengruppe
 
Stärkste Investorengruppe in 2009 waren laut Jones Lang LaSalle Institutionelle Investoren. Besonders Fondsgesellschaften haben das Marktgeschehen mit einem Transaktionsvolumen in Höhe von 1,8 Milliarden Euro, von denen rund 500 Millionen Euro auf Deutschland entfallen, positiv beeinflusst. Dabei bezeichnet Jones Lang LaSalle Union Investment als den nach Transaktionsvolumen stärksten Investor. Wichtigste Verkäufergruppen in Kontinentaleuropa waren nicht börsennotierte Projektentwickler und Immobilienunternehmen mit einem Gesamtvolumen von insgesamt 2,9 Milliarden Euro.
 
 
Grenzüberschreitende Käufe gewinnen in 2010 wieder an Bedeutung
 
Der Anteil grenzüberschreitender Transaktionen in Kontinentaleuropa zeigte sich in 2009 weiter rückläufig. Machten Deals mit Beteiligung mindestens eines ausländischen Players in 2008 noch mehr als zwei Drittel des Gesamtvolumens auf dem Kontinent aus, ging ihr Anteil im vergangenen Jahr auf 40 Prozent zurück. Für das Jahr 2010 prognostiziert Jones Lang LaSalle allerdings eine Trendwende und Zunahme grenzüberschreitender Deals.
 
 
Ausblick 2010
 
Jeremy Eddy, Head of European Retail Capital Markets: “Wir erwarten auf den europäischen Transaktionsmärkten einen guten Start in das erste Halbjahr 2010. Beteiligungskapital wird dabei eine zunehmende Rolle spielen und verstärkt Zugang zu den Immobilienmärkten finden. Reits und Immobilienunternehmen werden auf diese Weise ihre angespannte Eigenkapitalbasis verbessern und die Präsenz auf den europäischen Märkten ausweiten können. Der Großteil des Beteiligungskapitals wird sich auf erstklassige Spitzenobjekte konzentrieren. Für weniger gut positionierte Produkte erwarten wir im ersten Halbjahr weiterhin rückläufige Preise.“
 
Jörg Ritter, Leiter Einzelhandelsinvestment Deutschland bei Jones Lang LaSalle, erwartet auch in Deutschland eine Fortsetzung der Marktbelebung: „Deutschland hat sich in einem schwierigen Marktumfeld als aktivster Retail-Investmentmarkt in Kontinentaleuropa positioniert und wir sind zuversichtlich, im laufenden Jahr an diese Vorgabe anknüpfen zu können. Die seit Jahresmitte 2009 spürbare Marktbelebung hat sich auch im vierten Quartal fortgesetzt. Eine echte Jahresendrallye ist zwar ausgeblieben, angesichts der Rahmenbedingungen kann man aber von einem insgesamt akzeptablen Jahr sprechen. Die wesentliche Devise des Jahres 2009 hat auch für 2010 Bestand: Qualität geht. Aber auch bei den opportunistischen und Value Added Investments zeigt sich seit dem dritten Quartal wieder ein zaghaftes Interesse, das von angelsächsisch geprägten Investoren ausgeht. Stabile Renditen, ein geringer Bieterwettbewerb und die zunehmende Verhandlungsbereitschaft der Verkäuferseite stellen die Strategie des Abwartens zunehmend in Frage.“