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Pressemitteilung

Berlin

Berliner Bürovermietungsmarkt auf Platz 1 der deutschen Umsatzstatistik


Presseinformation inklusive Chart [PDF]​

 

BERLIN, 7. Juli 2015 – Eine herausragende erste Jahreshälfte kann auf dem Berliner Bürovermietungsmarkt 2015 bilanziert werden. 338.000 m² bedeuten das höchste Umsatzvolumen seit 1999, das Vorjahreshalbjahr damit um über ein Fünftel getoppt, 5- und 10-Jahresschnitt sogar um ein Drittel bzw. 40 %. Maßgeblich für diesen Halbjahresrekord war das zweite Quartal, das mit 185.000 m² ebenfalls das höchste Umsatzergebnis eines Quartals in den 2000ern markiert. „Neben der guten allgemeinen konjunkturellen Entwicklung sorgen vor allem Konsolidierungs- und Expansionsbestrebungen insbesondere Berliner Unternehmen und der positive internationale Ruf der Hauptstadt in der  Gründerszene für das starke Umsatzvolumen“, so Sven Scharke, bei JLL Team Leader Office Leasing Berlin. Und weiter: „Angesichts dieser bis dato erfreulichen Performance gehen wir davon aus, dass bis zum Jahresende die 600.000 m² - Marke wie im Vorjahr nun doch problemlos genommen wird. Ein Umsatz von 640.000 m² bis Jahresende 2015 erscheint möglich.“ Scharke weiter: „Der anhaltende wirtschaftliche Aufschwung Berlins wird langfristig zu einer zunehmenden Bedeutung der Stadt auf den deutschen Bürovermietungsmärkten führen und den Wettbewerb der Immobilienhochburgen untereinander befeuern.“ Erstmals liegt  Berlin beim Flächenumsatz vor München und damit zur Halbzeit 2015  an erster Stelle unter den Big 7. 
 
„Nicht nur in der Spitze, sondern auch und vor allem in der Breite manifestieren sich Dynamik und Stabilität des Berliner Bürovermietungsmarktes. Selbst ohne Abschlüsse über 5.000 m² würde der Flächenumsatz oberhalb des 10- Jahresschnitts notieren“, so Scharke. 439 Deals bedeuten im Vergleich zum Vorjahr sowie langfristig stark überdurchschnittliche Werte. Zwar erreichten die fünf größten Anmietungen im ersten Halbjahr über ein Fünftel des Umsatzvolumens, gleichzeitig nimmt vor allem die Nachfrage nach kleinen Flächen weiter zu. Im ersten Halbjahr haben Anmietungen unter 500 m² um 70 % (Volumen) bzw. 80 % (Anzahl) gegenüber dem Vorjahr zugelegt.
 
Bevorzugt werden zentrumsnahe Lagen mit guter Verkehrsanbindung. Die fünf umsatzstärksten Teilmärkte (Charlottenburg-Tiergarten, Mitte, Kreuzberg-Tempelhof, Mediaspree und Mitte 1A) weisen zusammengerechnet zwei Drittel des Umsatzvolumens aus. „Die Kehrseite der Medaille: in diesen Toplagen setzt sich die Verknappung von hochwertigen Flächen fort“, so Scharke.    
 
Merklich gesunken ist dementsprechend erneut der Leerstand. Die Quote hat 7 % im zweiten Quartal (6,9 %) unterschritten, könnte diese Marke aber bis Ende des Jahres wieder streifen. Auf hohem Niveau zeigt sich das Fertigstellungsvolumen, für 2015 werden insgesamt über 200.000 m² erwartet – gegenüber dem 5-Jahresschnitt nahezu eine Verdoppelung. „Weiterhin gibt es allerdings kaum spekulativen Neubau. Dies wäre wünschenswert, denn ein Großteil der Flächen, die neu auf den Markt kommen, werden umgehend absorbiert.“ Entsprechend sei auch die Nettoabsorption Ende Juni 2015 auf 322.000 m² angestiegen. „Mangels Angebot werden vor allem bisher nicht genutzte Flächen von geringerer Qualität vitalisiert und dann erfolgreich an den Markt gebracht“, so Scharke. Für das kommende Jahr werden noch einmal 50 % mehr Fertigstellungen als 2015 erwartet (über 300.000 m²), davon verfügbar sind noch ca. 40 %. Die höchste Bautätigkeit zeigt Ende Juni 2015 denn auch der Teilmarkt Mitte, relativiert allerdings dadurch, dass 80 % auf den Neubau des BND entfallen.
  
Eine breite Aufstellung zeigt der Umsatz nach Branchen. Insgesamt elf Branchen notieren Umsatzanteile von 5 bis 11 %. Scharke kommentiert: „Aus vielen Start-ups – nicht nur aus der IT-Branche – sind mittlerweile reife Unternehmen geworden, die nun Konsolidierungs- und Erweiterungsbedarf haben. Insbesondere im Bereich der Crowdfunding-Plattformen sind starke Aktivitäten zu erkennen. Weiterhin sind Handelsunternehmen – hier insbesondere Internethändler – eine maßgebliche Stütze des Berliner Bürovermietungsmarktes.“
 
Erstmals seit mehreren Jahren konnte ein Anstieg der Spitzenmiete um einen Euro auf 23,00 Euro / m² / Monat beobachtet werden, die bis zum Jahresende stabil bleiben wird. Auch die gewichtete Durchschnittsmiete steigt weiter an auf 14,50 Euro / m² / Monat. Stark angezogen haben gerade die Umsätze in den überdurchschnittlichen Preiskategorien, mehr noch: zum ersten Mal seit Jahren wurde in den höherpreisigen Mietsegmenten mehr Flächen vermietet als in den unteren Klassen.