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Pressemitteilung

Frankfurt

Frankfurter Investmentmarkt - wohin? - Beste Aussichten nach hervorragendem erstem Halbjahr


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

FRANKFURT, 7. Juli 2015 – Mit über 60 von JLL registrierten Transaktionen und einem Transaktionsvolumen von  2,76 Mrd. Euro im ersten Halbjahr sind Fünf- und Zehnjahresschnitt auf dem Frankfurter Gewerbeimmobilienmarkt mehr als verdoppelt. Nach dem Allzeithoch von 2007 notiert das Halbjahr 2015 in der Statistik als  zweitbestes Ergebnis in der Investmentstatistik überhaupt. Zum sechsten Mal in Folge übertrifft ein Halbjahresvolumen in Frankfurt die Marke von 1,5 Mrd. Euro. Das hat sonst nur noch München geschafft. Die Bayerische Landeshauptstadt ist es denn auch, die noch mehr Kapital angezogen hat (2,88 Mrd. Euro), selbst aber noch von Berlin (3,04 Mrd. Euro) getoppt. Zum Halbjahr 2015 Investments von rund 8,5 Mrd. Euro in drei Immobilienhochburgen Deutschlands. Frankfurt zur Halbzeit „nur“ Top 3 unter den sieben deutschen Immobilienhochburgen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, München und Stuttgart) - mit besten Aussichten allerdings für das zweite Halbjahr. Ein Wettbewerb, der Großes hoffen lässt. „Die 5 Mrd.-Marke könnte bis Ende des Jahres wieder fallen. Sollten alle Projekte in der Pipeline realisiert werden, wären sogar 6 Mrd. Euro möglich. Möglich“, betont Christian Kadel, bei JLL Team Leader Office Investment Frankfurt.

Großvolumige Transaktionen sind die Sache von Mainhattan. Auch in den ersten sechs Monaten 2015. Von den deutschlandweit fünf größten Einzeltransaktionen (alle im dreistelligen Millionenbereich) fanden drei in Frankfurt statt. Die Top 10  in Frankfurt, darunter neun  Büroimmobilien, u.a. das Trianon, Eurotower, Deutsche Bank Campus, MAC Main Airport Center und Kaufhof Frankfurt Hauptwache kommen auf über 1,9 Mrd. Euro, das sind 70 % des in Deutschlands Finanzmetropole erzielten Transaktionsvolumens. Mit einem Anteil von 85 % war die Büroimmobilie denn auch die präferierte Assetklasse. Dies ist für Frankfurt eine ungewöhnlich hohe Quote. Unter den Big 7 liegt der Schnitt bei  57 %. 
 
Gemessen am Transaktionsvolumen ist der Anteil der Core Investments wieder auf 60 % gestiegen, bedingt allerdings durch die beiden Großtransaktionen Eurotower und Trianon mit allein über 1 Mrd. Euro. Value Add und opportunistische Investments sind ebenfalls sehr stark auf dem Radar der Investoren, führen aber angesichts der volumenstarken Megadeals ein Schattendasein.
 
„Bei knappem Angebot an Einzeltransaktionen wächst das Vehikel Portfolio, teilweise von recht heterogener Struktur. Die Chance,  schneller eine ausreichende Marktabdeckung zu erlangen oder auch Kapitalzusagen zu befriedigen, scheint die Nachfrage zu beflügeln und bringt teilweise beachtliche Preisaufschläge mit sich“, führt Kadel aus. Und noch ein Trend ist zu beobachten: „Wie bereits im ersten Quartal ist die Anzahl der aktiven Investoren aus Fernost  gestiegen, vor allem Versicherungen und Immobilienunternehmen treten mittlerweile neben den Staatsfonds in Erscheinung. Einige dieser Investoren aus Fernost treiben auch Übernahmen von lokalen Investmentmanagern voran, umso rascher und effizienter ihre  Bestände in Deutschland zu steigern“, so der Investmentexperte.
 
Insgesamt 62 % der Investoren und damit deutlich über dem Fünfjahresschnitt von 44 %  kommen aus dem Ausland. Nur in München ist der Anteil mit 65 % aktuell noch höher. Allerdings haben ausländische Player auch ordentlich verkauft, per Saldo ihren Immobilienbestand in Höhe von 287 Mio. Euro abgebaut, so viel wie in keiner der anderen Big 7. Der Druck auf die Renditen im Core Segment ist immens.