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Pressemitteilung

Düsseldorf

Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt bleibt im Aufwärtstrend


​Presseinformation inklusive Chart [PDF]

 

DÜSSELDORF, 8. Juli 2015 – Der Düsseldorfer* Bürovermietungsmarkt konnte im zweiten Quartal 2015 den Aufwärtstrend der ersten drei Monate bestätigen - mit dem besten Umsatzergebnis der Monate April bis Juni seit 2002: 110.000 m². 204.000 m² bedeuten das erste Umsatzvolumen über 200.000 m² in einem ersten Halbjahr seit 2010, und einen Anstieg von 17 % gegenüber dem Vorjahr. Auch der 5-Jahresschnitt  (+ 4 %) und der 10-Jahresschnitt (+ 13 %) wurden übertroffen. „Angesichts dieser erfreulichen Marktdynamik gehen wir nach wie vor von einem Umsatzvolumen von 400.000 m² aus, nicht zuletzt in Erwartung einiger großvolumigen Abschlüsse  jenseits der 10.000 m²“, so Marcel Abel, bei JLL Regional Manager Düsseldorf. Im zweiten Quartal notierten zwei Umsätze im fünfstelligen m²-Bereich: die Anmietung der L’ORÉAL Deutschland mit 16.700 m² im „Horizon“, sowie der Eigennutzerdeal der Rheinbahn in der City-Ost (11.100 m²). Mit insgesamt 48.000 m² sorgten die fünf größten Deals (allesamt über 5.000 m²) allein für knapp ein Viertel des Umsatzvolumens. Damit haben gerade die Größenklassen 5.000 m² - 10.000 m² und über 10.000 m² neben der Größenklasse 1.000 – 2.500 m² im hohen zweistelligen Prozentbereich zugelegt.
 
Auffällig das niedrige Fertigstellungsniveau in der Niederrhein-Metropole im Gesamtjahr 2015,  mit 101.000 m² ca. ein Drittel unter dem Vorjahr und über 10 % unter dem 5-Jahresschnitt verharrend und mit wenig positiven Perspektiven. Denn das Fertigstellungsvolumen wird sich voraussichtlich in den nächsten beiden Jahren weiterhin rückläufig entwickeln. Abel kommentiert: „Den Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt irritieren nicht die europäischen Wirtschaftskrisen oder die Ungereimtheiten deutscher und europäischer Politik, sondern eher ein lokaler Mangel an Baustellen, damit verbunden fehlende herausragende Objekte und ein komplexer kommunaler Bürokratendschungel, der Standortentwicklungen für Großnutzer jenseits der 10.000 m² unverhältnismäßig erschwert.“ Abel weiter: „Auf der anderen Seite bleibt Düsseldorf ein stabiles Pflaster für ausländische Nutzeransiedlungen und wird auch den Wegzug bedeutenden Unternehmen wie e.on wahrscheinlich kompensieren können, beispielsweise durch die Etablierung klarer Standortcluster für neue junge Unternehmen.“
 
Rückläufig entwickelt sich in der nordrhein-westfälischen Landeshauptstadt die Leerstandsquote. Sie hat Ende Juni mit 9,8 % die 10-Prozent-Marke unterschritten – Tendenz bis zum Jahresende weiter sinkend. Entsprechend auch die Entwicklung der Nettoabsorption über die letzten zwölf Monate hinweg mit über 236.000 m². Von den Mitte Juni im Bau befindlichen Flächen entfiel allein ein Drittel auf den Teilmarkt Nord mit großem Abstand vor Ratingen und den zentralen Bereichen wie City, City-Ost und Kennedydamm. „Gerade die bei potentiellen Nutzern gefragten City- und citynahen Bereiche müssten vermehrt in die Planungen von Projektentwicklern einbezogen werden, die hier verfügbaren großen Flächen werden zunehmend rar“, so Abel. Unter anderem in der City, am Kennedydamm und in der City-Süd wurde im Verlauf des letzten Jahres überdurchschnittlich Leerstand abgebaut.
 
Stabil bei 26,00 Euro / m² / Monat bleiben die Spitzenmieten im zweiten Quartal und bis zum Jahresende. Steigend dagegen die gewichtete Durchschnittsmiete – ein Plus von 5 % schlägt von April bis Juni zu Buche. Zwar werden die meisten Mietverträge nach wie vor in der Preisklasse 10,00 – 14,99 Euro / m² / Monat abgeschlossen, gerade die höheren Kategorien registrieren jedoch ein höheres Umsatzvolumen im Vergleich zum Vorjahr. 


* Stadtgebiet Düsseldorf sowie Erkrath, Hilden, Ratingen und Neuss