Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

London / Frankfurt

Europäisches Hoteltransaktionsvolumen legt deutlich zu


  • Im ersten Halbjahr 2015 Zuwachs von 85 % in EMEA
     
  • Top-Performer Großbritannien - Deutschland mit zweithöchstem Ergebnis
      
  • Private-Equity-Fonds nehmen Europa ins Visier
     
  • Krise in Griechenland schreckt Investoren nicht ab

 

LONDON / FRANKFURT, 20. Juli 2015 – Das laufende Jahr wird zu einem Rekordjahr für das Hotel-Geschäft in EMEA (Europa, dem Mittleren Osten und Afrika) werden. Darauf lassen die Zahlen von JLL für das erste Halbjahr schließen.
 
Insgesamt wurden Verkäufe in Höhe von rund 13,2 Mrd. Euro abgeschlossen – das sind 85 % mehr als im entsprechenden Vergleichszeitraum 2014. Motor für diese Entwicklung ist der britische Markt, der um 172 % anzog und mit 5,7 Mrd. Euro mit Abstand den größten Teil des Transaktionsvolumens ausmachte. Auch auf dem deutschen Markt ist die Dynamik der Hotelbranche mit dem zweithöchsten Transaktionsvolumen im EMEA-Raum (1,4 Mrd. Euro) zu spüren. Das Ergebnis basiert auf einer beachtlichen Zahl von Einzelverkäufen und mehreren Portfoliogeschäften. Herausragend war dabei der Verkauf von 18 Accor Hotels an die Event Hotel Group für 150 Mio. Euro.

 
Private Equity und Investmentfonds bauen ihre Position in Europa aus
 
Private Equity und Investmentfonds, vor allem aus Nordamerika, nutzten erneut die Gelegenheit, um weitere Hotels in Europa zu erwerben. Im ersten Halbjahr 2015 waren britische Regionalportfolios bei nordamerikanischen Investoren besonders begehrt. Allein hier wurden 1,1 Mrd. Euro investiert. Besonders aktiv war Lonestar Funds. Das Unternehmen investierte binnen sechs Monaten 1,7 Mrd. Euro in Hotels mit insgesamt mehr als 13.000 Zimmern in London und den Regionen. „Es kann nicht überraschen, dass Investoren weiterhin auf europäische Hotels setzen. In diesem Markt sind die Auslastungen und somit die Erträge stark. Wir sehen nun, dass Käufer sich nicht mehr allein auf die großen Zentren konzentrieren, sondern auch in den Städten mittlerer Größe und den ländlicheren Regionen suchen”, analysiert Christoph Härle, CEO EMEA der Hotels & Hospitality Group von JLL.

 
Investoren lassen sich von der Krise in Griechenland nicht abschrecken
 
Mit Bezug auf die Initiativen der europäischen Staats- und Regierungschefs, Griechenland vor dem Finanzkollaps zu retten, sagt Härle: „Die Tourismusbranche in Griechenland zu schützen, ist für beide Verhandlungspartner von größter Bedeutung. Tourismus ist eine der Haupteinnahmequellen und hat im vergangenen Jahr rund ein Zehntel des Bruttoinlandsproduktes ausgemacht. In der aktuellen Lage böten sich zahlreiche Gelegenheiten, um in den griechischen Markt einzusteigen. „Denn sobald es eine Einigung zwischen den Griechen und den Geldgebern gibt, werden die Touristen zurückkommen, erneut investieren und der Markt dadurch anziehen.“
 
Wie stark der Aufschwung nach der überstandenen Finanzkrise sein kann, ist derweil auf der iberischen Halbinsel zu sehen: Portugal hat sein Investitionsvolumen von 9 auf 110 Mio. Euro mehr als verzehnfacht. Und auch Spanien verzeichnet 40 % Zuwachs auf rund 900 Mio. Euro.

 
Chinesisches Kapital fließt in den europäischen Markt
 
Im ersten Halbjahr 2015 ist zudem eine Menge chinesischen Geldes auf den europäischen Markt geschwappt. „Zu viel Bürokratie hat chinesische Käufer bislang daran gehindert, mehr als 100 Mio. US-Dollar im Ausland anzulegen. Aber seit das Pekinger Finanzministerium Reformen eingeleitet hat, hat sich das drastisch geändert”, erklärt Härle. „Zu Beginn des Jahres war prognostiziert worden, dass China bis Jahresende rund fünf Mrd. US-Dollar im weltweiten Hotelmarkt investieren würde. Allein in der EMEA-Region sind bislang 1,9 Mrd. US-Dollar ausgegeben worden – unter anderem von Jin Jiang, der das Louvre-Portfolio erworben hat. Und wir erwarten noch weitere Abschlüsse.”