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Pressemitteilung

Frankfurt

Angebotsmieten und – Preise auf dem Frankfurter Wohnungsmarkt legen weiter zu

Jones Lang LaSalle veröffentlicht zum zweiten Mal Residential City Profile


 
 
Frankfurt, 3. März 2009 – Auf dem Frankfurter Wohnimmobilienmarkt gab es im zweiten Halbjahr 2008 im Preisgefüge durchweg Entwicklungen nach oben. Zum einen konnte ein Anstieg der Angebotsmiete (häufigster angebotener Mietpreis) auf 11,50 Euro/m²/Monat verzeichnet werden, entsprechend einer Erhöhung von über 7 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008. Nur München ist teurer. Zum anderen hat auch der angebotene Kaufpreis sowohl für Eigentumswohnungen zugelegt, und zwar um  7 % auf  2.700 Euro/m²  als auch für  Mehrfamilienhäuser. Hier lag das Plus bei über 10 % und der Preis damit bei 1.990 Euro/m².
 
Unter anderem zu diesem Ergebnis kommt das neueste Residential City Profile Frankfurt/M., das  Jones Lang LaSalle zum zweiten Mal erstellt hat. Neben Frankfurt  wurden auch die Wohnungsmärkte von Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München sowie  neu hinzugekommen  Köln, Leipzig und Stuttgart  untersucht.  Zur Transparenzerhöhung  des Wohnimmobilienmarktes wurde die Analyse des Mietwohnungsmarktes auf der Basis von 167.000 Datensätzen auf Stadtbezirksebene um eine detaillierte Untersuchung der Teilsegmente Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser mit mehr als 80.000 Datensätzen bzw. 8.000 Objekten ergänzt, die sich auf Baualtersklassen und Wohnungsgrößen beziehen. Im Zusammenhang mit der Untersuchung des Marktes für Mehrfamilienhäuser lag auch der Wohninvestmentmarkt jeder einzelnen der acht Städte im Fokus.
 
Angebotsmieten steigen in den meisten Stadtbezirken an
 
Die positive Entwicklung der Angebotsmieten in Frankfurt spiegelt sich auch in den 16 einzelnen Stadtbezirken wider. Der Frankfurter Wohnungsmarkt gehört zu den teuersten Märkten Deutschlands. Die stärksten Zuwächse der Angebotsmieten werden in zentralen Bezirken wie Innenstadt I (Altstadt, Bahnhofsviertel, Gallus, Gutleutviertel und Innenstadt) (+  14 %) und Innenstadt II (Westend-Nord, Westend-Süd und Bockenheim) (+ 17 %), erreicht. Daneben haben die Angebotsmieten auch in Teilbereichen angrenzender Bezirke (Heddernheim, Frankfurter Berg) überproportional zugenommen. Dafür sorgt eine angespannte Marktsituation: Das Angebot an Wohnraum wird zwar geschaffen, reagiert aber zeitverzögert auf die große und sehr differenzierte Nachfrage. Dadurch entstehen in begehrten Quartieren zeitweilig Versorgungsengpässe, mit der Folge ansteigender Mietpreise. Nachfragebedingt erfolgt damit der größte Anteil des neu errichteten Wohnraums im Hochpreissegment. Größere Fertigstellungen von vergleichsweise günstigeren Wohnflächen konzentrieren sich auf einzelne Teilräume (Frankfurter Bogen, Rebstockpark und Riedberg).
 
„Für 2009 gehen wir bei den meisten Stadtteilen von einer weiteren Zunahme der Angebotsmieten in Frankfurt aus“, so Stefan Mergen, bei Jones Lang LaSalle Leiter Residential Valuation Deutschland. Ursache ist ein unzureichendes Neubauvolumen, das bereits zu Wohnraumverknappung und Preissteigerungen geführt hat. „Diese angespannte Marktsituation vor allem in Innenstadtlagen wird sich auch in Zukunft bei den Angebotsmieten bemerkbar machen“.
 
 
Frankfurter Kaufpreise für Eigentumswohnungen haben im zweiten Halbjahr 2008 zugenommen
Die Preise für angebotene Eigentumswohnungen weisen wie die Mieten ein sehr hohes Preisniveau im Vergleich zu den anderen sieben Standorten auf. Gegenüber den ersten sechs Monaten  haben die angebotenen Kaufpreise weiter zugenommen. Scheinbar unbeeindruckt von der Finanzmarktkrise legte der Schwerpunktkaufpreis um über  7 % auf 2.700 Euro/m² zu. Ein Grund für die  generell hohe Preislage der Stadt ist sowohl die große Nachfrage nach Miet- als auch  nach  Eigentumswohnungen. Eine nachfragegerechte Wohnraumversorgung kann dabei nicht erreicht werden.
 
Vor allem die Schwerpunktkaufpreise abseits des Zentrums haben angezogen, wohingegen die Mittelwerte in diesen Lagen nahezu unverändert geblieben sind. In den Innenstadtbezirken stagnieren die Preise auf einem hohen Niveau oder haben, wie z.B. im Bezirk Innenstadt III (Nordend-Ost und Nordend-West) abgenommen. Als Folge der hohen innerstädtischen Preise (im Durchschnitt ca. 3.000 bis 3.800 Euro/m²) wandern einige  der Wohnungssuchenden in den nächsten äußeren Ring um das Zentrum. Im Ergebnis sind dann  auch hier steigende Preise zu beobachten.
 
Auch das Preisniveau bei Mehrfamilienhäusern legt zu
 
Zwar ging die Anzahl größer Portfoliotransaktionen vor dem Hintergrund der Finanzmarktkrise auch in Frankfurt deutlich zurück. Allerdings ohne Auswirkung auf das Preisniveau bei Mehrfamilienhäusern. Der angebotene Schwerpunktpreis lag in der zweiten Jahreshälfte 2008 um mehr  als 10 % über dem Vorhalbjahr und bewegte sich mit 1.990 Euro/m²  auf einem vergleichsweise sehr hohen Niveau – getoppt nur noch von der bayerischen Landeshauptstadt.

„Frankfurt zählt zu den Standorten  mit großem Potenzial für Investoren. Vergleichsweise niedrige Risiken bei gemäßigten, aber sicheren Renditen machen ein Investment auch im europäischen Vergleich durchaus attraktiv. Ein Preisverfall ist in Frankfurt nicht zu erkennen“, so Mergen.