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Pressemitteilung

Johannesburg/Frankfurt

Hotel-Investoren rüsten sich für starkes Wachstum in Afrika

Geldgeber prüfen das Potenzial des Kontinents – Renditen über dem globalen Schnitt


JOHANNESBURG / FRANKFURT, 3. Oktober 2015 – Das Investmentpotenzial für Hotels in Afrika hat in den vergangenen zehn Jahren insgesamt deutlich zugelegt, wobei die Marktentwicklung bei einer Detailbetrachtung keinesfalls einheitlich verlaufen ist. Zu diesem Ergebnis kommt die JLL-Studie „Spotlight on Africa: Opportunity on the Horizon“, die auf der Befragung von insgesamt 50 Investmentgesellschaften beruht.

Afrika bietet mittlerweile interessante Wachstumsfaktoren, die dem Hotelsektor zugutekommen: die verbesserte Fiskalverwaltung, eine wachsende Bevölkerung von mittlerweile 1,1 Milliarden Menschen, eine beschleunigte Urbanisierung sowie eine stetig wachsende Mittelklasse. Hinzu kommen reichhaltige Energiereserven, eine verbesserte Warenversorgung, nennenswerte Investitionen in die Infrastruktur sowie ein überdurchschnittlich wachsender Tourismus. So geht die Studie bis 2030 von einem jährlichen Wachstum von 5,7 % bei den Besucherzahlen aus, während der weltweite Schnitt bei 3,2 % liegen wird. Kurzfristig prognostiziert JLL, dass die Nachfrage nach Hotels bis 2017 jährlich um 5 % anziehen wird – wobei die Zahlen je nach Region sehr unterschiedlich ausfallen.

Das jährliche Wirtschaftswachstum in Nordafrika schätzt JLL auf 1,5 %, während es südlich der Sahara mit 3,5 % deutlich höher liegt. Parallel werden die Investitionen in neue Hotels von aktuell 2,1 Milliarden Dollar auf 2,4 Milliarden für das kommende Jahr und 2,7 Milliarden für 2017 steigen. 75 % dieser Investitionen werden von lokalen und regionalen Geldgebern kommen. Internationales Kapital verhält sich derweil noch abwartend und wartet angesichts der sich bietenden Chancen auf den richtigen Zeitpunkt für einen Markteintritt.

Xander Nijnens, Senior Vice President, Sub-Saharan Africa JLL Hotels & Hospitality Group: „Aktuell dominieren regionale Investoren und Eigentümer den Markt, da sie es durch ihre Kenntnisse und Vernetzung im Markt besser verstehen, die Marktchancen optimal zu nutzen. Der zunehmende Reifegrad des Hotel-Sektors sowie neue Investment-Plattformen dürften allerdings dafür sorgen, dass sich lokale Spieler von ihren Beteiligungen trennen und zusätzliche Liquidität in den Markt fließt.“

Die Ziele der Investoren unterscheiden sich deutlich: 46 % zielen auf Hotelentwicklungen ab, während 17 % ausschließlich Akquisitionsgelegenheiten suchen. 37 % der Akteure wollen beides. Dies spiegelt den Entwicklungspfad des Hotelmarktes in Afrika gut wider: So peilen Projektentwickler eine Kapitalverzinsung von 16 bis 25 % an. Die Kapitalisierungsfaktoren bewegen sich zwischen acht und 12 %. Im Vergleich zum weltweiten Durchschnitt sind die Renditen um 30 bis 40 % höher.

Derzeit sind die meisten afrikanischen Hotel-Märkte noch auf Projektentwicklung ausgerichtet, was zu geringen Offenmarktgeschäften und Transaktionsvolumina führt. Bislang gibt es nur eine geringe Zahl geeigneter Objekte, die zudem nicht zum Kauf angeboten werden. JLL geht allerdings davon aus, dass mehr Liquidität und neue Objekte mittelfristig dazu führen werden, dass sich der Markt verändert.

Aktuell sind nur rund ein Fünftel der internationalen Hotelbetreiber im afrikanischen Markt vertreten. Allerdings spielen sie eine entscheidende Rolle, wenn es darum geht, die Bedeutung und Qualität des afrikanischen Hotelmarktes zu steigern. JLL geht deshalb mittelfristig von einem signifikanten Ausbau der Marktdurchdringung durch globale Hotelmarken aus.

Ninjens Fazit: „Langfristig gibt es keinen Zweifel daran, dass Afrika ein bedeutender Akteur in der weltweiten Immobilienwirtschaft wird und Pioniere mit Afrikakenntnissen sind gut beraten, die Vorteile eines frühen Einstiegs zu nutzen. Die nächsten Jahre werden eine sichtbare Weiterentwicklung des Hotelangebots bringen. Wir gehen davon aus, dass internationales Kapital den Sektor erschließen wird, sobald sich die richtigen Möglichkeiten bieten werden.“

Den kompletten Report (Englisch) finden Sie hier online.