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Pressemitteilung

Frankfurt

Auch der Hotelinvestmentmarkt EMEA leidet – Leichte Dynamisierung in 2010

Top 3 sind Frankreich, Großbritannien und Spanien


 
 
Frankfurt, 08. März 2010 – Zum zweiten Mal in Folge registrierte der Hotelinvestmentmarkt EMEA (Europe, Middle East, Africa) einen deutlichen Rückgang. Das Transaktionsvolumen lag 2009 bei 3,1 Mrd. Euro und damit rund 61% unter dem Volumen von 2008 und 85% unter dem Rekordergebnis von 2007 (21,4 Mrd. Euro). Großbritannien, traditionell der stärkste Transaktionsmarkt, erlebte den deutlichsten Einbruch: Lediglich 391 Mio. Euro an Hotelinvestments wurden 2009 registriert (2008: rund 2 Mrd. Euro, 2007: 7,6 Mrd. Euro). Damit wurde die Insel 2009 von Frankreich (708 Mio. Euro) überholt. Deutschland platzierte sich mit 340 Mio. Euro hinter Spanien (359 Mio. Euro) an vierter Stelle.
 
Hotel-Portfoliotransaktionen waren in 2009 kaum zu realisieren. Nachdem der Markt für Hotelportfolios bereits in 2008 um 74% auf 3,5 Mio. Euro eingebrochen war, lag das Volumen von Portfolioinvestments 2009 bei lediglich 800 Mio. Euro. Dabei wies nur ein Hotelportfolio (158 Accor Hotels in Frankreich) ein Volumen von über 200 Mio. Euro auf.
 
Die Preise für betreiberfreie Hotelimmobilien gaben im vergangenen Jahr um etwa 20 % bis 50 % nach – mit wenigen Ausnahmen, insbesondere an Schlüsselstandorten mit hohem Investoreninteresse wie etwa London oder Paris. Das Stafford Hotel in London zum Beispiel wechselte für rund 86 Mio. Euro den Eigentümer, entsprechend einem Preis pro Zimmer von ca. 830.000 Euro.  “Der wesentliche Grund für die Preisstabilität in einigen Märkten war das limitierte Angebot bei gleichzeitig guter Nachfrage. Trotz Krise kam es hier zum Wettbewerb unter den Interessenten, der den Kaufpreis auf dem ursprünglichen Niveau hielt“, so Christoph Härle, bei Jones Lang LaSalle Hotels Managing Director der Global Hotel Capital Group. Und weiter: „Es gab auch Situationen, in denen die Verkäufer ihre Preisvorstellungen nicht durchsetzen konnten. Dann wurde die Hotelimmobilie vom Markt genommen, um einen Verkauf unter Buchwert bzw. unter dem angestrebten Preis zu vermeiden. Notverkäufe im 3-bis 5-Sterne Markt gab es 2009 so gut wie keine. Es ist allerdings für das laufende Jahr damit zu rechnen, dass die schwierigen Marktkonditionen Auswirkungen haben werden. Das Angebot wird steigen, auch aus einigen Insolvenzen, damit allerdings auch der Druck auf die Preise.“
 
Mit dem wachsenden Angebot wird sich der Hotelmarkt in EMEA 2010 als insgesamt dynamischer erweisen. Für das laufende Jahr könnte das Transaktionsvolumen wieder über 4 Mrd. Euro liegen. In den ersten beiden Monaten wurde mit rund 700 Mio. Euro bereits ein Plus von 25% im Jahresvergleich registriert. Dabei lag Großbritannien mit 210 Mio. Euro, entsprechend einem Anteil von 29 % am Gesamtvolumen wieder vorne. Deutschland  war in der Transaktionsstatistik bislang mit dem Verkauf des Dom Hotel Köln als Teil einer größeren Sale-and-Lease-Back Transaktion vertreten. Der Hotelanteil dürfte leicht unter 20 Mio. Euro gelegen haben.