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Pressemitteilung

Frankfurt

Asiatische Märkte dominieren Top Ten der teuersten Büro-Standorte weltweit


​Pressemitteilung inklusive Chart [PDF]

 

FRANKFURT, 31. MÄRZ 2016 – Sechs der weltweit zehn teuersten Bürostandorte befinden sich in Asien. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Report von JLL, der die Nutzungskosten vergleichbarer Büroimmobilien in 24 Städten rund um den Globus untersucht. Im „Premium Office Rent Tracker” wurden sowohl „Etablierte World Cities“ wie New York und London, „Aufstrebende World Cities“ wie Shanghai, Dubai und Mumbai sowie „New World Cities“ wie San Francisco, Boston und Toronto untersucht.
 
Der Report zeigt einmal mehr Hongkong als weltweit teuersten Bürovermietungsmarkt sowohl auf Nettobasis als auch unter Einbeziehung zusätzlicher Posten wie Betriebskosten und Steuern. Die Gesamtkosten für erstklassige Büroflächen in bester Lage betrugen Ende 2015 2.821 USD/m²/Jahr, bei einem Leerstand im Teilmarkt Central von nur noch 1,2%. Diese extreme Verknappung erstklassiger Flächen in Verbindung mit einer soliden Nutzernachfrage, insbesondere vonseiten chinesischer Unternehmen, treibt die Mieten in die Höhe.
 
Unter den Top 5 vertreten sind London mit 2.579 USD/m²/Jahr, Peking (2.140 USD), New York (1.840 USD) sowie Shanghai (1.467 USD). Als einzige deutsche Immobilienhochburg schafft es unter den 24 analysierten Städten Frankfurt auf Platz 17 mit etwa einem Viertel der Kosten von Hongkong und immer noch 35 % niedrigeren Kosten als der Zehntplatzierte Singapur.
 
Hela Hinrichs, Director, JLL EMEA Research: „Im Vergleich mit den meisten anderen Büromärkten weltweit unterstreichen Hongkong, London und New York ihre herausragende Attraktivität. Um wettbewerbsfähig zu bleiben, müssen sie urbane Umgestaltungsprojekte fest im Blick behalten.“
 
Trotz konjunkturellem Gegenwind ist die Mieternachfrage in den weltweit teuersten Büromärkten robust. Viele Unternehmen bleiben expansionsorientiert. Der Wettbewerb um Flächen nimmt zu. Entsprechend bewegen sich die Leerstandsquoten in vielen Core-CBD-Lagen auf neue Tiefstände zu. Leerstandsquoten im niedrigen einstelligen Bereich wurden Ende 2015 beispielsweise in Hongkong Central, im Tokioter Geschäftsviertel Marunouchi, im Singapurer Teilmarkt Raffles Place, im West End von London und im Shanghaier Teilmarkt Pudong registriert.

 
Robuste Nutzernachfrage in China
 
Bemerkenswert robust bleibt die Nachfrage nach erstklassigen Büroflächen in den erstrangigen Städten Chinas. Die Nachfragedynamik hat die Nutzungskosten in Peking und Shanghai auf einen neuen Höchststand getrieben, gleichbedeutend mit der Platzierung der beiden Städte an dritter bzw. fünfter Position im „Premium Office Rent Tracker“. „Obwohl sich das Konjunkturwachstum in China abschwächt, hat der Wandel des Landes hin zu einer dienstleistungsorientierten Volkswirtschaft positive Auswirkungen auf seine großen urbanen Büromärkte”, führt Hela Hinrichs aus. „Die Nachfrage nach Büroflächen in Shanghai ist auf Rekordniveau und die einheimischen Unternehmen sind dort sehr aktiv – dabei insbesondere der Finanz- und der Technologie-Sektor.”
 
Globale Aufsteiger
 
Die dominierenden Büromärkte müssen sich ständig anpassen, um Nachfrage anzuziehen und neu zu generieren. Die Technologie-, Medien- und Telekommunikations-Sektoren beispielsweise drängen neben den Finanz- und unternehmensbezogenen Dienstleistern in den Markt für erstklassige Büroflächen und lassen Städte wie San Francisco auf der globalen Mietpreis-Rangliste aufsteigen. Die Stadt belegt mittlerweile Rang 8 auf dem „Premium Office Rent Tracker“. „Städte können sich nicht mehr darauf verlassen, dass einzig ihre traditionellen Sektoren wie der Finanz- oder Rechtsberatungssektor ihre Büromärkte beflügeln und ihr Ansehen als Top-Destinationen für die Wirtschaft aufrechterhalten“, erläutert Hinrichs. Und weiter: „Technologie und Neue Medien haben die Unternehmenslandschaft und die Perspektive auf das Büroumfeld verändert. Etablierte erstklassige Märkte könnten im Zusammenhang mit der Schaffung eines attraktiven Arbeitsumfelds für beste Talente unter Druck seitens der New World Cities wie Boston, Sydney und Amsterdam geraten, die zunehmend nicht nur ausschließlich Kostenvorteile für anmietungswillige Unternehmen bieten.“
 
Unter anderem dafür haben Etablierte World Cities wie Paris und Tokio diverse Projekte zur Steigerung ihrer Attraktivität als globale Unternehmensstandorte initiiert. Das Grand Paris-Projekt, das u.a. die Entwicklung von mehr als 200 Kilometer neuer Metro-Linien vorsieht, wird die urbane Landschaft der Ile de France verändern. Tokio rüstet sich mit Infrastrukturmaßnahmen und neuen Immobilien-Projekten für die Olympischen Sommerspiele 2020. Sie sollen dazu beitragen, dass die Stadt als erstklassiges Geschäftszentrum wieder Boden gut machen kann.