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Pressemitteilung

Frankfurt

Verkehrte Welt auf dem Frankfurter Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt


​Pressemitteilung inklusive Chart [PDF]

 

FRANKFURT, 07. April 2016 - Das gab es auch noch nicht in der Statistik der ersten Quartale: Hamburgs Transaktionsvolumen höher als das der deutschen Finanzmetropole. Lediglich 470 Mio. Euro mit 18 Transaktionen (der 5-Jahresschnitt liegt bei 30) im untersuchten Frankfurter  Stadtgebiet + Eschborn und Kaiserlei bedeuten ein Minus von 59 % gegenüber dem Vorjahr. Dabei ist eine größere Transaktion mit Hotel, Retail, Wohn- und Büroanteil zur Quartalswende allerdings noch nicht mitgezählt, aber auch die hätte dieses ungewöhnliche Ranking nicht gedreht. Platz vier also hinter München, Hamburg und Berlin.
 
Der Hunger der Akteure nach dem opulenten Mahl gerade auch in den letzten drei Monaten des vergangenen Jahres ist zumindest zwischenzeitlich gestillt. „Diese Abstinenz wird nicht von langer Dauer sein“, so Christian Kadel, bei JLL Team Leader Office Investment Frankfurt. Kadel weiter: „Geköchelt und angerichtet wird bereits wieder, verspeist dann auch in großem Stil, da bin ich sehr zuversichtlich, in den kommenden neun Monaten mit ähnlich großem Appetit. Die 6 Mrd. Euro könnten 2016 wieder erreicht werden und damit aus einem veritablen Minus ein deutlich zweistelliges Plus von 37 % im Fünfjahresvergleich werden.“ 
 
Verkehrte Welt: Fast schon kurios muten drei Fakten auf dem Frankfurter Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt an:

 

  • Aktuell werden geplante Transaktionen proaktiv angegangen, um überhaupt zum Zuge zu kommen, d.h  es gab wenig strukturierte Verkaufsprozesse. Angebote gehen offmarket an zwei, drei Investoren oder die Investoren gehen direkt auf Eigentümer zu.
     
  • keine Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich. Das gab es zuletzt in einem Dreimonatszeitraum im zweiten Quartal 2012, ist also immerhin vier Jahre her. Die Top 5 kommen auf 305 Mio. Euro (5 Jahresschnitt:  475 Mio., darunter drei Hotels, keine Büroimmobilie.
  • Mit 19 % ist damit auch der insgesamt niedrigste Büroanteil unter den Big7 zu notieren. Der 5 Jahresschnitt liegt bei 69%. Stattdessen prägten Transaktionen im Hotel-, und Spezialimmobiliensegment das Geschehen
     
  • Ausländische Investoren waren bei lediglich 27 % des Transaktionsvolumens beteiligt, in einem Markt, der in der Regel als internationalster unter den deutschen Immobilienhochburgen gilt.

 

Verkehrte Welt mit einer Konstante: Von den Asset/Fonds Managern floss auch im ersten Quartal 2016 das meiste Kapital in Gewerbeimmobilien, ihr Anteil lag bei 32 %, Immobilien AGs/Reits (18 %) und Entwickler (12 %) tauschten die Plätze unter den Top 3. „Entwickler mit gesicherten Projekten versuchen weiter Forward Deals und Offmarketverkäufe zu realisieren – teilweise brechen hier jedoch auch Interessenten weg oder Prozesse ziehen sich weit länger hin als erwartet“, so Kadel.
 
Seit Anfang 2015 und in der Tendenz auch stabil liegt die Spitzenrendite im Bürosegment bei 4,35 %, und damit weit über Münchens Wert (3,65%) oder auch dem Berliner (4,00 %) – ein möglicher Anreiz für Investoren, das günstigere Preisniveau,  für eine Anlage auszunutzen. Der Abstand zur Spitzenrendite für Objekte in B-Lagen beträgt 45 Basispunkte, für Objekte in Spitzenlagen, aber B-Qualität 60 Basispunkte.