Skip Ribbon Commands
Skip to main content

Pressemitteilung

Berlin

Nichts Neues an der Spree - Berliner Bürovermietungsmarkt knüpft nahtlos an das Spitzenjahr 2015 an


Pressemitteilung inklusive Chart [PDF]​

 

BERLIN, 7. April 2016 – Nichts Neues an der Spree. Nutzer und Mieter des Berliner Büromarkts treiben das Vermietungsgeschäft von Rekord zu Rekord. Demzufolge hat das Jahr 2016 angefangen wie 2015 geendet hatte - mit Höchstwerten. Mit rund 247.000 m² wurde in Q1 2016 der Spitzenwert des Vorjahreszeitraums noch einmal um 60 % getoppt. Letztmals überschritten wurde die 200.000 m²-Marke in einem ersten Quartal - 1999. Die herausragende Dynamik des Jahresbeginns 2016 dokumentiert wird jedoch vor allem im Längsschnitt-Vergleich: 5- und 10-Jahresschnitt wurden mit + 90 % nahezu und mit +120 % mehr als verdoppelt.
 
„Die Dynamik des Marktes entwickelt sich auf breiter Basis“, so Steffen Lesener, bei JLL Team Leader Office Leasing Berlin. Dies sei spür- und auch messbar: „Die meisten Umsatzstatistiken weisen Pluszeichen auf. Und zwar im zweistelligen Prozentbereich“, so der Vermietungsexperte. Daher gebe es nach den ersten drei Monaten auch keinen Grund, die Prognose für 2016 zu revidieren, im Gegenteil: „Wir gehen nach wie vor von einem Umsatzvolumen in einer Größenordnung von mindestens 800.000 m² im Gesamtjahr aus.“ Der Anstieg bei der Anzahl der Deals (insgesamt 289, ein Plus von einem Drittel gegenüber dem Vorjahr) kann das Wachstum der Umsatzvolumina im 5- und 10-Jahresvergleich mit + 102 % und + 131 % prozentual sogar noch toppen. Ausnahmslos weisen alle Größenklassen - wie schon im Gesamtjahr 2015 – höhere Umsatzvolumina und eine höhere Anzahl der Deals auf. Besonders stark zeigt sich der Anstieg in der Größenklasse 5.000 m² - 10.000 m² (Verdreifachung des Umsatzvolumens auf 46.000 m²), die entsprechend auch siebenmal in den Top 10 der größten Transkationen vertreten ist. 
 
Mit knapp 29.000 m² markiert der Eigennutzerdeal des Bundesministeriums für Gesundheit im Teilmarkt Mitte, einhergehend mit dem Beginn der Sanierung von „Haus 2“ innerhalb des denkmalgeschützten Ensembles in der Mauerstraße 29, das größte Umsatzvolumen der ersten drei Monate 2016. Die Umsatzstatistik wird dadurch dahingehend beeinflusst, dass der Teilmarkt Mitte mit insgesamt 56.000 m² wieder Platz eins übernimmt - zusammen mit den Zweit- und Drittplatzierten Charlottenburg-Tiergarten und Kreuzberg-Tempelhof bereits knapp die Hälfte des Berliner Umsatzvolumens generierend. „Wir beobachten darüber hinaus, dass insbesondere Nebenlagen am Rand des S-Bahn-Ringes zunehmend von der steigenden Flächennachfrage und vom Mangel an erstklassigen Flächen in Bestlagen profitieren. Nutzer nehmen eben, was sie kriegen können und was darüber hinaus für sie bezahlbar und akzeptabel ist“, so Lesener. Beispielsweise haben die Teilmärkte Außerhalb Nord und Adlershof ihren Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum verfünffacht bzw. verachtfacht – wenn auch von einem relativ niedrigen Niveau im Vorjahr herkommend.
 
Die „öffentliche Verwaltung“, eine in Berlin traditionell sehr starke, meist großflächige Deals markierende Nutzergruppe, liegt beim Umsatz nach Branchen im ersten Quartal 2016 vorn. Hauptsächlich durch die alles in allem über 15.000 m² umfassenden Anmietungen des E-Commerce-Unternehmens Zalando konnte der Handel seinen Umsatz, vergleichbar der öffentlichen Verwaltung, ebenfalls um ein Mehrfaches steigern: + 450 % schlagen hier zu Buche.
 
„Die Nachfrage nach kurz- bzw. mittelfristig (6-12 Monate) verfügbaren, qualitativ guten bis sehr guten Mietflächen in adäquaten Lagen bleibt branchenübergreifend konstant hoch“, so Lesener. Gleichzeitig sinken Leerstandsvolumen und Leerstandsquote weiter – Anfang 2016 auf 6,0 %, damit innerhalb von drei Monaten noch einmal 0,3 Prozentpunkte niedriger notierend. Trotz steigender Fertigstellungsvolumina – 2016 werden ca. 50 % mehr Flächen als im Vorjahr und doppelt so viele als im 5-Jahresschnitt erwartet: spekulative Projektentwicklungen bleiben Mangelware. „In angesagten Lagen wie Mitte, City West, Prenzlauer Berg oder Friedrichshain, Kreuzberg steht potentiellen Nutzern eine immer kleiner werdende Auswahl an Flächen zur Verfügung“, so Lesener. Und weiter: „Der Flächenmangel wird die Durchschnitts- und Spitzenmieten weiter steigen lassen.“ Der Vermietungsexperte prognostiziert einen Anstieg der Spitzenmiete bis zum Jahresende um einen weiteren Euro. Im ersten Quartal 2016 lag sie bei 24,00 Euro / m² / Monat. „Der Berliner Bürovermietungsmarkt wandelt sich immer mehr zu einem Vermietermarkt“, so Lesener abschließend.