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Pressemitteilung

MIPIM, Cannes

Weltweites Transaktionsvolumen in Gewerbeimmobilien legt 2010 deutlich zu - Jones Lang LaSalle legt Studie zu den globalen Immobilien-Kapitalströmen vor


 
 
MIPIM, Cannes, 18. März 2010 – Die globalen Transaktionsvolumina für Gewerbeimmobilien zeigten im zweiten Halbjahr 2009 klare Anzeichen einer Erholung. Nichtsdestotrotz ist für das Gesamtjahr noch ein Rückgang von 45 % gegenüber 2008 (auf 209 Mrd. US-Dollar) zu notieren. Geschwindigkeit der Einbußen sowie ihre Höhe haben sich aber zumindest verringert. Zu ihren besten Zeiten bewegten sich die globalen Transaktionsvolumina bei 759 Mrd. USD (2007).

„Der Anstieg der globalen Transaktionsvolumina, der im zweiten Halbjahr 2009 in allen Regionen zu beobachten war, ist zwar ein ermutigendes Zeichen, dennoch haben wir noch ein ganzes Stück schwierigen Weges vor uns”, so der Leiter der International Capital Group des Unternehmens, Arthur de Haast. Und weiter: „2010 erwartet Jones Lang LaSalle ein deutliches Wachstum des Gewerbeimmobilien-Transaktionsvolumens von weltweit 30 - 40 %. Den mit 50 - 60 % größten Zuwachs – ausgehend vom niedrigsten Volumen im Vorjahr - dürfte die Region Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) erleben (2009: 45 Mrd. USD). Die asiatisch-pazifische Region könnte um 30- 50 % zulegen (2009: 66 Mrd. USD), die Region EMEA (Europa, Naher Osten, Afrika) um 20 - 30 % (2009: 98 Mrd. USD)."

Die stärksten Einbußen musste 2009 die Region Amerika mit einem Minus von 64 % auf 45 Mrd. USD hinnehmen (gegenüber dem Markthöhepunkt 2007 ein Einbruch von sogar 85 %). Zum ersten Mal überhaupt fiel damit der amerikanische Kontinent mit nur 22% der globalen Gesamtvolumina hinter den asiatisch-pazifischen Raum zurück. Der verzeichnete 2009 mit - 23% auf 66 Mrd. USD den geringsten Rückgang bei den Gesamtvolumina, entsprechend einem Minus von 46 % gegenüber dem Markthöhepunkt. In EMEA beliefen sich die Gesamt-Transaktionsvolumina 2009 auf 98 Mrd. USD. Im Jahresvergleich kommt dies einem Rückgang von 41% gleich, gegenüber dem Markthöhepunkt von 71 %.
 
In 2009 waren die US-amerikanischen und japanischen Investoren weiterhin die aktivsten Käufer von direkten Gewerbeimmobilien. Allerdings konzentrierten sich 90% der Transaktionen auf den jeweiligen Binnenmarkt. Die deutschen Investoren haben die britischen überholt und bilden nun weltweit die drittgrößte Käufergruppe von Immobilien. Im Gegensatz zu den US-amerikanischen und japanischen Investoren war fast die Hälfte der von ihnen getätigten Immobilienkäufe grenzüberschreitend.
 

Grenzüberschreitende Investitionsströme

2009 waren inländische Investitionen dominanter als grenzüberschreitende Investments. Die Investoren scheuten das Risiko, Kredite standen darüber hinaus nur eingeschränkt zur Verfügung. Die größten grenzüberschreitenden Käufer von Immobilien waren die globalen Fonds, gefolgt von  deutschen Investoren. Auch südkoreanische Investoren tätigten bedeutende grenzüberschreitende Käufe mit Hauptaugenmerk auf Großbritannien. Grundsätzlich haben Käufer aus dem asiatisch-pazifischen Raum ihre grenzüberschreitenden Akquisitionen im 2. Halbjahr 2009 deutlich verstärkt und dabei Großbritannien, China und Australien ins Visier genommen.

Während die USA in Bezug auf die Gesamtvolumina 2009 der größte Markt blieb, wurden sie von Großbritannien als größter grenzüberschreitender Markt in 2009 überholt. 54% des Transaktionsvolumens wurde hier von grenzüberschreitenden Käufern getätigt. Frankreich kam auf 34%, USA auf 16 %, Deutschland auf 12 % und Japan auf 11%.

Neben der Geschwindigkeit der Preiskorrekturen profitierte Großbritannien von der relativen Schwäche des britischen Pfund. Die Investoren wissen zudem die langfristig laufenden Mietvereinbarungen mit Nutzern bester Bonität sowie die hohe Markttransparenz zu schätzen.

 
Anmerkungen:  
  1. Investitionen auf Gesellschafts-/Objektebene, Entwicklungsprojekte sowie Investitionen in Mehrfamilien-Wohnimmobilien sind in unseren Daten nicht enthalten. 
     
      
  2. Jones Lang LaSalle rechnet die Transaktionswerte zum durchschnittlichen Tageskurs des Quartals, in dem die Transaktion abgeschlossen wurde, in USD um, d.h. Wechselkursschwankungen wurden nicht herausgerechnet.
     
     
  3. Bei grenzüberschreitenden Investitionen stammen Käufer, Verkäufer oder beide von außerhalb des Landes, wo sich das Investitionsobjekt befindet.
     
  4. Bei grenzüberschreitenden Investitionen ist zwischen „intra-regionalen Investitionen” (sowohl Käufer und Verkäufer stammen aus der Region, wo sich das Investitionsobjekt befindet) und „inter-regionalen Investitionen“ (Käufer, Verkäufer oder beide stammen von außerhalb der Region, wo sich das Investitionsobjekt befindet) zu unterscheiden.
  5. Globale Fonds sind Fonds, die Kapital in einer Vielzahl von Regionen einsammeln.