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Pressemitteilung

Frankfurt

Exzellenter Auftakt auf dem deutschen Hotelinvestmentmarkt


Pressemitteilung inklusive Chart [PDF]

 

FRANKFURT, 13. April 2016 – Der deutsche Hotelinvestmentmarkt erreichte in den ersten drei Monaten 2016 ein Transaktionsvolumen* von rund 720 Mio. Euro, entsprechend einem Plus von 22%. Geprägt waren die Aktivitäten durch zahlreiche Einzeltransaktionen primär im Budget- und 4-Sterne Segment, vor allem in Frankfurt (4) und Hamburg (3). „Der deutsche Hotelinvestmentmarkt profitiert von den anhaltend soliden Leistungsergebnissen der Hotels sowie dem reichlich vorhandenen Kapital, das den Druck auf die Investoren weiter erhöht, ihre Engagements breiter zu streuen“, so Ursula Kriegl, Executive Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group, Germany. Sheima Salloum, Executive Vice President der JLL Hotels & Hospitality Group ergänzt: „In Anbetracht niedrigerer Renditen in anderen Assetklassen wird dieser Trend auch in nächster Zeit anhalten. 0%-Zinsen lassen Investoren auch höhere Risiken in Kauf nehmen und sich vermehrt in B- und C-Standorten nach Investitionsmöglichkeiten umsehen.

 
Insgesamt wurden im 1. Quartal 23 Transaktionen verzeichnet (Q1 2015: 17). Davon summierten sich 18 Einzeltransaktionen auf ein Volumen von etwa 550 Mio. Euro. (Q1 2015: 245 Mio. Euro bei 12 Einzeltransaktionen). Die Top 3 Einzeltransaktionen kamen auf ein Volumen von knapp über 180 Mio. Euro, darunter:

  • der Verkauf der Villa Kennedy Frankfurt an die GEG German Estate Group 
      
  • die Veräußerung des Projekts Hyatt Place Frankfurt Airport an die Union Investment. Im Rahmen eines „Sale- and Leaseback“ Deals hatte der Hotelentwickler Feuring einen 30-jährigen Pachtvertrag mit dem neuen Eigentümer abgeschlossen.
      


Weitere verkaufte Hotelprojekte waren beispielsweise das Motel One in Freiburg an die Allgemeine Rentenanstalt Pensionskasse oder das Holiday Inn am Frankfurt Airport.
  
„Das erhöhte Interesse an Hotelentwicklungen ist sicherlich vor allem zurückführen auf die verbesserten Finanzierungskonditionen“, so Ursula Kriegl. Und weiter: „Insbesondere institutionelle Investoren beteiligen sich an solchen Investments. Ihre Suche nach geeigneten Objekten mit erfahrenen Betreibern, einer guten Marke und insbesondere auch langen Pachtverträgen wird zunehmend schwierig“. Sie bevorzugen neu zu verhandelnde, lange Laufzeiten der Pachtverträge.
 
Woran es in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres allerdings noch gemangelt hat, waren Portfoliotransaktionen im dreistelligen Millionenbereich. Der einzige reine Hotelportfolioverkauf war die Veräußerung von zwei im Bau befindlichen Hotels der Marken Hampton by Hilton und Wyndham Super 8 in Freiburg an einen von Patrizia verwalteten Hotelimmobilienfonds. Vier weitere Hoteltransaktionen wurden als Teil von „Mixed-Use“-Gebäuden gehandelt. Insgesamt konnte ein Volumen von knapp 170 Mio. Euro notiert werden, ein Rückgang im Jahresvergleich von etwa 50% (Q1 2015: 5 Portfoliotransaktion mit 345 Mio. Euro).
 
Das Gros der Investoren machten mit 16 Transaktionen institutionelle Anleger aus, die mit ihren Engagements (15 Einzeltransaktionen und ein Portfolio) rund 70% des gesamten Transaktionsvolumens abdeckten und dabei 510 Mio. Euro in Hotelimmobilien gesteckt haben. Jeweils zwei Transaktionen mit zusammen rund 70 Mio. Euro entfielen auf Immobiliengesellschaften und vermögende Privatpersonen. Keine Veränderung gab es auch bei dem Vergleich ausländische/deutsche Beteiligung. Bei 17 Transaktionen kamen deutsche Investoren zum Zug mit einem Volumen von ca. 580 Mio. Euro. Aktivste ausländische Investorengruppe bleiben französische Anleger; sie zeichnen für drei Transaktionen mit einem Volumen von rund 70 Mio. Euro verantwortlich.
 
„Das erste Quartal ist ohne Frage ein exzellenter Auftakt. Dass wir am Ende im Jahresvergleich für 2016 möglicherweise einen deutlichen Rückgang des Resultats gegenüber dem Allzeithoch von 2015 um 20 % bis 30 % sehen könnten, wäre der - zumindest derzeit - relativ geringen Zahl an großen Portfolios und „Trophy Assets“ geschuldet, die sich bereits im Markt zum Verkauf befinden,“ so Sheima Salloum. Dabei dürfe dann aber nicht die mit dem zweitbesten Ergebnis hervorragende Platzierung in den letzten 10 Jahren übersehen werden.

 

 

 

* Die Hotels & Hospitality Group von JLL, Germany berücksichtigt Einzeltransaktionen mit einem Investitionsvolumen von mindestens 5 Mio. Euro sowie Portfoliotransaktionen mit Objekten ausschließlich in Deutschland. Ebenso enthalten sind deutsche Hotels, die als Teil von grenzüberschreitenden Portfolioverkäufen veräußert werden.