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Pressemitteilung

Frankfurt

Deutschlands Luxusmeilen können sich mit Europas Topadressen messen - Jones Lang LaSalle veröffentlicht Report „Europas Luxusmeilen im Vergleich“


 
 
Frankfurt, 30. März 2010 – Die Einzelhandelsspezialisten des Immobilien-Beratungsunternehmens Jones Lang LaSalle haben Deutschlands Luxuseinkaufsstraßen erstmals einem direkten Vergleich mit den wichtigsten europäischen Renommierstraßen unterzogen. Für die Vergleichsstudie hat Jones Lang LaSalle 50 internationale Luxusmarken definiert und deren Präsenz in den 15 Top-Luxusmeilen Westeuropas untersucht. Ein Vergleich der Spitzenmieten sowie Kurzprofile der Straßen komplettieren die Bestandsaufnahme. Das Fazit: Deutschlands Luxusmeilen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München können sich in Hinblick auf die Dichte an Toplabels problemlos mit den Renommiermeilen in Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und der Schweiz messen. Und das zu vergleichsweise günstigen Mieten. Nur in Spanien finden Luxusmarken Standorte zu vergleichbar günstigen Konditionen vor.
 

Internationale Luxuslabels investieren weiter in ihre Expansion

Bei einer im Vergleich zu den Vorjahren niedrigen Mieterfluktuation zeigten sich Deutschlands Luxusmeilen 2009 in solider Verfassung. Die wenigen frei werdenden Flächen konnten bei guter Nachfrage problemlos und zu stabilen Mieten nachvermietet werden. Doris von Muschwitz, Leiterin Einzelhandelsvermietung Deutschland bei Jones Lang LaSalle: „Internationale Luxuslabels investieren weiter in ihre Standortnetzwerke und sehen die europäischen Luxus-Destinationen als Muss-Standorte. Angeführt von Königsallee und Maximilianstraße bietet Deutschland mit insgesamt fünf Luxuslagen ein international absolut wettbewerbsfähiges Angebot. Die deutschen Meilen müssen sich vor klangvollen Adressen wie der Londoner Bond Street oder der Pariser Rue Faubourg St. Honoré keineswegs verstecken. Im Gegenteil weisen sie bei vergleichsweise günstigen Spitzenmieten eine hohe Dichte an Luxuslabels auf. Auch in Hinblick auf die Anzahl der Neuzugänge im Jahr 2009 zählen deutsche Lagen, allen voran die Düsseldorfer Königsallee, im westeuropäischen Vergleich zur Spitzengruppe.“
 

Dichte an Luxuslabels: Düsseldorfer Königsallee und Münchner Maximilianstraße fast gleichauf mit Londoner New Bond Street

Die höchste Dichte an internationalen Luxuslabels ist in der Londoner New Bond Street anzutreffen. 30 der 50 von Jones Lang LaSalle definierten Top-Luxuslabels sind dort ansässig. Es folgen die Pariser Rue du Faubourg St. Honoré, die Düsseldorfer Königsallee und die Münchner Maximilianstraße mit jeweils 27 High End-Labels. 25 Markenshops finden sich auf dem Berliner Kurfürstendamm und der zweiten Londoner Toplage Sloane Street. Der Neue Wall in Hamburg und die Bahnhofstraße in Zürich bieten 22 bzw. 21 Topanbieter. 20 Labels finden sich in der Frankfurter Goethestraße, der Mailänder Via Montenapoleone und der zweiten Pariser Adresse Avenue Montaigne. Mit 19 bzw. 16 Labels folgen die Via Condotti in Rom und die Calle Ortega Y Gasset in Madrid.

Während sich das Angebot an Luxuslabels in den deutschen Metropolen auf jeweils eine Straße konzentriert, sind besonders in London und Paris gleich mehrere hochwertige Luxuslagen anzutreffen. Unter Berücksichtigung dieser Tatsache ist Paris die unangefochtene Luxusmetropole in Westeuropa. Neben den beiden hier untersuchten Lagen bietet die Modemetropole mit dem Place Vendome, der besonders Luxusjuweliere anzieht, und dem Boulevard Haussmann mindestens zwei weitere namhafte Standorte. In London ragen die New Bond Street und Sloane Street mit zusammen über 50 Luxuslabels heraus.
 

Präsenz Luxuslabels: Topmarken sind mit bis zu 13 Shops in den 15 untersuchten Luxusmeilen vertreten

Die höchste Präsenz in den untersuchten 15 westeuropäischen Top-Lagen weisen Gucci und Salvatore Ferragamo mit jeweils 13 Boutiquen auf. Bulgari, Cartier, Louis Vuitton und Prada folgen mit je 12 Standorten. In 11 der 15 Straßen finden sich Boutiquen von Giorgio Armani, Hermès und Tod’s. Auf 10 Präsenzen kommen Chanel, Tiffany & Co. sowie der Luxustelefon-Anbieter Vertu. Insgesamt verfügen die 50 wichtigsten Luxuslabels in den untersuchten Straßen über rund 320 Boutiquen.
 

Mieten: Luxuslagen in London und Paris erzielen Höchstwerte – Deutsche Lagen vergleichsweise preiswert

Die Via Montenapoleone in Mailand ist die teuerste Luxusmeile in Westeruropa. Für einen Quadratmeter Ladenfläche sind in der Spitze Jahresmieten bis zu 6.800 Euro/m² zu berappen. Es folgen die Via Condotti in Rom mit bis zu 6.500 Euro/m² und die New Bond Street in London mit 6.440 Euro/m². In Hinblick auf die italienischen Luxuslagen ist zu bemerken, dass die Spitzenmieten bei einem vergleichsweise intransparenten Vermietungsmarkt nur für absolute Topflächen gelten. Jahresmieten über 5.000 Euro/m² werden in der Pariser Avenue Montaigne und der Züricher Bahnhofstraße erzielt. Die Spitzenmieten in den deutschen Luxusmeilen erreichen im westeuropäischen Vergleich durchweg unterdurchschnittliche Werte. Mit Ausnahme der Maximilianstraße, die in der Spitze jährlich über 3.700 Euro/m² erreicht, liegen alle deutschen Lagen bei Jahresmieten zwischen 2.300 und 2.800 Euro/m². Nur in Spanien finden Luxuslabels Standorte in Top-Luxuslagen zu vergleichbar günstigen Kursen. Für das erste Halbjahr 2010 erwartet Jones Lang LaSalle in Deutschland stabile Mieten auf derzeitigem Niveau.
 

Luxuslabels konzentrieren sich in 2010 auf ihre Kernkompetenzen

Doris von Muschwitz blickt für den Luxusmarkt insgesamt optimistisch in das Jahr 2010: „Der Markt für Luxusgüter verändert sich. Online-Anbieter wie Net-a-porter oder Yoox erzielten 2009 trotz Krise Umsatzzuwächse. Den arrivierten Luxusmeilen kann diese Entwicklung allerdings nichts anhaben. In den wenigen wirklich erstklassigen Lagen finden Luxuslabels eine einzigartige Agglomeration vergleichbarer Marken vor und können ihre Markeninhalte in einem perfekten Umfeld demonstrieren. Insgesamt blicken wir für den Luxusmarkt optimistisch in das Jahr 2010. Nach einem zögerlichen ersten Halbjahr erwarten wir ab Juli 2010 wieder ein leichtes Anziehen der Flächennachfrage. Das schnelle Wachstum der vergangenen Jahre wird aber so schnell nicht zurückkehren. Die Luxuslabels werden sich in 2010 auf ihre Kernkompetenzen konzentrieren, in Qualität und Standortnetzwerke investieren und die Produktdiversifizierung zurückstellen. Trotz Konsolidierung ist der Luxusmarkt immer in Bewegung und sorgt auf diese Weise für eine solide Flächennachfrage in den westeuropäischen Luxusmeilen.“