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Pressemitteilung

Frankfurt

Die Gefühle sind da, der Frühling lässt auf sich warten - Frankfurter Bürovermietungsmarkt im 1. Quartal 2010


 
 
Frankfurt, 31. März 2010 – Die Gefühle seien da, der Frühling lasse aber noch auf sich warten, kommentiert Marcus Mornhart, Leiter der Bürovermietungsabteilung von Jones Lang LaSalle in Frankfurt, den Bürovermietungsmarkt der Immobilienhochburg am Main. Der Immobilienexperte: „Die Marktteilnehmer haben keine Lust mehr, über den schwachen Markt zu räsonieren und üben sich stattdessen in self fulfilling prophecies.“
 
Diese könnten sich im 2. Quartal 2010 auch tatsächlich in eine entsprechende Marktdynamik transformieren lassen. Ohne die EZB, die die Umsatzbilanz mit rund 80.000 m² verschönern wird, rechnet Mornhart weitere 80.000 m² bis 100.000 m² Umsatzvolumen aus den Bereichen Banken und unternehmensbezogene Dienstleistungen hoch. „Im 2. Quartal könnte der derzeit nur gefühlte Frühling Realität werden“, so Mornhart.
 
Die Bilanz des 1. Quartals auf jeden Fall ist düster. Eine Großanmietung wie durch die Bahn vor 12 Monaten (70.000 m²) ist nicht alle Tage zu notieren, verzerrt den Vergleich beim Volumen dann auch.  Allerdings: auch bei Anzahl der Abschlüsse lässt sich keine Dynamisierung feststellen. Mit deutlich unter 100 Mietvertragsabschlüssen wurde ein Umsatzvolumen auf dem Frankfurter Bürovermietungsmarkt (inklusive Eschborn und Kaiserlei) in den ersten drei Monaten 2010 von um die 55.000 m² erreicht, entsprechend einem Rückgang von 61% gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres, und bewegt sich auf dem Niveau des letzten Quartals 2009. Gegenüber dem Durchschnittswert der ersten Quartale für die Jahre 2005 – 2009 muss ein Rückgang von 49 % notiert werden. Bis auf zwei Eigennutzer-Deals ist der Umsatz reines Vermietungsvolumen. Immerhin. Hochgerechnet prognostiziert Mornhart einen Gesamtumsatz von rund 360.000 m² für das Gesamtjahr 2010, in etwa identisch mit dem Umsatzvolumen des Vorjahres.
 
 
Leerstand leicht angestiegen
 
Im 1. Quartal 2010 ist der Leerstand nur leicht angestiegen: die Leerstandsquote von 13,6 % im 4. Quartal 2009 legte in den ersten drei Monaten 2010 leicht auf 13,8 % zu. Bis Ende 2010 jedoch wird mit einem Anstieg der Leerstandsquote auf 15 % zu rechnen sein. Denn obwohl bis Jahresende nur vergleichsweise wenige spekulative Flächen auf den Markt kommen, werden einige Unternehmen bei ihrem 2010 anstehenden Umzug Flächen freisetzen. So wird die Deutsche Börse bei ihrem Wechsel nach Eschborn in der Mainmetropole selbst genauso Leerflächen hinterlassen wie Universal Investment beim Umzug in das „Frankfurter Central“ am Hauptbahnhof. 
 
  
Wenig Fertigstellungen 2010
 
Im 1. Quartal 2010 wurden entlang des Mains lediglich rund 20.000 m² Flächen fertig gestellt, den niedrigsten Quartalswert seit 1 ½ Jahren markierend. Davon noch ohne Nutzer ist derzeit rund die Hälfte. Bis Ende des Jahres 2010 kommen weitere ca. 118.000 m² neue Büroflächen auf den Markt, davon allerdings lediglich ein Fünftel spekulativ. Der große Rest ist vorvermietet bzw. wird eigengenutzt.
 
 
Rückläufige Spitzenmiete bis Ende 2010
 
Unverändert gegenüber dem Vorquartal präsentiert sich die Spitzenmiete in der hessischen Immobilienhochburg mit 34 Euro/m²/Monat im 1. Quartal 2010. Dies allerdings wird nicht so bleiben. Bis Jahresende 2010 prognostiziert Mornhart einen Rückgang auf ca. 33 Euro. „Damit wird aber der Boden des aktuellen Marktzyklus bzw. der Spitzenmiete erreicht sein“, so der Jones Lang LaSalle-Experte. Und weiter: „Wie schnell die Gegenbewegung nach oben einsetzen wird, lässt sich zum gegenwärtigen Zeitpunkt schwer einschätzen – ein langes Verharren auf 33 Euro ist aber weniger wahrscheinlich als ein leichter Anstieg bereits in 2011.“
 
 
Auguren optimistisch
 
Wer dem Konjunkturbarometer der IHK Glauben schenkt, darf sich freuen: Erneut ist ein Anstieg von 101,3 auf 108,2 Zähler zu registrieren. Sowohl die Lagebeurteilung als auch die Erwartungen der Unternehmen hellen sich, dem IHK-Konjunkturbericht zufolge, auf. Auch der Arbeitsmarkt bleibt trotz des starken Wirtschaftseinbruchs im letzten Jahr stabil. Und wie im Vorjahr rangiert die Mainmetropole nach einer Umfrage von PricewaterhouseCoopers und dem Urban Land Institute („Emerging Trends in Real Estate Europe 2010“) unter den europäischen Top Ten. Der Frühling kann kommen…