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Pressemitteilung

Berlin

Wirtschaftlichkeitsaspekte dominieren die Nutzerentscheidung - Berliner Bürovermietungsmarkt im 1. Quartal 2010


 
 
Berlin, 06. April 2010 – Nach wie vor dominieren wirtschaftliche Gesichtspunkte die Nutzerentscheidungen auf dem Bürovermietungsmarkt der Spreemetropole in den ersten Monaten des Jahres 2010: „Kosteneffizienz ist nach wie vor das Gebot der Stunde. Jeder Cent wird zweimal umgedreht, bevor er einmal ausgegeben wird“, so Jan Hübler, Leiter der Bürovermietungsabteilung von Jones Lang LaSalle in Berlin.
 
In punkto der voraussichtlichen Entwicklungen des Marktes im Gesamtjahr 2010 hat Hübler dennoch „ein gutes Grundgefühl“. Die Erwartung, dass es mit der üblichen Verzögerung gegenüber den anderen Immobilienhochburgen in Deutschland in der Hauptstadt weiter abwärts gehe, habe sich bislang nicht bestätigt, meint Hübler. Im Gegenteil. Es sei „Größeres in der Pipeline“, wie etwa zwei Gesuche in Größenordungen von je 20.000 m². „Erfreulich auch die Nachhaltigkeit der Anfragen aus der öffentlichen Verwaltung“, so der Jones Lang LaSalle-Vermietungsexperte.
Im 1. Quartal 2010 hat sich der Büroflächenumsatz an der Spree auf den Fünfjahresdurchschnitt der jeweils ersten Quartale eingependelt. Rund 105.000 m² schlagen zu Buche. In Anbetracht der Rahmenbedingungen sei dies absolut positiv zu bewerten, betont Hübler. Für das Gesamtjahr 2010 ist ein Umsatz deutlich über dem Vorjahresniveau realistisch, möglich ist eine Größenordnung bis 450.000 m². Damit läge das Ergebnis lediglich 7 % unter dem 5-Jahressschnitt.
 
Die beiden mit Abstand größten Deals im 1. Quartal 2010 mit rund 11.000 m² und 8.200 m² wurden von zwei Unternehmen aus der Telekommunikationsbranche bzw. Industrie im Teilmarkt Innerstädtisch Ost und West markiert. Insgesamt wurden in der Größenordnung ab 5.000 m² vier Deals realisiert, im Vergleichszeitraum des Vorjahres war es nur einer.
 
In Anbetracht von lediglich 2.500 m² spekulativer Fertigstellungen im 1. Quartal 2010 hat sich der Leerstand in den letzten drei Monaten leicht reduziert und lag Ende März bei 9,2 %. Da in den kommenden neun Monaten aber noch 140.000 m² neue Fläche auf den Markt kommen werden, 37 % davon noch frei verfügbar und gleichzeitig einige öffentliche Nutzer aus angemieteten Bestandsgebäuden mit größeren Flächenvolumina in landeseigene Liegenschaften umziehen, ist von einem erneuten Anstieg der Leerstandsquote auszugehen. Ob leicht unter oder über 10 % wird nicht zuletzt auch vom Umsatzgeschehen abhängen.
 
Die Spitzenmiete hat seit ihrem höchsten Wert im neuen Jahrtausend (in den Jahren 2000 und 2001: 30,70 Euro/m²/Monat) um 35 % abgenommen und bleibt mit 20,00 Euro/m²/Monat auf dem Niveau, das sie Ende 2009 erreicht hatte. Gleiches gilt für Incentives. „Da sich an der Marktsituation nichts Grundlegendes ändern wird, Anpassungen in der Regel schon vorgenommen wurden, gehen wir von einem über das gesamte Jahr stabilen Spitzenwert aus“, so Hübler.