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Pressemitteilung

Frankfurt

Starker Start ins Jahr – Erstes Quartal bestätigt Trendwende - Der Investmentmarkt Deutschland zum Jahresauftakt 2010


 
 
Frankfurt, 07. April 2010 – Die besonders zum Jahresende 2009 sich abzeichnende  Investitionsfreude hat sich im ersten Quartal 2010 mehr als bestätigt. Deutschlandweit konnten Transaktionen in gewerblich genutzte Immobilien im Volumen von 5 Mrd. Euro registriert werden, ein Plus von 176 % gegenüber dem ersten Quartal 2009.

Marcus Lemli, Deutschlandchef Leasing & Capital Markets Jones Lang LaSalle: „Erwartungsgemäß  sind Einzelhandelsimmobilien im derzeitigen Markumfeld die Gewinner: Rund 3 Mrd. Euro wurden in diesem Sektor investiert, im ersten Quartal damit bereits mehr als im gesamten Jahr 2009 zusammen. Der Verkauf des Multi/Corio-Potfolios für allein rund 1,166 Mrd. Euro hat daran natürlich den Löwenanteil. Aber auch innerstädtische Geschäftshäuser waren gefragt. Sie erzielten ein Volumen von 560 Mio. Euro und damit fast eine Verdreifachung gegenüber Q1 2009. Der Einzelhandelsanteil am Transaktionsvolumen beläuft sich damit auf 60 %, gefolgt von  Büroimmobilien mit ca. 29 % (1,4 Mrd. Euro).“
 
Lemli weiter: „Der Anteil ausländischer Investoren nimmt zu: War der Investmentmarkt in Deutschland im letzten Jahr zunehmend durch deutsche Investoren geprägt (fast 90% des investierten Kapitals), so hat sich auch hier eine Trendumkehr ergeben. Ausländische Investoren haben im ersten Quartal für rund 2 Mrd. Euro Immobilien gekauft (Anteil von 40 %) und sich damit auf der deutschen Investmentbühne zurückgemeldet, fokussiert dabei vorwiegend auf Portfoliotransaktionen (90% des Portfoliovolumens wurde von ausländischen Investoren getätigt). Das Volumen von Portfoliotransaktionen hat im 12-Monatsvergleich signifikant auf 1,62 Mrd. Euro zugenommen. Damit im Zusammenhang steht die Zunahme des Interesses an größeren Volumina. So konnten in den ersten drei Monaten bereits sieben Transaktionen jenseits der 100 Mio. Euro-Grenze registriert werden.“

Helge Scheunemann, Chef Researcher Jones Lang LaSalle Deutschland, ergänzt: „Rund 45 % des investierten Kapitals floss in eine der sieben Hochburgen, die in der Summe auf ein Transaktionsvolumen von 2,28 Mrd. kamen (nur Einzeltransaktionen und lokale Portfolios). Absolut gesehen konnte in Berlin mit 590 Mio. Euro das höchste Volumen erzielt werden. Relativ gesehen hat aber Köln mit Abstand die Nase vorn. Mit den aktuell investierten 490 Mio. Euro konnte in der Domstadt bereits in den ersten drei Monaten das Jahresergebnis aus 2009 fast erreicht werden.“

„Der Fokus der Investoren richtet sich zwar weiterhin auf Core-Investments, allerdings weicht dieser noch vor einigen Monaten als nicht verhandelbar geltende Investitionsgrundsatz langsam auf. Investoren richten ihr Augenmerk nun vermehrt auch auf Objekte mit kürzeren Mietvertragsrestlaufzeiten oder mit Leerstandsanteil, sofern Objekt- und Lagequalität stimmen. Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass einerseits ein gewisser Investitionsdruck vorhanden ist, andererseits aber ein adäquates Angebot an sog. Core-Produkten fehlt. Dieser Nachfragedruck hat dafür gesorgt, dass die Spitzenrenditen zum Ende des Quartals in allen Assetklassen nachgegeben haben. Vor allem im Bürosektor bleibt damit die gegenläufige Entwicklung von Vermietungs- und Investmentmärkten bestehen. Während auf der Nutzerseite noch keine Trendwende erreicht wurde und die Mieten derzeit noch keinen Wendepunkt erkennen lassen, gaben die Büro-Spitzenrenditen über alle sieben Hochburgen im Schnitt um knapp 20 Basispunkte nach“, so Lemli.