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Pressemitteilung

Hamburg

Stimmung hellt sich auf - Hamburger Bürovermietungsmarkt im 1. Quartal 2010


 
 
Hamburg, 07. April 2010 - Es bleibt dabei: angemietet wird nach wie vor zu wenig auf dem Hamburger Bürovermietungsmarkt, nachgefragt aber deutlich mehr. „Die gefühlte Stimmung ist besser, mehr Bewegung ist im Markt als noch Ende des vergangenen Jahres“, so Karen Rautenstrauch, Leiterin der Hamburger Vermietungsabteilung von Jones Lang LaSalle. Die Flächenanfragen im Segment zwischen 300 m² und 2.000 m² haben deutlich zugelegt. Das macht Hoffnung. Insgesamt wurden im 1. Quartal 2010 rund 90.000 m² vermietet. Damit ist das Vorjahresniveau um knapp 5 % übertroffen, liegt allerdings nach wie vor 22 % unter dem 5-Jahresdurchschnitt. Auf vier Branchen entfallen mehr als 50 % des Umsatzvolumens. Dabei führen die unternehmensbezogenen Dienstleister mit einem Anteil von 25 % die Statistik an, gefolgt von der öffentlichen Verwaltung (13 %), der Industrie (10 %) und sonstigen Dienstleistern (8 %). Mit 6.500 m² größter Deal war die Interimsanmietung durch eine Rechtsanwaltskanzlei. Klarer Favorit der Nutzer war die Innenstadt. Dort wurden insgesamt rund 35.000 m² angemietet. „Eigentlich hatten wir erwartet, dass die Wirtschaftskrise die Nutzer wesentlich stärker zu Qualitäts- und Kosteneinsparungen führen wird. Tatsächlich war ein deutlicher Zulauf zu Standorten mit günstigsten Mieten nicht zu beobachten. Flächenoptimierung ist zwar ein Thema, wird aber durch Anmietung weniger Fläche zu gleichen Kosten erzielt“, so Andreas Wende, Hamburger Niederlassungsleiter von Jones Lang LaSalle. Was sich als zunehmender Trend zeigt: Untervermietungen auch in Neubauten.

Die Fertigstellungspipeline allein im 1. Quartal ist mit  90.000 m² prall gefüllt (darunter die neue Firmenzentrale des Germanischen Lloyd in der Hafen City und das International Coffee Plaza). Da dieses Volumen deutlich mehr Flächen birgt als der Durchschnittswert der vergangenen fünf Jahren und bis Ende des Jahres noch weitere ca. 213.000 m² auf den Markt kommen, werden auch  Untervermietungen 2010 ein Thema bleiben. Gerade in schwierigen Zeiten bieten sie Nutzern die Möglichkeit, Flächen, die sie nicht benötigen, für die aber Mietverträge bestehen, abzugeben.

Vor diesem Hintergrund des zunehmenden noch nicht vermieteten Flächenangebots und einer weiter leicht steigenden Leerstandsquote (von 8,6 % Ende März 2010 auf über 10 % in den kommenden neun Monaten) geraten die Mieten in Teilbereichen unter Druck. Die meisten Mietvertragsabschlüsse  bewegten sich im Preissegment zwischen 10 und 15 Euro/m²/Monat. Im Laufe des Jahres muss bei der Spitzenmiete (Ende März bei 23 Euro/m²/Monat) mit einem um bis zu 4 % rückläufigen Wert  gerechnet werden.