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Pressemitteilung

Frankfurt

Büro-Nebenkosten mit neuem Höchstwert - OSCAR 2016


​Pressemitteilung inklusive Charts [PDF]

 

FRANKFURT, 27. September 2016 - Die durchschnittlichen Nebenkosten in Deutschlands Büros sind sowohl für klimatisierte als auch für nicht klimatisierte Gebäude im Vergleich zum Vorjahr erneut angestiegen - um 3 bzw. 5 Cent. Unter anderem zu diesem Ergebnis kommt der jüngste OSCAR* von JLL.
 
Mit 3,99 Euro /m²/Monat (klimatisierte Gebäude) und 3,39 Euro/m²/Monat (unklimatisierte Gebäude) wurden die höchsten jemals registrierten Durchschnittswerte erreicht. Klimatisierte Gebäude legten um rund 1 % (Vorjahr 2%) bzw. +6 % im Fünfjahresvergleich (Vorjahr 7%) zu. Bei unklimatisierten Gebäuden wurde mit rund 2 % gegenüber dem Vorjahr etwa die gleiche Steigerung wie 2015 registriert. Leicht erhöht gegenüber dem Vorjahr zeigte sich der Fünfjahresvergleich mit rund 4 %. 
 
Vor allem die Kosten für Wartung und öffentliche Abgaben schlagen im OSCAR nach wie vor mit Höchstwerten zu Buch. Leicht rückläufig zeigten sich die Heizkosten, sowohl im Vergleich zum Vorjahr als auch zum Fünfjahresschnitt. „Die Heizkosten werden von zwei gegenläufigen Entwicklungen geprägt“, so Dr. Alexander Prokot, bei JLL Head of Management Services Germany. „Einerseits optimieren Maßnahmen unter Nachhaltigkeitsaspekten wie fortlaufende energetische Sanierungen im Bestand und anhaltende Neubautätigkeit mit einem hohen energetischen Grundstandard die Heizkosten. Andererseits bedingen die steigenden Zuschläge auf gesunkene Einkaufspreise, zum Beispiel durch EEG-Umlagen, wiederum deren langfristigen Anstieg. Heizen wird sich in den kommenden Jahren verteuern.“
 
11 % bis 12 % der gesamten Nebenkosten gehen auf Stromkosten zurück. Sie sind in den letzten fünf Jahren sowohl bei klimatisierten als auch bei unklimatisierten Gebäuden insgesamt um je 20 % gestiegen. „Zurückzuführen ist dies auf die Inbetriebnahme neuer Anlagen für Erneuerbare Energien und den damit verbundenen Anstieg der EEG-Umlage. Die gesunkenen Nettostrompreise werden demnach von Zuschlägen für Steuern und Umlagen kompensiert. Ein Anhalten dieses Trends ist auch in den nächsten Jahren sehr wahrscheinlich“, so Ulrike Janssen, bei JLL Head of Property Management Germany

 
Nebenkosten auch bei Gebäuden hoher Qualität erneut gestiegen
 
Kostenunterschiede sind bezogen auf die unterschiedliche Gebäudequalität und –größe zu verzeichnen. Hier liegen die Gründe unter anderem in der abweichenden technischen Ausstattung und den höheren Servicelevels im Dienstleistungsbereich. Bei Gebäuden hoher Qualität überschritten die Nebenkosten zum vierten Mal in Folge die 4 Euro-Marke (4,20 Euro/m²/Monat nach 4,17 Euro im Vorjahr). Auch mit zunehmender Größe der Gebäude steigen die Gesamtnebenkosten. Vor allem bei den Positionen Wartung und Strom sind aufgrund der Klimatisierung der Hochhäuser deutliche Unterschiede zu beobachten.

 
Frankfurt nach wie vor mit den höchsten Nebenkosten – Unter Big 5 nur in München kein Rückgang
 
Wie im Vorjahr fallen die höchsten Nebenkosten – gemittelt über klimatisierte und unklimatisierte Gebäude hinweg – mit 3,91 Euro/m²/Monat (OSCAR 2015: 3,92 Euro/m²/Monat) in Frankfurt an, München bleibt bei 3,89 Euro/m²/Monat und damit knapp dahinter. Um jeweils einen Cent nachgelassen haben die Kosten auch in Berlin (3,77 Euro / m² / Monat) und in Hamburg (3,71 Euro/m²/Monat). Die niedrigsten Nebenkosten innerhalb der Big 5 werden in Düsseldorf gezahlt (3,64 Euro/m²/Monat nach 3,70 Euro im Vorjahr). „Die größten Einzelpositionen bei den Nebenkosten sind auch in den Big 5 die Kosten für Wartung, öffentliche Abgaben und Heizung. Ihre Anteile an den Gesamtnebenkosten bewegen sich je zwischen 12 % und knapp 17 %“, so Ulrike Janssen.
 
Auch bei den Gesamt-Bürokosten** bleibt die Mainmetropole nach wie vor vorn, auch wenn sie aufgrund der niedrigeren Durchschnittsmiete gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind (22,67 Euro / m² / Monat gegenüber 23,50 Euro / m² / Monat im OSCAR 2015). Den Abstand verkürzt haben die anderen vier Städte. In München sind die Gesamtkosten aufgrund der höheren gewichteten Durchschnittsmiete auf über 20 Euro gestiegen. 

 

* Die erhobenen Daten im „Office Service Charge Analysis Report“ (OSCAR) 2016 beziehen sich auf den Abrechnungszeitraum des Kalenderjahres 2015. Die Untersuchung wird seit 1996 durchgeführt.

** Die Nebenkosten wurden im OSCAR über klimatisierte und unklimatisierte Gebäude gemittelt, der Mietanteil wird durch die
gewichtete Durchschnittsmiete der jeweiligen Stadt Ende Dezember 2015 wiedergegeben.