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Pressemitteilung

Düsseldorf

Besser gestartet als erwartet - Düsseldorfer Bürovermietungsmarkt im 1. Quartal 2010


 
 
Düsseldorf, 07. April 2010 – Besser als erwartet ist der Büromarkt der niederrheinischen Immobilienhochburg (Stadtgebiet, Erkrath, Hilden, Ratingen und Neuss) ins Jahr 2010 gestartet. Betrug das Umsatzvolumen noch kurz vor Quartalsende ca. 75.000 m², entsprechend bereits einer Umsatzsteigerung von 11 %, schnellte es durch den Mietvertragsabschluss von Vodafone über allein  rund 90.000 m² auf 165.000 m² in die Höhe (bis auf rund 10.000 m² komplett im Stadtgebiet).
Marcel Abel, Leiter des Düsseldorfer Büros von Jones Lang LaSalle, gibt sich allerdings lediglich verhalten optimistisch: „Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer“, warnt der Immobilienprofi. Und weiter: „Auch wenn damit der höchste Umsatz eines ersten Quartals in den letzten 10 Jahren notiert werden kann, die großen Deals, die wir in den ersten drei Monaten 2010 gesehen haben, waren allesamt Überhang-Mandate aus 2009. Ein reales Neugeschäft sehe ich derzeit noch nicht und deshalb ist Euphorie auch noch nicht angesagt. Da müssen wir die Entwicklungen der nächsten Quartale abwarten. Die Umsatzsteigerung gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um mehr als das Doppelte könnte sich durchaus als Strohfeuer entpuppen.“ Deshalb gilt: Wie deutlich sich das Umsatzergebnis in 2010 über dem Volumen des Vorjahres bewegen wird, hängt letztlich davon ab, ob und wie stark die Entscheidungsfreude „neuer“ Nutzer unter möglicherweise sich verbessernden Rahmenbedingungen zunimmt.
Mit mehr als 50 % aller Deals waren fünf von 15 Branchen die aktivsten Nutzer. Das dabei von den unternehmensbezogenen Dienstleistern, dem Handel, Unternehmen aus dem Bereich Ausbildung/Gesundheit/Soziales, Industrie sowie sonstigen Dienstleistungen angemietete Flächenvolumen machte allerdings nur rund 26.000 m² aus.

Der Leerstand auf dem gesamten Düsseldorfer Büroimmobilienmarkt im 1. Quartal 2010 blieb trotz des Rekord-Umsatzvolumens stabil bei 12,4 %, im Stadtgebiet bewegte er sich bei 10,7 %. Diese auf den ersten Blick überraschend anmutende Entwicklung hängt damit zusammen, dass Abschlüsse in Projekten, mit Fertigstellung und Bezug der Flächen zu einem späteren Zeitpunkt, wie etwa beim Vodafone-Deal keine Auswirkung auf die aktuelle Leerstandstatistik haben. Bis zum Jahresende 2010 allerdings ist ein Anstieg der Quote auf über 14 % wahrscheinlich, obwohl das Volumen der spekulativen Fertigstellungen mit ca. 48.000 m²  bis zum Jahresende relativ moderat bleibt. Neben diesem Angebot stehen auch Umzüge in Neubauflächen an, für die bereits in der Vergangenheit Vertragsabschlüsse getätigt worden waren, wie etwa die 60.000 m² durch das LKA Ende 2007. Bei solchen Größenordnungen „belasten“ die dabei frei werdenden „alten“ Flächen die Leerstandsstatistik in zunächst beträchtlicher Weise.
 
Die Spitzenmiete bewegte sich Ende März stabil bei 22 Euro/m²/Monat. Die meisten Mietverträge wurden zwischen 10,00 und 15,00 Euro/m²/Monat abgeschlossen. Auch während des Gesamtjahres 2010 werden keine nennenswerten Ausschläge zu notieren sein. „Die derzeitige Spitzenmiete, aber auch die gesamten Mietpreisspannen in den einzelnen Teilmärkten reflektiert das Verhältnis von Angebot und Nachfrage auf dem Büroimmobilienmarkt Düsseldorfs absolut adäquat“, so Abel.