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Pressemitteilung

Frankfurt

Der Einfluss der Bürobeschäftigung auf die Büromärkte - Eine Untersuchung von Jones Lang LaSalle und dem Institut der deutschen Wirtschaft


 
 
Frankfurt, 21. April 2010 – Welchen Einfluss haben die Bürobeschäftigung und deren Entwicklung auf die Büromärkte? Dieser Frage sind Jones Lang LaSalle und das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln in einer Untersuchung der fünf Immobilenhochburgen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München nachgegangen. Die Ergebnisse auf einen Blick:
  • Grundsätzlich gilt: Die Veränderung der Bürobeschäftigung kann über 60 % der Veränderung von Spitzenmieten, Durchschnittsmieten und Leerständen erklären.
     
  • Die Veränderung der Bürobeschäftigung wirkt auf die Büromieten erst mit einer zeitlichen Verzögerung von etwa einem Jahr.
     
  • Beschäftigungsimpulse stimulieren auch die Bautätigkeit. Oft wird allerdings mehr gebaut als benötigt mit der Folge, dass das erhöhte Angebot Druck auf die Mieten ausübt und gegebenenfalls positive Beschäftigungseffekte überlagert.
  • Unternehmen passen ihre Bürofläche überwiegend erst zeitversetzt veränderten Beschäftigungszahlen an – deshalb erhöht sich in rezessiven Phasen zunächst das Verhältnis Bürofläche/Mitarbeiter und letztlich sind damit auch die Effekte auf den Leerstand erst zeitversetzt spürbar.

Welche Schlussfolgerungen für die Entwicklung der Büromieten lassen sich aus der Untersuchung ableiten?
 
Im Vergleich zum Jahresende 2008 dürften die Spitzenmieten bis Ende des laufenden Jahres um rund 5 % zurückgehen, die Durchschnittsmieten sollten konstant bleiben. „Dabei hätte es nach dem Modell 2009 aufgrund der Beschäftigungsentwicklung sogar noch Mietsteigerungen geben können. Diese Entwicklung hat der Markt jedoch anscheinend schon vorweg genommen. 2010 ist insofern eher mit einer Stagnation als mit schärferen Korrekturen zu rechnen“, so Helge Scheunemann, Leiter Research Jones Lang LaSalle Deutschland. Und weiter: „Sollten wie bislang deutliche Beschäftigungsrückgänge in den Metropolen ausbleiben, dürfte es auch 2011 nur geringe Korrekturen geben. Dies gilt sowohl für die Spitzenmieten als auch für die den Gesamtmarkt charakterisierenden Durchschnittsmieten.“