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Pressemitteilung

Frankfurt

Gewerbliche Portfoliotransaktionen in Deutschland weiter auf hohem Niveau


Pressemitteilung inklusive Chart [PDF]​

 

FRANKFURT, 18. Januar 2017 – 2016 wechselten in Deutschland Gewerbeimmobilien-Portfolios für insgesamt 18,48 Mrd. Euro den Besitzer. Das sind 35 % des deutschen gewerblichen Transaktionsvolumens insgesamt. Es ist das drittbeste Resultat der letzten 10 Jahre: nach 2007, als eine hohe Nachfrage von ausländischen Käufern und mehrere Milliardentransaktionen das Ergebnis auf ein Allzeithoch von rund 34 Mrd. Euro gepusht hatten, und nach 2015 (19,25 Mrd. Euro). Das Volumen lag 2016 deutlich höher als der 5-Jahresschnitt 2011-2015: hier war ein Plus von 83% zu verzeichnen. Die prozentuale Entwicklung im Vergleich zum Vorjahr (-4 %) entspricht der im gewerblichen Immobilieninvestmentmarkt insgesamt.      
     
„Eindrucksvoll war der Anstieg im letzten Quartal. Im Vergleich zu den ersten drei Monaten floss zwischen Oktober und Ende Dezember mit knapp 9 Mrd. Euro fünfmal so viel Kapital in Portfolios. Ein derart starkes Quartal gab es zuletzt im Ausnahmejahr 2007. Dreiviertel des Volumens wurden im zweiten Halbjahr 2016 generiert, in beiden Quartalen mit mehr Volumen als im Jahr davor“, so Peter Birchinger, Team Leader Portfolio Investment JLL Germany.
 
Der Verkauf des 97 Büroobjekte umfassenden Office First Portfolios mit einem Wert von rund 3,3 Mrd. Euro an Blackstone stellte 2016 die mit Abstand größte Transaktion dar. Für knapp 1 Mrd. Euro wechselte ein großes deutschlandweites Portfolio mit 68 Pflege- und Seniorenheimen den Besitzer. Neuer Eigentümer ist die französische Vermögensverwaltungsgesellschaft Primonial REIM.                                                                                            

Insgesamt machten die Top 5-Transaktionen in 2016 mit 6,53 Mrd. Euro ca. ein Drittel des Gesamtvolumens aus, und damit etwa den gleichen Anteil wie im Vorjahr. 47 Portfoliotransaktionen in der Größenordnung über 100 Mio. Euro summierten sich auf 14,87 Mrd. Euro.  
 
Im Zuge des Office First Portfolio Ankaufs konnten Private Equity / Hedge Fonds auf Käuferseite ihren Anteil  auf 23 % fast verdoppeln; ca. 4,32 Mrd. Euro haben sie 2016 investiert. Mehr Kapital kam nur von Asset/Fonds Managern, die mit knapp 6,5 Mrd. Euro deutlich mehr als 2015 ausgaben. „Ausländische Investoren waren auch in 2016 unter den Portfolio-Käufern überproportional aktiv, typisch für den Portfolioinvestmentmarkt“, so Birchinger. Mit 63 % lag ihr Anteil auf dem Niveau des Vorjahres und im 5-Jahresschnitt, deutlich höher als bei Einzeltransaktionen (40%).
 
„Für attraktive Pakete wurden am Markt aufgrund der hohen Nachfrage in Verbindung mit knappem Angebot auch Portfolioaufschläge bezahlt. Um diese Aufschläge erzielen zu können, ist eine marktfähige Strukturierung der Portfolios bei der Vorbereitung des Verkaufsprozesses entscheidend“, so der Investmentexperte. 
Am beliebtesten bleibt bei gewerblichen Portfolios die Risikoklasse Core plus, die sowohl 2016 wie auch im Schnitt der Jahre 2011 – 2015 einen Anteil von knapp unter 50 % für sich verbucht.
Ausgeglichener als im Vorjahr, als die Assetklasse Einzelhandel das Investmentgeschehen im Portfoliosegment mit knapp der Hälfte des Transaktionsvolumens dominierte, zeigte sich 2016 die Verteilung des Transaktionsvolumens auf die einzelnen Nutzungsarten: 5,97 Mrd. Euro (32 %) entfielen 2016 auf Büroimmobilien. Neben Retail mit 27% registrierten auch Hotels und Logistikobjekte zweistellige Prozentanteile. Mit 14 % leicht darüber lagen - durch den Verkauf an Primonial - Senioren- und Pflegeimmobilien-Portfolios.
 
„Vieles spricht für eine Fortsetzung des regen Marktgeschehens bei Portfoliotransaktionen. Auch für 2017 erwarten wir zahlreiche Großdeals über 100 Mio. Euro. Das derzeitige Preisniveau wird dazu führen, dass viele Eigentümer ihre Verkaufsüberlegungen in die Tat umsetzen“, so Peter Birchinger. „Im Ergebnis könnte ein Portfoliotransaktionsvolumen von 16 - 18 Mrd. Euro zu Buche schlagen, Kontinuität also auf hohem Niveau.“