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Pressemitteilung

Frankfurt

Hohe Nachfrage drückt Rendite bei Shopping Centern auf Rekordstand

Investoren reagieren auf Produktmangel mit höheren Kaufangeboten


​FRANKFURT, 30. Januar 2017 – Die enorme Nachfrage der Investoren nach Shopping Centern hat die Rendite im abgelaufenen Jahr auf einen neuen Rekordstand gedrückt. Mit 4,0 % liegt der Ertrag sogar noch unter dem bisherigen Allzeittief aus dem Jahr 2007. Vor allem in der zweiten Bieterrunde haben die Akteure ihre Angebote in den vergangenen zwölf Monaten zum Teil deutlich erhöht, um den Zuschlag zu bekommen. Das drückte die Rendite auf Jahresfrist genauso wie im Jahr davor um 25 Basispunkte. Der Trend wird sich fortsetzen: Bis Ende 2017 rechnet JLL mit einer Rendite von 3,90 %. Ein Grund dafür ist, dass das weiterhin niedrige Zinsumfeld die Nachfrage weiterhin antreibt.

Insgesamt wurden 2016 Shopping Center mit einem Transaktionsvolumen von 3,6 Mrd. Euro gehandelt, was fast genau dem 5-Jahres-Schnitt von 3,65 Mrd. Euro entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das einen Rückgang von 35 %, was vor allem an der Größe der Abschlüsse lag. Generell waren die Transaktionen kleiner, das durchschnittliche Volumen ging von 73 Mio. Euro auf 61 Mio. Euro zurück. Konstant blieb indes der Anteil der Portfoliotransaktionen mit 30 %.

Sabine Keulertz, Team Leader Shopping Center Investment Germany: „Aktuell laufen einige Transaktionen, die bereits 2016 begonnen und bis zum Sommer abgeschlossen werden. Allerdings wird sich der Rückgang auf der Angebotsseite 2017 spürbar auswirken. Die Nachfrage übersteigt die Verfügbarkeit bereits jetzt deutlich.”

Deutsche Investoren dominieren wieder den Markt

Einen Führungswechsel hat es derweil bei der Käufernationalität gegeben. Lagen internationale Akteure 2015 noch mit 57 % des Umsatzes deutlich vorn, sind es im abgelaufenen Jahr die nationalen Investoren gewesen, die mit 56 % das Gros des Umsatzes erzielten. Bei Portfolien hielten sich die Investitionsvolumina hingegen die Waage. Rund zwei Drittel des ausländischen Anlagevolumens entfiel auf Akteure aus den USA, Großbritannien und der Schweiz.

Asset/Fonds Manager bauen Ihre Bestände weiter auf

Die traditionell aktivsten Käufer waren die Asset/Fonds Manager mit 55 % Marktanteil gefolgt von den offenen Publikumsfonds mit 11 %. Beide legten deutlich zu, da sie im Vorjahr 36 % bzw. 5 % Anteil verbucht hatten. Auf der Verkäuferseite haben die Asset/Fonds Manager ihren Anteil von 33 % auf 42 % nochmals deutlich ausgebaut. Mit Blick auf die Bestände haben die Asset/Fonds Manager ihr Volumen um rund 500 Mio. Euro erhöht. Derweil bauten die Entwickler ihren Bestand um mehr als 400 Mio. Euro ab, private Investoren immerhin um rund 300 Mio. Euro.