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Pressemitteilung

Frankfurt

Rückgang bei Lagerflächenumsätzen in Deutschland im 1. Quartal 2010

Umsatzplus bei Vermietungen macht starken Rückgang bei Eigennutzungen nicht wett


 
 
Frankfurt, 27. April 2010 – Im ersten Quartal 2010 belief sich der Gesamtumsatz (Vermietungen und Eigennutzer) auf dem deutschen Lagerflächenmarkt auf rund 800.000 m², entsprechend einem Minus von 23 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Dieses Ergebnis ist auf deutlich rückläufige Eigennutzeraktivitäten vor allem in den Gebieten außerhalb der Big-5-Ballungsräume zurückzuführen. Der Vergleich mit dem 5-Jahresschnitt der jeweils ersten Quartale ergibt demgegenüber ein stabiles Umsatzniveau.

Auf die Ballungsräume Berlin, Düsseldorf, Frankfurt inklusive Wiesbaden/Mainz, Hamburg und München entfiel in den ersten drei Monaten 2010 ein Umsatzvolumen von knapp 380.000 m². Einzeldeals über 5.000 m² machten 60 % des Umsatzvolumens aus. Gegenüber dem Vorjahresquartal, das allerdings sehr schwach war, ist damit ein Plus von 47 % zu notieren. Vermietungen machten mit ca. 338.000 m² den bei weitem größten Teil aus.
Alle Big 5-Ballungsräume legten deutlich zweistellig zu, mit Ausnahme der Region Frankfurt (inklusive Wiesbaden/Mainz). Hier lag das Plus bei etwa 8 %. Umsatzstärkste Region war Hamburg mit rund 115.000 m². Zu diesem Top-Umsatzergebnis in Hamburg haben neben der allgemeinen Marktbelebung, die sich in der deutlich höheren Anzahl an Deals widerspiegelte auch drei großflächige Deals von 10.000 m², 12.500 m² und 16.000 m² beigetragen.
 
Die bei weitem umsatzstärksten Branchen in den untersuchten Ballungsräumen waren der Handel - er zeichnete für mehr als ein Drittel des Volumens verantwortlich – und Unternehmen aus dem Bereich Transport, Verkehr, Lagerhaltung (31%). Auf Industrieunternehmen entfiel ein Anteil von 21%. Aus diesem Bereich kam der mit ca. 25.500 m² größte Abschluss in der Region Berlin.
 
Die Spitzenmieten für Lagerflächen in der Größenordnung ab 5.000 m² blieben im ersten Quartal in den Big 5 Ballungsräumen stabil. Die höchsten Werte wurden mit 5,80 Euro/m²/Monat und 6,30 Euro/m²/Monat in den Regionen Frankfurt und München erzielt.
 
So deutlich der Zuwachs in den genannten Ballungsräumen war, so hoch fielen die Einbußen im ersten Quartal 2010 außerhalb der Big 5-Ballungsräume aus. Mit dem gleichen prozentualen Ergebnis, allerdings mit umgekehrtem Vorzeichen (- 47 % im Jahresvergleich) bewegte sich der Gesamtumsatz nur noch bei knapp 420.000 m². Dieser deutliche Rückgang ist dem Einbruch (um gut Dreiviertel) von Eigennutzerdeals geschuldet, während die Vermietungen um etwa ein Drittel zulegten.

Umsatzdominant war in diesen untersuchten Räumen die Branche Transport/Verkehr/Lagerhaltung. Sie generierten 64% des Lagerflächenumsatzes. Mit deutlichem Abstand folgten Industrie (19%) und Handel (17%).

„Während die verbesserte Konjunkturlage für spürbare Bewegung auf den Vermietungsmärkten sorgt, haben die Eigennutzer ihr Engagement erst einmal zurückgefahren“, so Rainer Koepke, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Deutschland. Und weiter: „Insbesondere im Bereich Handel/Discount hatten sich die Eigennutzer im Vorjahr mit Flächen eingedeckt. Deren Aktivitäten werden sich normalisieren, ihre Bedeutung für den Markt behalten sie freilich. Das ist in Zeiten, in denen Entwickler immer noch Probleme mit der Finanzierung von Projekten haben, auch durchaus notwendig. Und in der Tat: für die nächsten Quartale sind noch einige großvolumige Projektentwicklungen in der Pipeline. Der Trend zum "Outsourcing" der Immobilie verlangsamt sich dadurch erst einmal wieder. Eine für das Gesamtjahr erwartete weitere leichte Dynamisierung auf Anmieterseite dürfte dafür sorgen, dass insgesamt die 3 Mio. m² -Umsatzmarke übertroffen wird.“