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Pressemitteilung

München

Höchstes Umsatzvolumen seit 2001 auf dem Münchener Bürovermietungsmarkt


Pressemitteilung inklusive Chart [PDF]

 

MÜNCHEN, 6. April 2017 – Sehr anmietungsfreudig zeigten sich Büronutzer auf dem Münchener Bürovermietungsmarkt in den ersten drei Monaten 2017. Das Umsatzvolumen von 260.000 m², das höchste seit 2001, bedeutet ein Plus von knapp 40 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Noch deutlicher, um über 50 %, wurden 5- und 10-Jahresschnitt der jeweils ersten Quartale getoppt. „Wir gehen davon aus, dass uns die Dynamik der ersten drei Monaten auch im weiteren Jahresverlauf erhalten bleibt. Vor diesem Hintergrund haben wir unsere Jahresprognose auf einen Umsatz von rund 800.000 m² angehoben“, so Petra Bolthausen, bei JLL Team Leader Office Leasing München. Die Anzahl der Deals blieb im ersten Quartal 2017 mit insgesamt 233 auf dem Niveau des Vorjahres. „Das heißt im Umkehrschluss, dass die Nutzer - zumindest rein statistisch - größere Flächen angemietet haben“, so Bolthausen.

„Nutzerseitig beobachten wir derzeit zwei gegenläufige Trends: Einerseits sind Unternehmen, die früher das Umland oder dezentrale Lagen nicht in Betracht gezogen haben, nun aufgrund der Preisentwicklung und Flächenknappheit in der City zu solchen Abwägungen gezwungen. Andererseits haben viele Unternehmen durch den Wettbewerb um Talente und hinsichtlich der Positionierung ihrer Marke den Wunsch, in guten Lagen zu mieten. Die Priorität hinsichtlich der guten Adresse überwiegt dann die hohen Kosten“, so Bolthausen. Und weiter: „Der relevante Hebel, die Kosten dennoch in den Griff zu bekommen, ist die Flächeneffizienz in Verbindung mit neuen Arbeitsplatzkonzepten, die einen Aufbruch des ‚klassischen‘ Großraumbüros ermöglichen.“
 
Mit 37 % (96.000 m²) hat das Umland in den ersten drei Monaten 2017 den höchsten Anteil am Umsatzvolumen seit 2009 erreicht, ein um ca. 10 % - Punkte höherer Wert als im langjährigen Durchschnitt. Von den insgesamt 11 Deals über 5.000 m² entfallen fünf auf das Umland. Entsprechend platzierten sich die Teilmärkte Umland Ost und Umland Nord mit 20 % (52.000 m²) bzw. 13 % (34.000 m²) auf Platz 2 und 3 in der Umsatzstatistik. Im Vorjahreszeitraum lagen die Umsätze hier noch im mittleren vierstelligen Bereich. Auch die Anzahl der Deals legte in diesen Teilmärkten deutlich zu. Gleichzeitig blieb die Innenstadt (knapp 23 %) umsatzstärkster Teilmarkt. Das Umsatzvolumen legte auch hier um knapp 50 % zu - bei gleichbleibender Dealanzahl. Die größten sechs Deals der ersten drei Monate gehen auf das Konto dieser drei genannten Teilmärkte, wobei das Umland Ost gleich dreimal vertreten ist, vor allem mit der größten Anmietung des Quartals (15.000 m² durch Infineon). Insgesamt vereinen die zehn größten Deals des ersten Quartals mit 37 % des Umsatzvolumens einen leicht höheren Anteil als im ersten Quartal 2016. „Die Möglichkeit zur Flächenexpansion – auch am oder in der Nähe des bestehenden Standortes - bietet aktuell vor allem das Umland“, so Bolthausen.
 
Die Leerstandsquote hat mit 4,2 % um weitere 0,3 %-Punkte gegenüber dem Jahresende 2016 nachgegeben, der Rückgang im Ein-Jahresvergleich beträgt 1,5 %-Punkte. Mit einer Leerstandquote von mittlerweile nur noch 1,2 % ist der Teilmarkt „Innenstadt“ im Prinzip vollvermietet. Die höchste Leerstandsquote weist das Umland Nord auf mit 10,4 %. Bis zum Jahresende wird durch das erwartet hohe Umsatzvolumen und trotz der Fertigstellungsvolumina ein weiterer Rückgang der Leerstandsquote auf 4,0 % erwartet. „Wir stehen aktuell noch vor den Auswirkungen geringer Verfügbarkeit von Neubauprodukten. Über einen längeren Zeitraum hinweg waren Fertigstellungen recht gering gewesen. Entwickler und Banken hatten oft das Risiko gescheut, spekulativ zu bauen“, so Petra Bolthausen. Seit Ende 2015 legen Fertigstellungen zu, für 2017 werden 230.000 m² erwartet, über 300.000 m² werden es 2018 und 2019 sein. „Vermehrt werden Projektentwicklungen, die erst in einigen Jahren fertiggestellt werden, angemietet. Sie sind zwar erst in einigen Jahren verfügbar, bieten aber nutzerentsprechend flexiblere und modernere Möglichkeiten hinsichtlich der Flächenqualität, beispielsweise in punkto IT-Ausstattung. Die damit auch verbundene Notwendigkeit zum langfristigen Vertragsabschluss ist für Nutzer oft kein Hindernis mehr und auch seitens der Eigentümer wird - vor allem im Stadtgebiet - die Vorvermietungsquote gelockert, so dass hier vermehrt spekulativ gebaut wird“, so Bolthausen.
 
Unverändert blieb die Spitzenmiete in München im ersten Quartal bei 35,50 Euro / m² / Monat, Tendenz bis zum Jahresende steigend.