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Pressemitteilung

Frankfurt

Frankfurter Gewerbeimmobilien-Investmentmarkt: Start recht gelungen, aber nicht explosiv


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FRANKFURT, 07. April 2017 – Im Vergleich mit den letzten Jahren erweist sich das Investmentgeschehen auf dem Frankfurter Gewerbeimmobilienmarkt im ersten Quartal 2017 als durchaus erfreulich. 900 Mio. Euro zwischen Januar und Ende März 2017 sind in der hessischen Bankenmetropole ein für diesen Zeitraum  überdurchschnittliches Ergebnis: Plus 88 % gegenüber dem Vorjahr, plus 16% gegenüber dem 5-Jahreschnitt. Gemessen an den Transaktionsvolumina in München und Berlin fällt das Resultat allerdings eher bescheiden aus. Immerhin flossen in die Immobilienhochburgen an Isar und Spree jeweils rund 1,5 Mrd. Euro. „ Frankfurts Investmentmarkt startet bemerkenswerterweise in der Regel nicht besonders explosiv, aber am Ende steht er  immer auf dem Treppchen. 2016 mit Rekordvolumen auf Platz 1, obwohl es anfangs gar nicht danach aussah“, so Christian Lanfer, Team Leader Office Investment Frankfurt. Und weiter: „Ich bin da ganz entspannt. Am Ende eines Vierteljahres haben wir es mit einer Momentaufnahme zu tun. Es gibt genügend Akteure, deutsche und ausländische, die nach Frankfurt wollen. Kapital ist mehr als genügend da, auch für herausragende Investments im dreistelligen Millionenbereich. Die werden noch kommen. Denn die Stimmung ist nach wie vor gut unter den Anlegern und nicht zuletzt tun die niedrigen Zinsen ihr Übriges zur Dynamisierung der Investmentmotivation. Um der Genüge zu tun braucht es allerdings auch Verkaufswillige zur Deckelung der Nachfrage. Und das bleibt abzuwarten. Trotz der guten Marktlage für Verkäufer. Fazit also: Wenn alles gut läuft, werden wir auf dem Frankfurter Investmentmarkt ein weiteres sehr gutes Immobilienjahr sehen. Die 7 Mrd. Euro sind durchaus möglich.“

Während dreistellige Millioneninvestitionen im ersten Quartal noch ausgeblieben sind, hat sich die Anzahl der Transaktionen insgesamt deutlich erhöht, vor allem im Bereich 50 bis 100 Mio. Euro. Deren Anteil ist mit 51% am Gesamtvolumen so hoch wie in keiner anderen Big 7-Stadt. Allerdings: das Volumen der Top 5-Transaktionen, allesamt Büroimmobilien, machte gerade mal 39 % des Volumens aus, entsprechend dem niedrigsten Anteil unter den sieben Immobilienhochburgen.
Core Plus Transaktionen haben mit mehr als zwei Drittel im ersten Quartal deutlich ihren 5-Jahresschnitt getoppt. „Ungewöhnlich für den Frankfurter Investmentmarkt ist auch, dass nahezu ausschließlich Transaktionen aus dem Büro- und Logistikbereich zum Ergebnis beigetragen haben“, so Lanfer. Neben dem für die Bankenmetropole traditionell hohen Anteil an Büroimmobilien (Dreiviertel des Transaktionsvolumen) konnten Logistik-/Industrieimmobilien 24 % für sich verbuchen und damit das Fünffache des 5-Jahresschnitts. Grund dafür ist der Verkauf des Hansteen-Portfolios: 12 Objekte liegen im Frankfurter Umland. Keine Überraschung stellt der mit fast 50 % am Transaktionsvolumen hohe Anteil der Asset/Fonds Manager auf Käuferseite dar. Zweistellig erweisen sich nur noch die Spezialfonds, die zweimal unter den fünf größten Transaktionen auftauchen, u.a. mit dem Kauf des Bürohauses Bola 25 im Frankfurter Westend durch Aberdeen Asset Management. Auch auf Verkäuferseite gehören sie, in umgekehrter Reihenfolge, zu den Akteuren, die mehr als dreistellige Verkaufserlöse erzielt haben - in dieser Größenordnung komplettiert durch Entwickler und Immobilien AGs/Reits. In etwa die Waage hält sich das Engagement deutscher (52 %) und ausländischer Anleger (48 %). Per Saldo haben ausländische Investoren ihren Bestand in Frankfurt um 78 Mio. Euro erhöht, in allen anderen Städten haben sie ihren Immobilienstand in den ersten drei Monaten per Saldo abgebaut.

Weiter unter Druck stehen auch in der Mainmetropole die Renditen, vor allem im Bürobereich mit einem Rückgang seit dem vierten Quartal 2016 um 30 Basispunkte auf 3,50 %. Um jeweils 10 Basispunkte gaben im ersten Quartal die Renditen im Retail High Street- und im Logistikbereich nach (auf 3,50 % bzw. 4,90 %). „In den kommenden neun Monaten sehe ich keine Trendwende. Der Druck auf die Renditen hält weiter an, die Objekte werden sich weiter verteuern. Im Bürobereich dürfte die Spitzenrendite auf 3,4 % fallen, in den beiden anderen Assetklassen auf 3,45% bzw. 4,8 %“, so Lanfer.