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Pressemitteilung

Frankfurt

Der Boom setzt sich fort: Hotelinvestmentmarkt peilt auch 2017 herausragendes Ergebnis an


Pressemitteilung inklusive Chart [PDF]

 

FRANKFURT, 12. April 2017 - Nahtlos knüpft der Hotelinvestmentmarkt* in den ersten drei Monaten 2017 an das exzellente Gesamtergebnis von 2016 an, insbesondere an das herausragende letzte Quartal. Die Aktivitäten der Investoren, die eine Hotelimmobilie oder ein Hotelportfolio kaufen, haben zwischen Januar und Ende März zu einem Transaktionsvolumen von 1,1 Mrd. Euro geführt, dreimal so viel wie im Durchschnitt der letzten fünf und auch 10 Jahre, Plus 53 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Deutsche Anleger dominierten das Geschehen und investierten bei 20 Transaktionen insgesamt knapp 600 Mio. Euro in Hotelimmobilien.
 
Neben zwei Transaktionen im dreistelligen Millionenbereich, das Radisson Blue in Hamburg an die norwegische Wenaasgruppen und das Vienna International Portfolio, sorgten insbesondere Veräußerungen zwischen 20 und 50 Mio. Euro, darunter 12 Projektentwicklungen im 2- bis 4-Sterne-Segment für die Fortsetzung des Booms. „Alle Hotelsegmente profitieren von der Entwicklung. Die Reiselust innerhalb Deutschlands ist nicht nur ungebrochen, sondern hat noch zugelegt. Übernachtungen, Belegungen und Zimmerpreise legen weiter zu. Der Konjunkturmotor läuft wie geschmiert. Das macht Hotels immer interessanter für Investoren, die bei hoher Liquidität, niedrigen Zinsen, und immer noch höheren Renditen als bei anderen Assetklassen eine adäquate Möglichkeit für eine Anlage suchen. Die Nachfrage, die das auf dem Markt vorhandene Angebot über alle Segmente hinweg noch übersteigt, hat in der Konsequenz einen erhöhten Druck auf Renditen, die vor allem bei langfristig vermieteten Top-Objekten in Top-Standorten sich letztes Jahr noch bei ca. 5,5 % bewegten und bereits auf unter 5% gesunken sind“, so Stefan Giesemann, Senior Vice President der Hotels & Hospitality Group von JLL, Germany. Giesemann weiter: „Vermehrt sind Investoren bereit, diese Marktlage zu nutzen und sich von ihren Bestandsobjekten zu trennen. Das Marktumfeld bleibt dadurch weiter dynamisch. Wir erwarten, dass einige großvolumige Objekte in den kommenden Monaten auf den Markt kommen.“
 
Insgesamt lag die Anzahl mit 27 Einzeltransaktionen und einem Volumen von knapp 850 Mio. Euro deutlich höher als im Vorjahr (Q1 2016: 18 mit 550 Mio. Euro). Neben dem bereits genannten Radisson Blue wurden u.a. veräußert:
 

  • das Abba Hotel in Berlin an die AXA Investment Managers im Rahmen eines Sale-and-Leaseback- Deals.
     
  • das 25hours in Köln als Teil des Großprojektes Gerling-Quartier an ein Joint-Venture aus Quantum Immobilien AG und Proximus Real Estate AG.
     
  • das Motel One Hotel an der Nikolaikirche in Leipzig an den Betreiber Motel One.
     
  • das Steigenberger Conti Hansa in Kiel an Internos Global Investors bzw. seinen „Internos Hotel Immobilien Spezial Fonds“.
     
  • das kürzlich eröffnete GHotel Essen des Projektentwicklers Van Wijnen an BNP Paribas REIM.
     
  • als Projektentwicklungen das 4-Sterne-Hotel me and all Mainz, das im Herbst 2018 eröffnet werden soll an Hamburg Trust sowie eines im Bau befindlichen 2-Sterne-Meininger-Hotels in Heidelberg an Patrizia. Eröffnung ebenfalls voraussichtlich Ende 2018.

 
Portfolios sind für die ersten drei Monate mit drei Transaktionen zwar weniger als vor einem Jahr zu notieren (Q1 2016: 5), mit ca. 265 Mio. Euro liegt die Summe aber höher (Q1 2016: 170 Mio. Euro):

  •  Der Verkauf von 11 Häusern der Hotelkette Vienna House an die thailändische U City PCL als Teil eines größeren pan-europäischen Portfolios (36 Hotels sowie die Managementplattform). JLL war beim Ankauf beratend tätig.
     
  • Der Verkauf zwei ihrer Häuser durch die Hotelkette Motel One: am Sendlinger Tor in München sowie am Hackeschen Markt in Berlin in einer Sale-and-Leaseback-Transaktion an LHI Leasing.
     
  • Die Veräußerung von zwei Generator Hostels in Berlin und einem in Hamburg, als Teile der Hostelkette Generator mit europaweit insgesamt 14 Häusern, die Anfang dieses Jahres für ca. 450 Mio. Euro von der Private Equity Firma Queensgate Investments übernommen wurden.


 
Nach den institutionellen Investoren mit ca. 640 Mio. Euro und 18 Transaktionen waren es die Privatinvestoren, die mit nur drei Kaufaktivitäten auf immerhin 260 Mio. Euro kamen. Im nur noch zweistelligen Bereich liegen Hotelbetreibern mit insgesamt ca. 95 Mio. Euro und fünf Transaktionen.
 
Stefan Giesemann abschließend: „Auf Basis guter Finanzierungsbedingungen, getrieben von der Niedrigzinspolitik, sowie soliden Wachstumsraten im Hotelsegment erwarten wir für 2017 erneut ein exzellentes Transaktionsvolumen. Einige Portfolien im dreistelligen Millionenbereich befinden sich kurz vor Abschluss und weitere großvolumige Opportunitäten werden demnächst im Markt zum Verkauf angeboten. Ob die Rekordmarke von 2016 geknackt und dann die 5 Mrd. Euro notiert werden können, ist noch offen, aber sehr gut möglich.“

 

*Die Hotels & Hospitality Group von JLL, Germany, berücksichtigt Einzeltransaktionen mit einem Investitionsvolumen von mindestens 5 Mio. Euro sowie Portfoliotransaktionen mit Objekten ausschließlich in Deutschland. Ebenso enthalten sind deutsche Hotels, die als Teil von grenzüberschreitenden Portfolioverkäufen veräußert werden