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Pressemitteilung

Frankfurt

Deutschland im ersten Quartal 2010 mit über 40 Prozent Anteil aktivster europäischer Investmentmarkt für Einzelhandelsimmobilien

Europäisches Retail-Transaktionsvolumen im Vergleich zu Q1 2009 mehr als verdoppelt


 
 
Frankfurt, 03. Mai 2010 – Nach Berechnungen von Jones Lang LaSalle beläuft sich das europaweite Investitionsvolumen in handelsgenutzte Gewerbeimmobilien im ersten Quartal 2010 auf 5,4 Milliarden Euro. Im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres (2,3 Milliarden Euro) hat sich das Investitionsvolumen damit mehr als verdoppelt. Die fünf europäischen Kernmärkte dominieren klar das Transaktionsgeschehen. 80 Prozent des Gesamtvolumens entfallen auf Immobilien in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien. Die Erhebung berücksichtigt insgesamt 94 Investmentdeals in Shopping Center, Fachmarktzentren und Factory Outlets. Aus der Untersuchung ausgenommen sind Geschäftshäuser in Einkaufsstraßen sowie Transaktionen mit einem Wert von unter fünf Millionen Euro.

Jeremy Eddy, Head of EMEA Retail Capital Markets bei Jones Lang LaSalle: „Wir beobachten seit Anfang des Jahres einen deutlichen Aufschwung der Investmentaktivitäten im Segment Einzel-handelsimmobilien und sind stolz darauf, bei einem signifikanten Teil davon beratend tätig gewesen zu sein. Die Investorentätigkeit hat durch die gestiegene Kapitalverfügbarkeit, Verbesserungen auf dem Schuldenmarkt und die Stabilisierung auf Nutzerseite Auftrieb bekommen. Geographisch konzentriert sich die Nachfrage auf die fünf europäischen Kernmärkte. Während sich die Investoren in 2009 auf ihre Heimatmärkte konzentrierten, gewinnen grenzüberschreitende Investments wieder an Bedeutung. In Hinblick auf die nachgefragten Produkte erweitert sich der Fokus von innerstädtischen Prime-Objekten in Richtung Shopping Center und Fachmarktprodukte. Für den weiteren Jahresverlauf erwarten wir anziehende Investmentvolumina und schon jetzt zeichnen sich mehrere bedeutsame Transaktionen mit Schwerpunkten in Deutschland, Frankreich und Spanien.“

Gemessen am Transaktionsvolumen zeigte sich Deutschland im ersten Quartal mit 2,3 Milliarden Euro als mit Abstand aktivster Markt in Europa. Erstmals im Laufe der letzten zehn Jahre kann Deutschland Großbritannien mit rund 1,4 Milliarden Euro Transaktionsvolumen überholen.

Anke Haverkamp, Leiterin Shopping Center Investment Deutschland: „Die deutschen Fondsgesellschaften zeigten bereits 2009 ein starkes Interesse an inländischen Shopping Centern. Im laufenden Jahr beobachten wir zudem eine wachsende Zahl internationaler Investoren, die nach Deutschland zurückkehren. In der Folge sind die Spitzenrenditen im ersten Quartal unter Druck geraten. Für die nächsten Monate erwarten wir angesichts der wachsenden Zahl interessierter Investoren und des wieder gestiegenen Vertrauens in die deutsche Wirtschaftskraft eine zunehmende Investitionsbereitschaft und ein erweitertes Anlagespektrum.“

Die Kategorie Shopping Center dominiert mit rund 4,1 Milliarden Euro und einem Anteil von rund 80 Prozent das Transaktionsgeschehen in Europa. Auslöser ist die Rückkehr vieler institutioneller Anleger, Fonds und Immobilienunternehmen, die Teile des in 2009 zurückgehaltenen Kapitals investiert haben und sich dabei auf Spitzenprodukte im Segment Shopping Center konzentrieren. Hierfür spricht auch die trotz deutlich gestiegener Volumina sinkende Zahl an Transaktionen. Mit den 94 von Jones Lang LaSalle ermittelten Transaktionen bleibt das erste Quartal 2010 rund 11 Prozent hinter dem Vorquartal zurück. Gleichzeitig steigt jedoch das durchschnittliche Transaktionsvolumen von 42 Millionen Euro im vierten Quartal 2009 auf 57 Millionen Euro im ersten Quartal 2010. Die Anzahl an Transaktionen oberhalb von 100 Millionen Euro stieg von durchschnittlich 6 Transaktionen je Quartal im Verlauf der letzten beiden Jahre auf nunmehr 10.

Die niederländische Corio-Gruppe macht mit der Übernahme des Multi-Portfolios und weiteren Engagements in Italien und Frankreich alleine rund ein Viertel des gesamten Transaktionsvolumens aus. In der Folge zeichnen börsennotierte REITs als stärkste Investorengruppe im ersten Quartal.

Das Fazit von Jeremy Eddy: „Gegenwärtig eröffnen sich gute Möglichkeiten für REITs und Immobilienunternehmen, die ihre Portfolios auffrischen und neu ordnen und dabei auch im letzten Zyklus gut entwickelte Assets auflösen. Dieser Trend setzt sich in Kontinentaleuropa augenscheinlich fort, indem REITs ihre Portfolios aufarbeiten und Entwicklungsmöglichkeiten wahrnehmen, um zukünftige Einkünfte sicherzustellen und sich geographisch breiter aufzustellen.“
 

Weitere Informationen finden Sie in den beigefügten Schaubildern. Gemessen am Investitionsvolumen hat Jones Lang LaSalle rund die Hälfte der kontinentaleuropäischen Handelsimmobilientransaktionen im ersten Quartal 2010 beratend begleitet. Darunter den Verkauf des Shopping Center-Portfolios von Multi Development an Corio, den Kauf des Shopping Centers Alexa in Berlin durch Union Investment und die Akquisition des Budapester Allee Shopping Centers durch die Allianz.