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Pressemitteilung

Frankfurt

Freiburg weiterhin dominierender Einzelhandelsstandort in der Kategorie 100.000 bis 250.000 Einwohner

Heidelberg, Mainz, Würzburg und Ulm komplettieren Top 5 nach Mietpreisen


 
Frankfurt, 05. Mai 2010 - Die Einzelhandelsspezialisten von Jones Lang LaSalle haben die Handelsstandorte mit den höchsten Ladenmieten in der Kategorie 100.000 bis 250.000 Einwohner ermittelt. Die Analyse umfasst insgesamt 54 Städte dieser Größenordnung. Klarer Spitzenreiter in der Kategorie bleibt Freiburg. In der Toplage Kaiser-Joseph-Straße werden im ersten Halbjahr 2010 Spitzenmieten bis zu 130 Euro/m² erzielt. Die Städte Heidelberg, Mainz, Würzburg und Ulm komplettieren mit Spitzenmieten zwischen 100 und 110 Euro/m² die Top 5.
 
Kleinere Städte können auch im bundesweiten Top 25-Ranking mithalten
 
Freiburg führt die Liste der attraktivsten Einzelhandelsstandorte der Kategorie 100.000 bis 250.000 Einwohner mit einigem Abstand an. Die Toplage Kaiser-Joseph-Straße lässt die weiteren Top-Städte der Kategorie um mindestens 20 Euro/m² hinter sich und erzielt bei Neuvermietung eines 100 m²-Standardladenlokals derzeit bis zu 130 Euro/m². Heidelberg, Mainz und Würzburg folgen mit Spitzenmieten bis 110 Euro/m². Ulm komplettiert mit bis zu 100 Euro/m² die Top 5. Auch unabhängig von der Einwohnerzahl zählen die genannten Städte zu den 25 teuersten Einzelhandelsstandorten Deutschlands. Der Spitzenreiter Freiburg belegt im bundesweiten Mietranking Rang 13 und kann sich mit den deutlich größeren Standorten Nürnberg oder Wiesbaden messen. Darmstadt und Osnabrück verbinden mit jeweils bis zu 95 Euro/m² die Spitzengruppe mit dem Verfolgerfeld. Dieses setzt sich aus Braunschweig, Göttingen, Lübeck und Rostock zusammen, wo Einzelhändler derzeit jeweils bis zu 90 Euro/m² für Ladenlokale einkalkulieren.
 
Überwiegend konstante Spitzenmieten
 
Die durchschnittliche Spitzenmiete in den Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern liegt bei rund 63 Euro/m². Im 5-Jahres-Vergleich ist damit ein durchschnittlicher Mietpreiszuwachs von sieben Prozent zu verzeichnen. Im Vergleich zum 2. Halbjahr 2009 notiert Jones Lang LaSalle im Durchschnitt einen leichten Rückgang um 0,4 Prozent. In fast 90 Prozent der Fälle prognostiziert das Unternehmen dagegen stabile Mieten auf Vorjahresniveau.
 
Moderate Filialisierungsgrade – Überdurchschnittliche Handelsumsätze
 
Insgesamt stehen in den 1a-Lagen der untersuchten Städte rund 6.000 Ladenlokale zur Verfügung. Der Anteil filialisierter Einzelhändler liegt je nach Standort zwischen 55 und 70 Prozent. Die Präsenz regionaler Anbieter ist damit relativ hoch. Zum Vergleich: in den Topmeilen der Metropolen sind in der Regel Filialisierungsgrade von über 90 Prozent zu verzeichnen.
 
Die hohen Mieten in den Top-Städten stehen in Einklang mit den entsprechenden Handelsumsätzen. Sieben der elf bestplatzierten Städte erzielen jährliche Einzelhandelsumsätze von über einer Milliarde Euro. Spitzenreiter ist Braunschweig mit jährlich über zwei Milliarden Euro Handelsumsatz. Freiburg und Lübeck schaffen jeweils über 1,5 Milliarden Euro. Im Durchschnitt aller Städte mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern werden rund 1,1 Milliarden Euro erzielt.
 
Hohe Korrelation zwischen Zentralität und Miethöhe – Sehr gutes Besucheraufkommen
 
Einmal mehr zeigt die Untersuchung den herausragenden Einfluss der Zentralität auf die Miethöhe. Die Anziehungskraft auf das Umland wirkt sich weitaus stärker mietpreissteigernd aus, als die Kaufkraft vor Ort. So liegt die durchschnittliche Kaufkraft der 11 bestplatzierten Städte fast exakt auf dem Niveau des bundesweiten Mittelwerts. Dagegen zeigt sich die Zentralität, welche die Anziehungskraft auf das Umland misst, fast 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt.
 
Auch das Besucheraufkommen wirkt sich klar mietpreissteigernd aus. Sechs der elf bestplatzierten Städte zählen zu den 25 meistbesuchten Deutschlands. Angeführt von Freiburg mit jährlich über 600.000 Gästeankünften können auch Heidelberg, Lübeck und Rostock jeweils mehr als 500.000 Gästeankünfte im Jahr verbuchen. Für expansive Handelsunternehmen ist dies gleichbedeutend mit einem erhöhten Umsatzpotenzial.
 
Fazit
 
Marc Alfken, Leiter Einzelhandelsvermietung Deutschland bei Jones Lang LaSalle: „Unter den 54 deutschen Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern finden sich einige sehr interessante Einzelhandelstandorte. Die vier stärksten Städte der Kategorie zählen allesamt zu den bundesweiten TOP 20 nach Miethöhe. Elf Standorte der Kategorie erreichen Ladenmieten über 90 Euro/m². Alle Top-Städte bieten dem Einzelhandel eine exzellente Anziehungskraft auf das Umland, die in vielen Fällen um die Hälfte über dem Bundesdurchschnitt liegt. Gut positionierte kleinere Städte wie Freiburg, Heidelberg, Mainz oder Würzburg stehen bei der Expansion bundesweit tätiger Filialkonzepte also nicht umsonst ganz oben auf den Suchlisten.“