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Pressemitteilung

Frankfurt

Trügerisches Zwischenhoch auf dem Shopping Center Markt

Sparte verzeichnet deutlichen Anstieg, doch die Pipeline ist nahezu leer


FRANKFURT, 1. August 2017 – Rund 1,2 Mrd. Euro hat der Shopping-Center-Investment im ersten Halbjahr 2017 umgesetzt. Das ist ein Viertel des gesamten Volumens im Einzelhandelsbereich und nach 833 Mio. Euro zum Vorjahreszeitpunkt ein Plus von 49 %. Auch die Zahl der Abschlüsse ist im Jahresvergleich deutlich von 13 im Vorjahr auf 24 seit Jahresbeginn 2017 gestiegen. Darunter auch drei Transaktionen mit einem Volumen von mehr als 100 Mio. Euro. Im Vorjahr waren es zu diesem Zeitpunkt zwei gewesen. Allerdings sank durch die höhere Anzahl auch das durchschnittliche Transaktionsvolumen von 68 Mio. auf 53 Mio. Euro.

Sabine Keulertz, Team Leader Shopping Center Investment JLL Germany: „Das deutliche Plus ist auch auf die langen Objektprüfungsphasen zurückzuführen, denn viele der nun abgeschlossenen Transaktionen sind bereits Anfang 2016 eingeleitet worden. Wir rechnen allerdings damit, dass das aktuelle Niveau nicht gehalten werden kann, denn im ersten Halbjahr 2017 sind nur vier Objekte mit einem Wert von mehr als 50 Mio. Euro in strukturiertem Prozess auf den Markt gekommen. Im Vergleichsraum 2016 waren es noch 15.“

Angebotsmangel prägt nach wie vor den Markt, so dass die große Nachfrage bei weitem nicht gedeckt werden kann und der Druck auf die Spitzenrendite von 4,00 % weiter anhält. Entsprechend richten Investoren ihren Blick auf die verfügbaren Center außerhalb der Top-Investmentstandorte und den Metropolregionen. Dabei liegt ein großer Fokus auf Objekten mit einem hohen Asset-Management-Potenzial – Core-Produkte können mangels Verfügbarkeit in Deutschland kaum gehandelt werden. Nach 70 % im Vorjahr liegt ihr Volumenanteil derzeit nur noch bei 13 %.

„Vor diesem Hintergrund gehen wir für das Gesamtjahr von einem Ergebnis leicht unter dem Vorjahreswert von 3,6 Mrd. Euro aus“, gibt Keulertz einen Ausblick.​