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Pressemitteilung

Frankfurt

Regionale Lager- und Logistikflächenmärkte 1. Halbjahr 2017 im Überblick


Berliner Lager- und Logistikflächenmarkt legt im zweiten Quartal zu
 
Nach einem verhaltenen Jahresauftakt hat das Umsatzvolumen auf dem Berliner Markt für Lager- und Logistikflächen im zweiten Quartal 2017 Tempo aufgenommen. Dafür gesorgt haben insgesamt vier Anmietungen in einer Größenordnung von über 10.000 m². Mit rund 132.000 m² (Eigennutzer und Vermietungen) von April bis Mai summiert sich das Umsatzvolumen im 1. Halbjahr 2017 auf insgesamt rund 213.000 m². Sowohl das Ergebnis des Vorjahreszeitraums als auch der 5-Jahresschnitt der ersten Halbjahre wurden um rund ein Viertel überschritten. „Wir gehen bis zum Jahresende von einem Umsatzvolumen von rund 380.000 m² aus“, so Britt Habermann, Team Leader Industrial Agency JLL Berlin.
 
Profitiert hat im 1. Halbjahr vor allem die Branche Transport, Verkehr, Lagerhaltung, ihr Umsatzvolumen hat sich um 80 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Rückläufig dagegen der Umsatz der Branche „Handel“ mit einem Minus von über 50 %.
 
„Auch wenn im Jahresvergleich der Umsatz in der Größenordnung ab 5.000 m² leicht gestiegen ist, sind kurzfristig beziehbare und moderne Logistikflächen noch nicht ausreichend verfügbar“, so Britt Habermann. Von den 42.000 m² fertig gestellten Flächen im ersten Halbjahr entfielen allein mehr als 80 % auf den Eigennutzer BMW. „Bis Ende 2017 erwarten wir allerdings einen deutlichen Anstieg der zur Verfügung stehenden Flächen“, so Habermann. Weitere knapp 180.000 m² werden auf den Markt kommen, mehr als 60 % davon spekulativ errichtet.
 
Dreiviertel der Pipeline vereint der viel nachgefragte Berliner Süden auf sich. „Fehlende Grundstücke zwingen die Entwickler dazu, ihre Aktivitäten auf andere Teilmärkte des Berliner Umlandes auszuweiten. Auch die Nachfrage für Innenstadtareale bleibt hoch. Limitierend wirken sich auch hier fehlende Grundstücke und die Nutzungskonkurrenz“, so Habermann.
 
Die Spitzenmiete bleibt unverändert bei 5,00 Euro/m²/Monat.
Durch die anhaltende Nachfrage nach Logistik- und Industrieimmobilien bleibt die Spitzenrendite unter Druck – sie könnte bis zum Ende des Jahres die 5,00 % - Marke unterschreiten.
 
Für Rückfragen: Britt Habermann, Team Leader Industrial Agency JLL Berlin, Tel. +49 (0) 30 203980 150, britt.habermann@eu.jll.com

 

Logistikmärkte in Düsseldorf und dem Ruhrgebiet büßen Dynamik ein
 
Der Markt für Lager- und Logistikflächen in der Region Düsseldorf hat im ersten Halbjahr 2017 nur rund 67.000 m² umgesetzt. Dies ist das niedrigste Halbjahresergebnis der vergangenen fünf Jahre. Gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 ist das ein Minus von 21 %.
 
„Die bisher größte Anmietung erfolgte bereits im ersten Quartal durch den Logistiker Expeditors International in Krefeld mit rund 16.000 m². Darüber hinaus gab es vier weitere Abschlüsse in der Größenordnung ab 5.000 m²“, bilanziert Arnd Sternberg, Team Leader Industrial Agency JLL Düsseldorf. Die meisten Verträge (60 %) wurden im Düsseldorfer Stadtgebiet und in Hilden geschlossen, die durchschnittlich angemietete Flächengröße lag hier bei rund 2.300 m². „Für das Gesamtjahr erwarten wir ein Umsatzergebnis von rund 200.000 m², da sich noch einige größere Abschlüsse abzeichnen“, so Sternberg.
 
Die Angebotssituation bleibt auch zur Jahresmitte weiter angespannt, insbesondere im mittleren Preissegment. In den ersten sechs Monaten wurden keine neuen Flächen fertiggestellt. Auch die Flächen, die sich derzeit im Bau befinden, sind bereits an Mieter vergeben.
 
Die Spitzenmiete für Lagerflächen in der Größenordnung ab 5.000 m² blieb zur Jahresmitte stabil bei 5,40 Euro/m²/Monat, erzielt wird sie im Teilmarkt Düsseldorf/Flughafen. Auch die gewichtete Durchschnittsmiete zeigte sich mit rund 4,60 Euro/m²/Monat stabil. Eine Übersicht der Mietpreisspannen einzelner Teilmärkte in der Region Düsseldorf finden Sie beigefügt.
 
Im Ruhrgebiet ist auf ein starkes erstes Quartal ein deutlich ruhigeres zweites Quartal gefolgt. Insgesamt wurden im ersten Halbjahr im Ruhrgebiet rund 261.000 m² Lager- und Logistikflächen mit einer Mindestgröße von 5.000 m² umgesetzt (Vermietungen und Eigennutzer). Damit wurde das zweitbeste Halbjahresergebnis der letzten fünf Jahre registriert. Gegenüber dem Vergleichswert des Rekordjahres 2016 ist allerdings ein Minus von 47 % zu verbuchen. Für 2017 erwartet JLL ein Umsatzergebnis, das oberhalb des langjährigen Mittelwertes von rund 480.000 m² liegen wird. Es wäre das zweitbeste Jahr seit 2012.
 
Zu den größten Abschlüssen des zweiten Quartals zählt die Anmietung der DLG Dortmunder Logistik Gesellschaft über 18.000 m² in einem Bestandsgebäude in Dortmund. Im ersten Halbjahr 2016 dagegen lag der größte Abschluss bei über 100.000 m² (Amazon in Werne). „Derzeit sind einige größere Gesuche ab 30.000 m² am Markt, die im ersten Halbjahr noch nicht bedient werden konnten“, erklärt Arnd Sternberg, Team Leader Industrial Agency JLL Düsseldorf und für das Ruhrgebiet verantwortlich. Der Mangel an kurzfristig beziehbaren Bestandsflächen führt dazu, dass einige Entwickler damit beginnen, spekulativ zu bauen.

Die Spitzenmiete für Lagerflächen in der Größenordnung ab 5.000 m² ist im zweiten Quartal um 0,20 Euro/m²/Monat auf 4,85 Euro/m²/Monat gestiegen. Erzielt wird sie wird in Duisburg. Das Gros der Flächen wurde zu Mietpreisen zwischen 3,75 und 4,25 Euro/m²/Monat angemietet. Die Übersicht der Mietpreisspannen für die Teilmärkte des Ruhrgebiets finden Sie ebenfalls beigefügt.
Für Rückfragen: Arnd Sternberg, Team Leader Industrial Agency JLL Düsseldorf, +49 (0) 211 13006 400, arnd.sternberg@eu.jll.com

 
Region Frankfurt: Umland West bleibt Maß aller Dinge

Über die Hälfte des Lager- und Logistikflächenumsatzes von 300.000 m² nach sechs Monaten 2017 (- 17 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum) in der Region Frankfurt resultierte aus 10 Anmietungen im Segment ab 10.000 m². Größter Abschluss mit über 43.000 m² war die Projektanmietung von Kraftverkehr Nagel in Trebur. Im Vorjahr hatte sich die Anmietung des niederländischen Non-Food-Discounters Action in Biblis mit rund 80.000 m² auf das Halbjahresvolumen ausgewirkt. Auf einem sehr niedrigen Niveau blieb die Eigennutzernachfrage im ersten Halbjahr 2017 mit 16.000 m².
 
„Seit 2016 hat sich anstelle des Teilmarkts Umland Süd das Umland West als umsatzstärkste Lage etabliert. Auch im ersten Halbjahr 2017 zog es die höchste Nachfrage auf sich: Fast die Hälfte des Umsatzvolumens und ein Drittel der Abschlüsse sind hier erfolgt“, so Marc Snehotta, Team Leader Industrial Agency JLL Frankfurt. Und weiter: „Die Begründung liegt in den zahlreichen Bauaktivitäten, die entsprechendes Angebot schaffen. Im Umland West kamen Dreiviertel des Fertigstellungsvolumens der ersten sechs Monate auf den Markt, über 60 % des Projektentwicklungsvolumens des gesamten Marktgebietes sind hier zurzeit im Bau.“
 
Unverändert geblieben ist die Spitzenmiete in der Region Frankfurt mit 6,00 Euro / m² / Monat. Eine Übersicht der Mietpreisspannen in den einzelnen Teilmärken finden Sie beigefügt.
 
Das Transaktionsvolumen für Logistik- und Industrieimmobilien summierte sich in der Region im ersten Halbjahr auf rund 480 Mio. Euro, wie bereits im ersten Quartal eines der höchsten jemals registrierten Volumina.
 
Im zweiten Quartal entfiel ein Großteil auf Immobilien aus dem Verkauf des Logicor-Deutschlandportfolios. Die Spitzenrendite für Flächen ab 5.000 m² blieb mit 4,90 % auf Rekordtief, sie dürfte in den nächsten Monaten leicht sinken.
 
Für Rückfragen: Marc Snehotta, Team Leader Industrial Agency JLL Frankfurt, Tel. +49 (0) 69 2003 1053, marc.snehotta@eu.jll.com

 
Hamburger Logistikmarkt büßt Dynamik des Jahresauftakts ein

Nachdem der Hamburger Lager- und Logistikmarkt (Eigennutzer und Vermietungen) stark ins neue Jahr gestartet war, wurden im zweiten Quartal nicht einmal 70.000 m² umgesetzt, so dass nun 225.000 m² zu Buche stehen. Gerade das großflächige Segment ab 10.000 m² bleibt hinter den Erwartungen zurück: Es gab nur fünf Abschlüsse in dieser Größenkategorie im Berichtsquartal. Der Grund dafür ist sowohl auf der Nachfrageseite zu finden,  denn Nutzer sind im Bereich der Expansionsgesuche derzeit etwas zurückhaltender. Aber auch auf der Angebotsseite, denn weiterhin herrscht Flächenknappheit, so dass Nutzer auch außerhalb des Marktgebietes Flächen sondieren. „Für das Gesamtjahr 2017 erwarten wir ein Umsatzvolumen von mehr als 500.000 m². Das läge leicht unter dem 5-Jahres-Schnitt von 548.000 m²“, gibt Frank Weber, Head of Industrial Agency JLL Germany, einen Ausblick.
 
Die Teilmarktstatistik führt das Umland-Süd (59.000 m²) vor Billbrook-Billwerder-Billstedt (42.000 m²) an. Das gesamte Umland hat einen Umsatzanteil von 46 %. Mit Abstand führen Unternehmen aus dem Bereich Transport, Verkehr, Lagerhaltung (100.000 m²) die Branchenstatistik an. Handelsunternehmen (55.000 m²) folgen auf Platz zwei.
 
Im Berichtsquartal wurden 37.000 m² Lager- und Logistikflächen fertiggestellt. Vom gesamten Fertigstellungsvolumen des ersten Halbjahres (70.400 m³) war nichts mehr frei verfügbar. Auch bis Ende des Jahres kommen kaum freie Flächen hinzu. Derzeit befinden sich insgesamt 308.000 m² Logistikfläche im Bau, davon 17 % aktuell noch frei verfügbar.
 
Die Spitzenmiete für Flächen ab 5.000 m² notiert stabil bei 5,60 Euro/m²/Monat.
 
Für Rückfragen: Frank Weber, Head of Industrial Agency JLL Germany, +49 (0) 89 290088 110, frank.weber@eu.jll.com.

 
Kölner Logistikmarkt liefert mit 119.000 m² starkes Halbjahr ab
 
In der Region Köln wurden auf dem Lager- und Logistikflächenmarkt für Flächen ab 5.000 m² im ersten Halbjahr 2017 rund 119.000 m² umgesetzt. Nach 2014 wurde so das zweitbeste Halbjahresergebnis der vergangenen fünf Jahre erreicht. Das Plus gegenüber dem ersten Halbjahr 2016 lag bei 31 %. Zu den größten Abschlüssen des zweiten Quartals zählte die Anmietung der Spedition Arand über rund 10.700 m² in Bedburg.
 
„Dass es keine größeren Abschlüsse gab, liegt auch daran, dass das Angebot an kurzfristig verfügbaren Bestandsflächen knapp ist. Flächensuchende Unternehmen schauen sich auch im weiteren Umland der Region Köln um“, erklärt Dennis Pelzer, Team Leader Industrial Agency JLL Köln. So entschied sich zum Beispiel Galeria Kaufhof für Zülpich als Standort für sein neues E-Commerce Logistikzentrum mit einer Größe von ca. 40.000 m². „Für 2017 erwarten wir ein Umsatzergebnis von mehr als 200.000 m²“, sagt Pelzer. Das läge deutlich über dem 5-Jahres-Schnitt von 152.300 m².
 
Nach einem leichten Anstieg im ersten Quartal zeigte sich die Spitzenmiete für Lager- und Logistikflächen ab 5.000 m² im zweiten Quartal stabil. Aktuell liegt sie bei 5,05 Euro/m²/Monat und wird im Kölner Stadtgebiet erzielt. Die Mehrzahl der Nutzer mietete Flächen zu Mietpreisen zwischen 4,00 und 4,50 Euro/m²/Monat.
 
Für Rückfragen: Dennis Pelzer, Team Leader Industrial Agency JLL Köln, +49 (0) 221 2775 29, dennis.pelzer@eu.jll.com

 
Münchener Lager- und Logistikflächenmarkt weiter von Knappheit dominiert - Größter jemals registrierter Abschluss beeinflusst Statistik
 
Der Markt für Lager- und Logistikflächen in der Region München hat mit einem Umsatzvolumen von 128.000 m² ein durchschnittliches Halbjahresergebnis erzielt. Gegenüber dem Vorjahrsvolumen bilanziert ein leichtes Plus von 6 %. „Für das Gesamtjahr 2017 gehen wir von einem Umsatzvolumen von gut 250.000 m², damit um den 5-Jahresschnitt, aus“, so Steffen Overath, Team Leader Industrial Agency JLL München.
 
Beeinflusst wird die Halbjahresstatistik vom größten jemals in der Region registrierten Vertragsabschluss: das Logistikunternehmen Rhenus hat in Neufahrn ca. 40.000 m² angemietet. Beim Umsatz nach Teilmärkten konnte gerade das Umland Nord (68.000 m²) durch diese Anmietung punkten, bei der Branchenstatistik vereinten die Erstplatzierten Transport-, Verkehrs- und Lagerhaltungsunternehmen mit 50.000 m² rund 40 % des Umsatzvolumens auf sich, vor den Industrieunternehmen (38.000 m², rund 30 %).
 
„Weiterhin gilt, dass die hohe Nutzernachfrage in der Region München nicht mit einem entsprechenden Flächenangebot bedient werden kann“, so Overath. Und weiter: „In Konsequenz verlängern Nutzer ihre Mietverträge, verbleiben in ihren Altflächen oder ziehen bereits Flächen außerhalb des Marktgebietes in Betracht.“
Rund 54.000 m² Logistikflächen wurden im ersten Halbjahr fertig gestellt, darunter im zweiten Quartal ein Bauabschnitt des Multiparks in Olching (24.000 m²). 95.000 m² Logistikflächen befinden sich Mitte 2017 im Bau, rund 30 % davon sind noch verfügbar.

Die Spitzenmiete für Flächen ab 5.000 m² notiert bei 6,75 Euro/m²/Monat.
 
Für Rückfragen: Steffen Overath, Team Leader Industrial Agency JLL München, Tel. +49 (0) 89 2900 88 267, steffen.overath@eu.jll.com

 
Neubauten bescheren Stuttgarter Logistikmarkt deutlichen Schub
 
Insgesamt 114.400 m² hat der Lager- und Logistikflächenmarkt der Region Stuttgart (Flächen ab 5.000 m² – Eigennutzer und Vermietungen) im ersten Halbjahr 2017 umgesetzt. Das übertrifft das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um das 1,5-fache. „Dieses starke Umsatzvolumen täuscht allerdings über die anhaltende Flächenknappheit hinweg. In der Region Stuttgart sind kaum Hallenflächen verfügbar. Das hohe Halbjahresergebnis wurde vor allem durch Neubauten getragen“, ordnet Manuel Aldinger, Team Leader Industrial Agency JLL Stuttgart, die Entwicklung ein. Mehr als drei Viertel des Flächenvolumens wurden in Projektentwicklungen umgesetzt und damit deutlich mehr als im Vorjahrmit nur 45 %.
 
Großabschlüsse mit mehr als 10.000 m² nehmen einen Anteil am Umsatzvolumen von ca. 78 % ein und sind damit so stark vertreten wie bereits in den vergangenen fünf Jahren. Aufgrund der Angebotsknappheit auf dem Lager- und Logistikflächenmarkt der Region Stuttgart entscheiden sich viele Akteure für ein eigengenutztes Objekt. So wurde fast die Hälfte der Hallenfläche durch Eigennutzer umgesetzt.
 
Industrieunternehmen sind traditionell stark auf dem Markt vertreten und waren zwischen 2011 und 2015 je für rund die Hälfte des Flächenumsatzes verantwortlich. Nachdem die Unternehmen dieser Branche im Vorjahr nur 28 % erreichten, führen sie die Rangliste der Branchen im ersten Halbjahr 2017 mit einem Anteil von 55 % wieder deutlich an. Es folgen Unternehmen der Branche Transport, Verkehr, Lagerhaltung mit 36 %, die restlichen 9 % gehen auf Handelsunternehmen zurück. Bei Fertigstellungen von ca. 25.000 m² kamen etwa 29 % weniger Hallenfläche auf den Markt als noch im Vorjahreszeitraum.
 
Die Spitzenmiete wird im Stadtgebiet Stuttgart und im Landkreis Böblingen erreicht und liegt unverändert bei 6,20 Euro/m²/Monat. Bis Ende des Jahres wird sie aber voraussichtlich auf 6,50 Euro/m²/Monat steigen.

Für Rückfragen: Manuel Aldinger, Team Leader Industrial Agency JLL Stuttgart, + 49 (0) 711 900370 34, manuel.aldinger@eu.jll.com