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Pressemitteilung

Frankfurt

Stärkster Quartalszuwachs seit 2011 für Deutschland im Supply Chain Activity Index von JLL


Pressemitteilung inklusive Chart [PDF]

 

FRANKFURT, 17. August 2017 – Mit einem Anstieg von 1,6 % auf 112,2 im 2. Quartal 2017 verbuchte der JLL Supply Chain Activity Index* für Deutschland das stärkste Quartalswachstum seit 2011. Damit schneidet er deutlich besser ab als der European Aggregate Index, dessen Plus bei 0,6 % liegt.  
 
„Der für Deutschland stärker als erwartet gestiegene Index ist auf ein nach wie vor hohes Wirtschaftsklima und auch ein leicht stärker wachsendes BIP zurückzuführen, begleitet von einem Rekordhoch beim Geschäftsklimaindex des Einzelhandels und einem Handelsvolumen mit weiterhin stabilen Wachstum“, so Frank Weber, Head of Industrial Agency JLL Germany. Und weiter: „Wir gehen derzeit davon aus, dass der Index vor dem Hintergrund eines dynamischen Marktverlaufes in den folgenden sechs Monaten zulegen wird, wenngleich sowohl im dritten als auch vierten Quartal mit 0,6 % bzw. 0,5 % moderater“. 
 
Eine anhaltend hohe Nachfrage nach Lagerflächen, basierend auf dem weiteren Ausbau des Onlinevertriebs, der kontinuierlichen Digitalisierung der Vertriebsprozesse sowie insbesondere auf der zunehmenden Komplexität im Bereich der City Logistik dürfte im zweiten Halbjahr für einen  Lager- und Logistikflächenumsatz von noch einmal rund 3 Mio. m² sorgen. Das Gesamtjahr würde damit den Fünfjahreswert in 2017 um 17% übertreffen, das letztjährige Rekordvolumen von über 6 Mio. m² aber nicht ganz erreichen.
 
Frank Weber: „Die Lagerflächennachfrage in Deutschland folgt seit der Markterholung im Jahr 2010 denselben Nachfragekriterien in Bezug auf Flächen- und Standortanforderungen. Dies wird sich auch in absehbarer Zeit nicht erheblich ändern. Großflächige moderne Lagerflächen, kleinere Vertriebszentren in und in der Nähe von Städten sowie Flächen, die den Einsatz fortschrittlicher technologischer und digitaler Unternehmensmodelle ermöglichen, werden ihre Nutzer finden. Das größte Risiko für das Umsatzvolumen im laufenden Jahr besteht im kontinuierlich abnehmenden Angebot sowie den zunehmend längeren Baugenehmigungsprozessen für großflächige Logistikimmobilien“.
 
Für die Entwicklung in den 11 wichtigsten europäischen Lager- und Logistikflächenmärkten (neben Deutschland: Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Niederlande, Polen, Russland, Spanien, Tschechische Republik und Ungarn) stellt Alexandra Tornow, JLL EMEA Logistics & Industrial Research fest: „Aggregiert bewegt sich der Lager- und Logistikflächenmarkt auf Rekordniveau. Das Umsatzvolumen in den genannten Länden hat auch im zweiten Quartal nochmals zugelegt. Im ersten Halbjahr sind damit fast 10 Mio. m² erzielt worden, 12% mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Fünfjahresdurchschnitt wurde um 41% getoppt.
Anzeichen für eine Beeinträchtigung des internationalen Handels durch protektionistische Maßnahmen, fortbestehende geopolitische Probleme und den Klimawandel sind derzeit nicht zu erkennen. Für die kommenden sechs Monate erwarten wir zwar eine Verlangsamung des gesamteuropäischen Indexanstiegs auf 0,3 % bis 0,4 % pro Quartal. Dies dürfte einhergehen mit einer Stabilisierung der Nachfrage und einem Umsatzvolumen mit jeweils 5,5 bis 5,7 Mio. m² in den nächsten beiden Quartalen. Bleibt es bei den positiven Rahmenbedingungen könnte sich das Umsatzergebnis auf dem europäischen Lager- und Logistikflächenmarkt  2017 auf einem neuen Rekordniveau von rund 22 Mio. m² bewegen“.

 

 

 

 


*Anmerkungen

Index-Methode Die statistische Analyse zur Ermittlung des JLL Supply Chain Activity Index für Deutschland basiert auf Indikatoren mit einem hohen Korrelationsgrad mit der Flächennachfrage nach Lager- und Logistikflächen, die für die Erstellung kurzfristiger Prognosen geeignet sind. 

BIP – Quelle: Eurostat; Prognosen von Oxford Economics
Indikator der wirtschaftlichen Einschätzung – Quelle: Eurostat und kurzfristige interne Prognosen
Handelsvolumina (Exporte und Importe) – Quelle: Eurostat; Prognosen von Oxford Economics
Vertrauensindikator im Einzelhandel – Quelle: Eurostat