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Pressemitteilung

Frankfurt

Wohnungsmieten und Mehrfamilienhäuser werden in Leipzig teurer – Kaufpreise bei Eigentumswohnungen stabil

Jones Lang LaSalle veröffentlicht zum ersten Mal Residential City Profile


 
 
Frankfurt, 3. März 2009 – Auf dem Leipziger Wohnimmobilienmarkt sind für das zweite Halbjahr 2008 unterschiedliche Entwicklungen zu beobachten. Zum einen konnte ein weiterer Anstieg der Angebotsmiete* auf 5,05 Euro/m²/Monat verzeichnet werden, entsprechend einer Zunahme von über 3 % im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008. Zum anderen hat der angebotene Kaufpreis für Mehrfamilienhäuser in Leipzig um ca. 22 % auf 620 Euro/m² zugelegt. Nahezu gleich geblieben (1.430 Euro/m²) ist hingegen der Kaufpreis für Eigentumswohnungen.
 
Trotz des erneuten Anstiegs der Angebotsmiete kann in Leipzig verhältnismäßig günstig gewohnt werden. Bei den acht analysierten Städten weist Leipzig die niedrigste angebotene Schwerpunktmiete auf. Wie preisgünstig das Wohnen in Leipzig ist, zeigt ein Vergleich zu den Miethochburgen München und Frankfurt. Hier sind die Angebotsmieten mehr als das doppelt so hoch.
 
Unter anderem zu diesem Ergebnis kommt das neueste Residential City Profile Leipzig, das Jones Lang LaSalle zum ersten Mal erstellt hat. Darüber hinaus wurden auch die Wohnungsmärkte von Köln und Stuttgart zum ersten Mal analysiert. In zweiter Auflage erschienen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg und München. Zur Transparenzerhöhung  des Wohnimmobilienmarktes wurde die Analyse des Mietwohnungsmarktes auf der Basis von 167.000 Datensätzen auf Stadtbezirksebene um eine detaillierte Untersuchung der Teilsegmente Eigentumswohnungen und Mehrfamilienhäuser mit mehr als 80.000 Datensätzen bzw. 8.000 Objekten ergänzt, die sich auf Baualtersklassen und Wohnungsgrößen beziehen. Im Zusammenhang mit der Untersuchung des Marktes für Mehrfamilienhäuser lag auch der Wohninvestmentmarkt jeder einzelnen der acht Städte im Fokus.
 
 
Stärkster Anstieg der Angebotsmieten in Innenstadtbereichen
 
Der Anstieg beim Angebotsmietpreis ist vor allem im Bezirk Mitte ersichtlich. Die derzeitige Wohnraumnachfrage konzentriert sich vor allem auf diesen Bezirk sowie auf die angrenzenden Lagen entlang des Leipziger Auwaldes. Die verstärkt auf den innerstädtischen Wohnungsmarkt drängenden Singles bevorzugen dabei überwiegend eine Wohnung im sanierten Altbaubestand oder im Neubausegment. Für Neubauten hat der Preis grundsätzlich  am stärksten zugenommen (auf  5,50 Euro/m²/Monat).
Insgesamt betrachtet ist die Angebotsmiete auf dem Leipziger Wohnimmobilienmarkt, auch im Vergleich der einzelnen Stadtbezirke, nicht von überzogenen Preisvorstellungen gekennzeichnet. So beträgt die Abweichung vom höchsten Mietniveau der Stadt (Mitte: 5,75 Euro/m²/Monat) zum niedrigsten Niveau (West: 4,20 Euro/m²/Monat) gerade einmal 1,55 Euro/m².
 
„Für 2009 gehen wir von einer weiteren leichten Steigerung der Angebotsmieten in Leipzig aus“, so Stefan Mergen, bei Jones Lang LaSalle Leiter Residential Valuation Deutschland.  „Im Zuge des Stadtumbaus Ost konnte zum einen das Wohnungsüberangebot reduziert und zum anderen die längst überfälligen Altbausanierungen durchgeführt werden. Hinzu kommt eine steigende Wohnungsnachfrage bedingt durch eine positive Bevölkerungsentwicklung sowie die Erhöhung der Haushaltszahlen“.
 
 
Leipziger Kaufpreisangebote für Eigentumswohnungen haben sich stabilisiert
 
Im Vergleich der acht untersuchten Städte ist Leipzig sowohl der kleinste Markt für Eigentumswohnungen (lediglich 2.500 Angebote wurden 2008 registriert) als auch der günstigste. 
Der Schwerpunktkaufpreis für Eigentumswohnungen blieb im zweiten Halbjahr 2008 nahezu konstant bei 1.430 Euro/m². Die Klassifizierung nach Baualter zeigt deutliche Unterschiede zwischen Neubauwohnungen (1.900 Euro/m²), renovierte Altbauten aus der Gründerzeit (1.380 Euro/m²) und Plattenbauten (1.030 Euro/m²).
 
Zu den bevorzugten Lagen gehören die zentrumsnahen Stadtteile Gohlis (Bezirk Nord), Südvorstadt (Bezirk Süd) und Schleußig (Bezirk Südwest). Hier werden bis zu 2.500 Euro/m² verlangt. Den stärksten Kaufpreisverlust (-200 Euro/m²) musste der Bezirk Ost hinnehmen.
 

Steigendes Preisniveau bei Mehrfamilienhäusern
 
Die Finanzmarktkrise und die damit verbundenen restriktiven Kreditvergaben der Banken haben auch in Leipzig zu einer Verminderung größerer Portfoliotransaktionen geführt. Allerdings hat das Preisniveau nicht an Fahrt verloren. Der angebotene Schwerpunktpreis in Leipzig konnte im zweiten Halbjahr 2008 um ca. 22 % auf 620 Euro/m² zulegen. Er bewegt sich aber im Vergleich zu den anderen sieben Städten immer noch auf einem sehr moderaten Niveau. Die Kaufpreise der analysierten Städte sind mit Ausnahme von Berlin mehr als doppelt so hoch.
 
Die Zurückhaltung der Investoren machte sich vor allem den  in den Stadtbezirken Ost, Süd und Nord bemerkbar, die zum Teil geprägt sind von schlecht instand gehaltenen Wohnungsbeständen. Hier verringerte sich das Kaufpreisniveau teilweise deutlich. Auch zentrale Teillagen in z.B. Mitte sind von diesem Qualitätsdefizit betroffen und blieben deshalb  auch von dieser Entwicklung nicht verschont.
„Leipzig gehört neben Berlin und Dresden sicherlich zu den interessanten Märkten Ostdeutschlands. Die im Zuge des Stadtumbaus Ost verfolgte Reduzierung des Leerstands ist fast abgeschlossen. Trotz des sehr positiven Verlaufs stehen aber noch viele Einheiten leer. Ist dieser Wohnungsüberschuss bereinigt, kann das vorhandene Potenzial der sehr moderaten Mieten und Preise stärker ausgeschöpft werden“, so Mergen.