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Pressemitteilung

Frankfurt

Erst der März sorgt für bemerkenswerten Vermietungsschwung im ersten Quartal – Bestes Ergebnis seit 2000 auf Frankfurter Bürovermietungsmarkt

Steigende Baukosten und Ausbauzeiten werden zunehmend zum Thema


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FRANKFURT, 9. April 2018 – Der Frankfurter Bürovermietungsmarkt hat im ersten Quartal 2018 an die starke Umsatzdynamik im Vorjahr nahtlos angeknüpft. Über 152.000 m² bedeutet ein Plus von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum, gleichbedeutend dem besten ersten Quartal seit dem Jahr 2000. Ein Plus von rund 50 % gegenüber dem 5- bzw. 10-Jahresschnitt sprechen ebenfalls eine deutliche Sprache. „Wir gehen davon aus, dass der durch einige Überhänge aus 2017 allerdings erst ganz zum Ende des Quartals entstandene Vermietungsschwung sich im Jahresverlauf weiter intensivieren wird“, so Markus Kullmann, Team Leader Office Leasing JLL Frankfurt. Kullmann betont: „Aufgrund dieser auch zu Beginn des zweiten Quartals zu spürenden Dynamik haben wir unsere Prognose für das Gesamtjahr auf 575.000 m² angehoben, ein Vermietungsvolumen deutlich oberhalb des Schnitts der letzten fünf bzw. zehn Jahre.“ Der Vermietungsexperte weiter: „Wie die weiteren Ergebnisse der Brüsseler Brexit-Verhandlungen durch international agierender Banken aufgenommen und wie sie sich auf den Frankfurter Bürovermietungsmarkt auswirken werden, bleibt abzuwarten.“
 
Unter den Top 10 der größten Deals ist zweimal der Teilmarkt West vertreten, unter anderem mit der größten Anmietung im ersten Quartal durch die Frankfurter Allgemeine Zeitung an der Europaallee (24.000 m²) und dreimal die Bankenlage. Entsprechend sind die genannten Teilmärkte auch an Top 1 und 2 in der Teilmarktstatistik zu finden, die Bankenlage mit über 30
Deals und knapp 39.000 m² an erster Stelle, gefolgt von „West“ mit 30.000 m² und sechs Deals. „Vor allem zentrale und gut erreichbare Lagen mit guter Anbindung an den ÖPNV stehen im Fokus. Die Erreichbarkeit für die Arbeitnehmer wird bei der Anmietungsentscheidung ein immer wichtigerer Faktor“, so Kullmann.
 
Ein außergewöhnliches Vermietungsvolumen durch die Anmietung der FAZ erzielt die Branche „Verlagswesen, Medien“, die in der Umsatzstatistik die sonst in Frankfurt führenden „Unternehmensbezogenen Dienstleistungen“ und „Banken, Finanzdienstleistungen“ mit Abstand auf die Plätze verweist. „Diese Reihenfolge wird mit ziemlicher Sicherheit eine Momentaufnahme bleiben. Auffällig ist auch, dass sich die ‚Flexible Workspace‘-Anbieter, die das Jahr 2017 deutlich geprägt hatten, in den ersten drei Monaten lediglich mit 4.000 m² in die Statistiken eingetragen haben. Es ist allerdings im Laufe des Jahres mit größeren Abschlüssen auch neuer Anbieter aus diesem Bereich zu rechnen - auch außerhalb des CBD“, so Kullmann.
 
„Zunehmend werden die steigenden Baukosten und Ausbauzeiten ein beherrschendes Thema auch im Bürovermietungsmarkt. Das könnte dazu führen, dass sowohl Anmietungsentscheidungen seitens der Nutzer als auch Entscheidungen über einen spekulativen Baubeginn seitens der Entwickler beschleunigt werden, um steigenden Kosten entgegenzuwirken. Inwieweit das realistisch oder Wunschdenken ist, bleibt abzuwarten. Denn als Beschleunigungsbremse könnte die angespannte Situation in der Bauwirtschaft wirken – die aufgrund der bestens gefüllten Auftragsbücher oft mit Engpässen zu kämpfen hat“, so Kullmann. Aus heutiger Sicht wird das Fertigstellungsvolumen über die nächsten Jahre weiter zunehmen, und könnten in 2020 annähernd 400.000 m² erreichen. Rund 40.000 m² waren im ersten Quartal 2018 zu verbuchen, davon allerdings nur ca. 13.000 m² in zwei Projekten frei am Markt. Im Jahresverlauf 2018 werden voraussichtlich noch weitere 113.000 m² fertiggestellt – lediglich 20 % davon frei verfügbar.
Aufgrund dieses relativ moderaten Fertigstellungsvolumens im laufenden Jahr und der erwartet dynamischen Umsatzentwicklung dürfte sich die Leerstandsquote von 7,4 % Ende März in den kommenden neun Monaten weiter auf 6,8 % verringern. Danach dürfte es eher zu einer Seitwärtsbewegung als zu einer weiter rückläufigen Tendenz kommen.
 
Zumindest für das erste Quartal 2018 gilt: die Spitzenmiete bleibt mit 38 Euro / m² / Monat stabil. Bis zum Jahresende wird ein Anstieg um einen Euro erwartet. Das Gros der Nachfrage findet sich wie immer im Bereich 10 – 20 Euro / m² / Monat. In dieser Mietpreisklasse stehen die erweiterte Bankenlage, das Europaviertel und Gateway Gardens im Fokus der Nutzer. Auch in höheren Mietpreisklassen konnten Anstiege beim Flächenvolumen bilanziert werden, beispielsweise zwischen 20 und 25 Euro oder auch zwischen 35 und 40 Euro / m² / Monat.
Markus Kullmann: „Es wird spannend zu sehen sein, wo die nächsten Großabschlüsse in den neuen Hochhäusern stattfinden werden. Und: was bedeutet es für die Entwicklung des Marktes, wenn Vermietungsergebnisse in den kommenden Monaten doch noch nicht vermeldet werden können. Grundsätzlich ist die Nachfrage nach hochwertigen Flächen im Spitzenmietpreissegment vorhanden. Es zeichnet sich dabei ab, dass die neuen Objekte sich aufgrund der am Markt vorhandenen Anfragen zu ‚Multi-Tenant-Türme‘ entwickeln werden.“