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Pressemitteilung

London

Preisanstieg verlangsamt - Prognose für den britischen Wohnimmobilienmarkt


 
 
London, 31. Mai 2010 – Auf dem britischen Wohnimmobilienmarkt gibt es Anzeichen einer Verlangsamung des seit Ende 2009 anhaltenden rapiden Preisanstiegs. Im April 2010 sind die Wohnimmobilienpreise um 1,1 % gestiegen, nachdem der Anstieg im März noch 1,5 % betragen hatte. Das Preisniveau lag im April 2010 bereits 13,6 % über dem Stand Anfang 2009. Im Jahresvergleich beträgt das Plus gegenüber April 2009 10 %.
 
„Die Erholung der britischen Wohnimmobilienpreise, die Ende 2009 mit viel Schwung einsetzte, hat die Marktteilnehmer überrascht. Die Preise notieren derzeit nur noch 9,8 % niedriger im Vergleich zu den Spitzenwerten Ende 2007“, so James Thomas, Leiter Residential Investment and Development bei Jones Lang LaSalle UK.
 
Der jeweils im Einjahres-Vergleich gemessene Preisanstieg dürfte sich im Jahresverlauf 2010 weiter abschwächen und in ganz Großbritannien zum Jahresende bereits wieder leicht (1 %) unter dem Niveau von Ende 2009 liegen. Für London wird Ende 2010 ein Wert auf gleichem Niveau wie Ende 2009 erwartet.
 
Unter anderem zu diesen Ergebnissen kommt der neueste Report UK Residential Market Forecasts von Jones Lang LaSalle.
 
James Thomas weiter: „Die Auswirkungen struktureller Veränderungen auf die nationale Volkswirtschaft – mit dem Ziel, die Staatsverschuldung abzubauen – haben Käufer und Verkäufer allerdings zuletzt verunsichert. London und der Süden Großbritanniens werden infolge von Investments aus globalen Kapitalquellen, die von der anhaltenden Schwäche des britischen Pfundes profitieren, wahrscheinlich besser abschneiden als der übrige britische Markt.“
 
Die Prognose berücksichtigt die Auswirkungen, die das Ergebnis der Parlamentswahlen auf den Wohnimmobilienmarkt haben wird. Die Pläne, die Kapitalertragssteuer für sogenannte „non-business assets” wie Zweitwohnungen und vermietete Immobilien von 18 % auf mindestens 40 % anzuheben,  sowie die Tatsache, dass “Home Information Packs” zum Verkauf einer Immobilie nicht mehr vorgelegt werden müssen, werden das Angebot an Wohnimmobilien kurzfristig erhöhen und die Preise nach unten drücken.
 
Rob Bruce, Leiter Residential Research UK, ergänzt: „2011 ist mit einer Stabilisierung des Marktes zu rechnen, sodass die konjunkturelle Erholung bis 2012 endgültig Fuß fassen kann. Die Aussichten für den Wohnimmobilienmarkt bleiben mittel- bis langfristig stark. Die Nachfrage, die Aktivität auf dem Markt und die Preise werden 2012 bis 2014 vor dem Hintergrund einer sich verbessernden Aktivität seitens Kreditgebern und Projektentwicklern zunehmen. Bis 2013 ist mit einer Inflation der Wohnimmobilienpreise durchaus in den zweistelligen Bereich hinein zu rechnen, teilweise verstärkt durch die strukturelle Unterversorgung mit neuen Wohnimmobilien in Großbritannien.“