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Pressemitteilung

Hannover

So anziehend ist keine andere Metropole: Einzelhandelsstandort Hannover überzeugt durch hohe Zentralität, stabile Mieten und starke Projekte

Jones Lang LaSalle erwartet stabile Entwicklung im zweiten Halbjahr


 
Hannover, 23. Juni 2010 – Die Einzelhandelsspezialisten von Jones Lang LaSalle haben die wichtigsten Einkaufsstraßen in Hannover unter die Lupe genommen. Im ersten Halbjahr 2010 erzielen die drei Toplagen Georgstraße, Bahnhofstraße und Große Packhofstraße jeweils Spitzenmieten bis 180 Euro/m². In der Karmarschstraße liegen die Mieten mit bis zu 160 Euro/m² nur unwesentlich niedriger. Für das zweite Halbjahr erwartet Jones Lang LaSalle in allen Lagen konstante Werte. Hannover zählt damit zu den zehn teuersten Handelsstandorten Deutschlands. Im Zehn-Jahres-Vergleich ist die Spitzenmiete um mehr als ein Viertel gestiegen. Im Vergleich zu den wichtigsten Nachbarstädten verzeichnet nur Osnabrück ähnliche Zuwachsraten, erzielt aber mit 95 Euro/m² deutlich niedrigere Spitzenwerte. Mehrere Projektentwicklungen stärken die Innenstadt und stellen das Gleichgewicht zwischen der Ernst-August-Galerie und den bestehenden Toplagen sicher.
 
Starke Anziehungskraft auf das Umland
 
Mit einer fast 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegenden Zentralitätskennziffer übt Hannover eine sehr starke Anziehungskraft auf das Umland aus und lässt in dieser Hinsicht alle deutschen Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern hinter sich. Der Einzelhandelsumsatz je Einwohner wird für 2010 mit über 7.000 Euro beziffert. Absolut werden rund 3,7 Milliarden Euro Einzelhandelsumsatz erwartet. Deutlich mehr als in den Nachbarstädten Bielefeld (2,1) und Braunschweig (2,0).
 
Spitzenlage Georgstraße hält aufstrebende Einkaufsstraßen souverän in Schach
 
In der Toplage Georgstraße ist eine solide Flächennachfrage für die insgesamt fast 70 Ladenlokale zu beobachten. Auch für Leerstände in schwächeren Bereichen der Lage finden sich aktuell interessierte Kunden. Der Backwarenfranchiser Back-Factory siedelte sich im ersten Quartal in der Georgstraße 19 an. In der Georgstraße 31-33 eröffneten unlängst nach Umbau Christ und Mustang.
 
Im Bereich der Oper geht die Flächennachfrage überwiegend von hochwertigen Anbietern der Textil- und Schuhbranche aus. Im August  eröffnet dort das Jackenlabel Wellensteyn in der Georgstraße 54. In unmittelbarer Nähe hatte Ende 2009 das Modelabel Elégance die frühere Fläche von Polster Richter übernommen.
 
Aufsteiger Bahnhofstraße weiter auf dem Vormarsch
 
Die Bahnhofstraße weist unter den Toplagen mit fast 50 Prozent die höchste Mietzuwachsrate im Zehn-Jahres-Vergleich auf. Boris Wachter, Niederlassungsleiter bei Jones Lang LaSalle in Hannover: „Ähnlich wie die unterirdisch verlaufende Niki-de-Saint-Phalle-Promenade schärft sie weiter ihr Profil als Young-Fashion-Meile. Zusammen mit dem Ernst-August-Platz am Hauptbahnhof stellt die Bahnhofstraße ein attraktives Entree in die Einkaufsmeilen dar. Die Eröffnung der Ernst-August-Galerie im Herbst 2008 hat die Stellung der Bahnhofstraße gestärkt.“
 
Jüngste Mieterwechsel in der Ernst-August-Galerie sind die Umwandlung der Avanti-Filiale in einen C&A Family Store, die Ansiedlung des neuen deutschen Konzeptes Arqueonautas und des Modefilialisten Ernstings Family. In der Passage im Hauptbahnhof wurde mit der Eröffnung von Esprit und der britischen Accessoires- und Modekette Monsoon die Attraktivität als Einkaufspassage weiter gestärkt.
 
Die Ernst-August-Markthalle bietet nach einem Umbau ab 2011 drei mehrgeschossige Einzelhandelsflächen, die unter anderem von Esprit bezogen werden sollen.
 
Entwicklungspotenzial in der Großen Packhofstraße wird zusehends realisiert
 
Mit knapp 30 Flächen zeigt die Große Packhofstraße in den letzten zehn Jahren eine sehr stabile Entwicklung. Die Mieten legten in dieser Zeit um rund 20 Prozent zu. Jüngster Neuzugang ist Hallhuber in der ehemaligen Puma-Fläche. Im Juni beginnt der Umbau des früheren Karstadt Heim- und Technikhauses. Ab dem Frühjahr 2011 sollen dort unter anderem der Ankermieter im Erdgeschoss sowie ein Drogerie- und Lebensmittelmarkt im Untergeschoss eröffnen. Auch für das Erdmann-Haus werden aussichtsreiche Verhandlungen geführt. Ab Ende Juni wird das Gebäude interimistisch durch den Das Depot genutzt. Geplant ist eine Neuentwicklung mit rund 2.700 m² Handelsfläche. Boris Wachter, Niederlassungsleiter bei Jones Lang LaSalle in  Hannover: „Die Große Packhofstraße gewinnt mit den erfolgten und anstehenden Projektentwicklungen zusätzlich an Attraktivität und steht mit einem Filialbesatz von 100 % auf der Wunschliste nationaler und internationaler Filialisten und Investoren ganz weit oben“.
 
Viel Bewegung in der Karmarschstraße
 
Neben der Bahnhofstraße zeigt die Karmarschstraße in den letzten zehn Jahren mit über 40 Prozent die höchsten Mietpreiszuwächse. Der vergleichsweise niedrige Filialisierungsgrad der Lage mit insgesamt 45 Ladenlokalen dürfte in Zukunft weiter ansteigen. So haben die Arbeiten für den Umbau der vier Einzelhandelsgeschosse des Kröpcke-Centers an der Schnittstelle zwischen Georgstraße, Karmarschstraße und Bahnhofstraße begonnen. Bis zum Jahresende soll der Rohbau fertig sein. Im Herbst 2011 kann Peek&Cloppenburg als Anker einziehen. Anschließend werden die übrigen Einzelhandelsflächen saniert und voraussichtlich 2012 eröffnet. Das Objekt bietet eine exzellente Passantenfrequenz und dürfte den Aufwärtstrend der Lage weiter fördern.
 
Im Neubau des ehemaligen Heutelbeck haben mit s.Oliver, Roland Schuhe und Marc O’Polo zugkräftige Mieter eröffnet. Wachter: „Auch sonst zeigt sich die Lage in Bewegung. Der Taschenfilialist X-Bags hat sich neben seiner neuen Filiale in der Großen Packhofstraße auch am Kröpcke angesiedelt. Pfeiffer+Müller (WMF) wechselt in die Weltbild-Fläche auf der gegenüber liegenden Straßenseite. Nachmieter in der WMF-Fläche wird als neuer Eigentümer das Leihhaus Hannovera. Zudem hat der Herrenausstatter Michael Jondral seine Fläche vergrößert.“
 
Nach Beendigung der Bauarbeiten am Kröpcke-Center soll die Straßenpflasterung bis zum Opernplatz erneuert werden. Mit der Maßnahme und der hochwertigen Möblierung und Begrünung entwickelt sich auch die Luisenstraße zu einer exklusiven Flaniermeile. Zuletzt hat dort die Boutique Vivace die ehemalige Elégance-Fläche übernommen.
 
Gesunde Center-Flächenausstattung
 
Die Ausstattung mit Shopping Center-Flächen war in Hannover traditionell niedrig. Die Ernst-August-Galerie hat die langjährige Flächenknappheit in der Innenstadt verringert ohne die bestehenden Lagen zu beeinträchtigen. Bezogen auf Center mit über 10.000 m² Nutzfläche beträgt die Flächenausstattung je 1.000 Einwohner sehr verträgliche 58 m².
 
Wachter zur Entwicklung der umliegenden Centerstandorte: „Das Ihme-Zentrum in Hannover-Linden wird nach der Insolvenz der Projektgesellschaft im Auftrag der Landesbank Berlin nun mit Unterstützung der amerikanischen Hines-Gruppe neu konzipiert.  Die komplizierten Eigentumsverhältnisse konnten wohl zwischenzeitlich gelöst werden. Bis zum Ende des Jahres erwarten wir positive Signale. Außerdem wird das Leine-Center in Laatzen-Mitte um 23.000 m² Verkaufsfläche erweitert. Rund 11.000 m² Verkaufsfläche sollen durch den Umbau des mit dem Leine-Center verbundenen ehemaligen Hertie-Hauses in der Robert-Koch-Straße entstehen. Weitere Verkaufsflächen entstehen in einer Ladenzeile an der Ostseite des Parkplatzes und in den geplanten Laatzen-Arkaden. Ab dem Spätsommer 2011 könnte das Leine-Center dann über rund 51.000 m² Verkaufsfläche verfügen.“
 
Gute Stimmung auch auf dem Investmentmarkt
 
Auch der Investmentmarkt für handelsgenutzte Immobilien kommt wieder in Bewegung. Jüngste Transaktion ist der Verkauf des Ärzte- und Geschäftshauses Karmarschstraße 33-35 mit rund 1.400 m² Nutzfläche. Für das erste Halbjahr beziffert Jones Lang LaSalle die Nettoanfangsrenditen für Spitzenobjekte mit rund 4,9 Prozent. Im Vergleich zu den Nachbarstädten Bielefeld und Osnabrück (je 5,1 Prozent) sowie Braunschweig und Kassel (je 5,4 Prozent) zeigt sich auch hier die herausragende Stellung der Landeshauptstadt. Die am stärksten nachgefragte Lage ist die Georgstraße mit Spitzenrenditen um 4,8 Prozent.
 
In punkto Wertentwicklung kann Hannover sich durchaus mit den großen Metropolen messen. Nach den Berechnungen von Jones Lang LaSalle konnten Investoren mit Spitzenobjekten im Laufe der letzten zehn Jahre Wertsteigerungen um fast ein Drittel realisieren.