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Pressemitteilung

Berlin

Bread & Butter macht Berlin zur deutschen Streetwearhauptstadt

Jones Lang LaSalle analysiert Auswirkungen der Modemessen auf den Einzelhandelsstandort - Hackescher Markt als Zentrum für Urbanwear-Labels


 
Berlin, 14. Juli 2010 – Die Berlin Fashion Week hat die Hauptstadt in der vergangenen Woche einmal mehr in einen großen Laufsteg verwandelt. Besonders die Streetwear-Messe Bread & Butter hat den Status einer Brand Bible und lockt nicht nur die Protagonisten der internationalen Modeszene magisch an. Auch für den Einzelhandelsstandort Berlin ist sie von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Jones Lang LaSalle hat die Auswirkungen auf das Berliner Szene-Quartier Hackescher Markt untersucht und Mietermix sowie Mietpreissituation des Einzelhandelsstandorts bewertet.
 
Die Mover & Shaker aus Berlin-Mitte sind die Trendsetter der deutschen Streetwear-Szene
 
Andreas Kogge, Leiter Einzelhandelsimmobilien bei Jones Lang LaSalle in Berlin: „Besonders die Bread & Butter bringt Berlins Einzelhandelsszene in Bewegung. Viele Marken haben die Stadt als permanentes Schaufenster entdeckt und schätzen die Internationalität und Dynamik Berlins. Besonders gut korrespondieren die Messen dabei mit der Szene im Quartier Hackescher Markt.“
 
Nach Einschätzung von Jones Lang LaSalle verzeichnete kein anderer deutscher Handelsstandort in den letzten Jahren einen ähnlichen Aufschwung wie der Hackesche Markt. Kogge weiter: „Wer durch die Spandauer Vorstadt schlendert, erlebt exemplarisch, dass die Modewelt, insbesondere progressive Anbieter von Street- und Urbanwear, hier monatlich neue Shops eröffnen. Couture und Streetwear ergänzen sich perfekt und eine Prise Avantgarde kennzeichnet den Übergang zur etablierten Modeszene.“
 
Quartier Hackescher Markt: Jeder dritte Shop verkauft Streetwear
 
Der Einfluss der Bread & Butter lässt sich unmittelbar im Mietermix des Hackeschen Marktes ablesen. Nach Berechnungen von Jones Lang LaSalle legen mehr als drei Viertel der dort ansässigen Textil- und Schuh-Anbieter ihren Fokus auf den Streetwear-Bereich. Bezogen auf das insgesamt 300 Stores und rund 45.000 m² umfassende Einzelhandelsflächenangebot am Hackeschen Markt entfallen jeweils rund ein Drittel auf die Streetwearszene. Marken wie Herr von Eden, die Berliner Designer Kaviar Gauche und LaLa Berlin oder der Multilabel-Store 14 oz ergänzen das Angebot am Hackeschen Markt um einen eher schicken und avantgardistischen Stil. Auch in diesem Segment ist die Berliner Fashion Week als Impulsgeber und Trendsetter für aufsteigende Labels zu sehen.
 
Spitzenmieten in den letzten drei Jahren um bis zu zwei Drittel gestiegen
 
Das gestiegene Interesse am Einzelhandelsstandort Hackescher Markt hat sich im Laufe der letzten drei Jahre auch auf die Mietpreise ausgewirkt. Wurden 2006 bei Neuvermietung einer 100 m²-Fläche noch Spitzenwerte von 50 bis 75 Euro/m² gemessen, liegen diese heute bei bis zu 125 Euro/m². Die teuersten Bereiche sind der Hackesche Markt in Richtung Rosenthaler Straße und die Neue Schönhauser Straße. Die Ladenmieten erreichen dort zwischen 100 und 125 Euro/m². Vom Hackeschen Markt in Richtung Oranienburger Straße, im weiteren Verlauf der Rosenthaler Straße bis SAP und in der Münzstraße werden 75 bis 100 Euro/m² erzielt.
 
Mit Mieten zwischen 50 und 75 Euro/m² beziffert Jones Lang LaSalle die Rosenthaler Straße ab SAP, die Alte Schönhauser Straße und den hinteren Bereich der Münzstraße. Zu vergleichsweise günstigen Mieten zwischen 35 und 60 Euro/m² lassen sich Ladenlokale im Bereich Dircksenstraße / Rochstraße / Rosa-Luxemburg-Straße, in der Weinmeisterstraße und in der Mulackstraße finden.
 
Fazit: Bread & Butter reanimiert Berlin als szenigen Modestandort
 
Kogge: „Der Berlin Mitte-Style hat sich international zu einem eigenständigen Begriff entwickelt. Neben dem Hackeschen Markt profitieren auch andere Bezirke von der neuen Wahrnehmung und internationalen Beachtung. Der Prenzlauer Berg beheimatet um die Kastanienallee viele interessante Konzepte. Auch das eher bürgerliche Charlottenburg mit den klassischen Toplagen Kurfürstendamm und Tauentzienstraße zieht vermehrt innovative Modekonzepte an. Aus unserer Sicht ist diese positive Entwicklung in erheblichem Maße auf die Bread & Butter zurückzuführen, die Berlin als Modestandort weiter etabliert hat. Nicht nur als Messe-, auch als Einzelhandelsstandort ist Berlin die ideale Location für Streetwear-Labels. Immer häufiger zeigen die erfolgreichen unter ihnen nach einem Probelauf in Berlin auch Interesse an einer Expansion in andere deutsche Metropolen und sorgen dort für neue Impulse im Mietermix.“