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Pressemitteilung

London / Frankfurt

Weltweites Transaktionsvolumen im 2. Quartal doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor


 
  
London / Frankfurt, 16. Juli 2010 – Nach den neuesten Zahlen von Jones Lang LaSalle beliefen sich die globalen Transaktionsvolumina für Gewerbeimmobilien* im 2. Quartal 2010 auf ca. 66 Mrd. US-Dollar und lagen damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorquartal. Gleichzeitig ist eine Verdoppelung gegenüber dem 2. Quartal 2009 zu notieren. Damit wurden im gesamten 1. Halbjahr 2010 weltweit insgesamt Immobilien für 130 Mrd. USD gehandelt. 
 
Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group (ICG) von Jones Lang LaSalle: „Die Investmentmärkte nehmen wieder Fahrt auf. Allerdings bewegen sich die Volumina immer noch  deutlich unter dem Niveau vor der Kreditkrise; das Wachstum seit dem 3. Quartal 2009 war relativ bescheiden. Für das Gesamtjahr 2010 rechnen wir mit einem globalen Transaktionsergebnis von rund 300 Mrd. US-Dollar. Das entspricht im Jahresvergleich einem Plus von 40% bis 50%, gegenüber den Rekordvolumina von 2006 und 2007 ist das allerdings immer noch weniger als die Hälfte.“
 

Überblick nach Regionen
 
Der asiatisch-pazifische Raum verzeichnete im 2. Quartal einen Rückgang der Investitionsvolumina gegenüber dem vorangegangenen Quartal von 34% auf 15 Mrd. US Dollar. Dabei waren in Japan, China und Australien deutliche Einbußen zu beobachten, während Hongkong und Taiwan Zuwächse zeigten. Im Vergleich zum 2. Quartal des Vorjahres sind die Volumina in der gesamten Region um 21% gestiegen (Q2 2009: 13 Mrd. USD). „Wenn der Trend aus dem 1. Halbjahr anhält, könnte das Transaktionsvolumen 2010 rund 30% über dem des Vorjahres liegen und sich damit im mittleren 80 Mrd. US-Dollar Bereich bewegen“, so Stuart Crow, Leiter der Jones Lang LaSalle Asia Capital Markets Group.

In der Region EMEA (Europa, dem Nahen Osten und Afrika) wurde gegenüber den ersten drei Monaten im 2. Quartal ein Investitionszuwachs von 15% auf 23 Mrd. Euro notiert, im Einjahresvergleich ein Plus von  80 % (in US-Dollar:  29 Mrd. USD, + 5 % gegenüber dem vorangegangenen Quartal und + 70 % gegenüber dem 2. Quartal 2009). Auf Großbritannien entfielen dabei mehr als 40 % des EMEA-Volumens mit London als weltweit aktivstem Markt, der allein annähernd 5 Mrd. USD Kapital anzog. „Wir haben in diesem Jahr bislang eine deutliche Zunahme bei den Aktivitäten und Preisen beobachten können, insbesondere für Spitzenimmobilien in London“, so Julian Stocks, Leiter Capital Markets England bei Jones Lang LaSalle. Und weiter: „In den letzten Wochen hat sich die Stimmung in England aber leicht gedreht, das Gleichgewicht zwischen Verkäufern und Käufern verschoben. Ich rechne in den nächsten Monaten mit nur noch minimalen Renditeveränderungen. Aufgrund der genannten Entwicklung dürfte der Umsatz 2010 in England nur wenig über dem des Jahres 2009 liegen.“

Investoren nehmen zunehmend auch Frankreich, Deutschland, die skandinavischen Länder sowie Polen ins Visier.
Für das Gesamtjahr 2010 rechnet Jones Lang LaSalle in der EMEA-Region mit einem deutlichen Plus von 35% gegenüber 2009 und einem Transaktionsvolumen, das die 100 Mrd.-Marke (rund USD 130 Mrd.) erreichen könnte. 
  
In der Region Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) war im 2. Quartal 2010, ausgehend von einem niedrigen Vorquartalsniveau, mit 54 % ein starker Zuwachs zu verzeichnen (auf  21 Mrd. USD). Damit hat sich im Einjahresvergleich das Volumen mehr als vervierfacht (2. Quartal 2009: 5 Mrd. USD). „Das weltweit stärkste prozentuale Wachstum des Transaktionsvolumens eines Landes gegenüber den ersten drei Monaten des Jahres wurde im 2. Quartal 2010 in Brasilien verzeichnet“, so Steve Collins, Leiter der ICG Amerika. Und weiter: „Hier hat sich das Volumen auf 1,6 Mrd. USD verdreifacht und befindet sich damit auf Rekordniveau. Eine Verdoppelung im gleichen Zeitraum verzeichnete Kanada (auf 3,5 Mrd. USD)“.  Zwar zeigt sich auch in den USA eine starke Investorennachfrage nach Core-Assets; bis dato war der Markt allerdings gekennzeichnet von einem Mangel an solchen Produkten. Deren Angebot wird in der zweiten Jahreshälfte 2010 aber zunehmen. „Insgesamt gehen wir für die Region Amerika von einem Wachstum des Transaktionsvolumens um mindestens 80% auf 80 – 85 Mrd. USD aus“, so Collins. 
 
 

* Vorläufige und gerundete Zahlen. Transaktionen von Grundstücken, Wohnimmobilien und Projektentwicklungen, jegliche Transaktionen unter 5 Mio. USD sowie Käufe von Unternehmen, die Eigentümer auch von Immobilien sind, sind nicht berücksichtigt.