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Pressemitteilung

Frankfurt

Hohe Nachfrage nach Shopping Centern und Geschäftshäusern sorgt  für gute Halbjahreszahlen auf dem Investmentmarkt für Handelsimmobilien

Jones Lang LaSalle beziffert das Transaktionsvolumen mit rund 4,3 Milliarden Euro


 
Frankfurt, 26. Juli 2010 – Der Investmentmarkt für handelsgenutzte Gewerbeimmobilien in Deutschland setzt seinen Aufwärtstrend fort. Besonders Shopping Center und innerstädtische Geschäftshäuser stehen im Fokus der Investoren und sorgen für gute Halbjahreszahlen. Nach Berechnungen von Jones Lang LaSalle liegt das Transaktionsvolumen zur Jahresmitte bei rund 4,33 Milliarden Euro. Das Vorjahresergebnis (1,15 Milliarden Euro) hat sich damit fast vervierfacht. Handelsimmobilien repräsentieren damit rund 45 Prozent des Investitionsvolumens für Gewerbeimmobilien, das Jones Lang LaSalle für die ersten sechs Monate mit 9,44 Milliarden Euro beziffert. Die vorliegende Analyse umfasst alle Handelsimmobilien-Kategorien von Geschäftshäusern in 1a-Lagen über Shopping Center und Warenhäuser bis hin zu Fachmarktprodukten.
 
Europäische Kernländer im Fokus der Anleger – Deutschland profitiert überproportional
 
Jörg Ritter, Leiter Einzelhandelsinvestment Deutschland bei Jones Lang LaSalle, wertet die Zahlen als weiteren Beleg für einen anhaltenden Aufwärtstrend: „Das Transaktionsgeschehen hat sich weiter stabilisiert und die großen Volkswirtschaften stehen im Mittelpunkt dieser Entwicklung. Neben Großbritannien ist Deutschland der mit Abstand aktivste Investmentmarkt für Handelsimmobilien in Europa. Institutionelle und internationale Investoren sind derzeit die maßgeblichen Player auf dem deutschen Markt und erklären die hohen Transaktionsvolumina in der Assetklasse Shopping Center.“
 
Shopping Center: Volumenstärkstes Anlagesegment kann an Vorkrisenjahr 2007 anknüpfen
 
Nach einem starken ersten Quartal repräsentieren Shopping Center mehr als die Hälfte des Transaktionsvolumens im ersten Halbjahr. Insgesamt notiert Jones Lang LaSalle zur Jahresmitte ein Transaktionsvolumen von 2,4 Milliarden Euro. Im Vorjahreszeitraum war zur Jahresmitte noch ein Volumen von lediglich 275 Millionen Euro zu verzeichnen. Erstmals kann die Kategorie wieder an das Vorkrisenjahr 2007 anknüpfen, als im Gesamtjahr rund 2,6 Milliarden Euro in Shopping Center investiert wurden.
 
Herausragender Deal im Bereich Shopping Center und eine der größten jemals realisierten europäischen Portfoliotransaktion im Einzelhandelssegment war der Verkauf eines durch die Multi Corporation entwickelten Shopping Center-Portfolios im Wert von 1,3 Milliarden Euro an das niederländische Unternehmen Corio. Die Mehrzahl der im Portfolio enthaltenen Objekte befindet sich in Deutschland und geht mit rund 1,166 Milliarden Euro in die Erhebung ein. Im Einzelnen handelt es sich um das Shopping Center Forum Duisburg und die im vergangenen Herbst eröffnete Centrum Galerie in Dresden sowie fünf Projektentwicklungen, darunter der Boulevard Berlin, die Arneken Galerie in Hildesheim und die Königsgalerie in Duisburg.
 
Geschäftshäuser in innerstädtischen 1a-Lagen: Volumen des 1. Quartals exakt verdoppelt
 
Viele Investoren sehen Geschäftshäuser in Toplagen zurecht als „sicheren Hafen“. Sie weisen aufgrund der konstanten Mietpreisentwicklung für Einzelhandelsflächen eine stabile Wertentwicklung auf. Obwohl die Investoren in diesem Bereich weiterhin nur ein geringes Objektangebot vorfinden, hat sich das Transaktionsvolumen im ersten Halbjahr mit 626 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahreszeitraum exakt verdoppelt.
 
Warenhäuser: Einzelverkäufe bestimmen das Marktgeschehen
 
Im Bereich Warenhäuser dominieren weiterhin Einzelverkäufe das Transaktionsgeschehen. Mit rund 337 Millionen Euro im ersten Halbjahr hat sich der entsprechende Vorjahreswert (142 Millionen Euro) mehr als verdoppelt. Größere Portfoliotransaktionen sind bislang ausgeblieben.
 
Fachmarktprodukte: Nach schwachem Jahr 2009 wieder leichter Aufwärtstrend
 
Die bei Investoren wegen ihrer defensiven Qualitäten geschätzten Fachmarktprodukte erzielten in allen Unterkategorien Zuwächse. Die großen Fachmarktzentren können das Vorjahresergebnis mit 440 Millionen Euro mehr als verdoppeln. Fachmärkte erzielen im ersten Halbjahr rund 235 Millionen Euro (1. Hj. 2009: 62 Millionen Euro). Der Bereich Supermärkte / Discounter hat sich ebenfalls erholt und das erste Halbjahr mit knapp 300 Millionen Euro abgeschlossen (1. Hj. 2009: 166 Millionen Euro).
 
Investorengruppen: Institutionelle Investoren dominieren das Marktgeschehen
 
Institutionelle Investoren bestimmen im ersten Halbjahr klar das Marktgeschehen. Börsennotierte Immobiliengesellschaften sind mit einem Anlagevolumen von rund 1,44 Milliarden Euro die aktivste Investorengruppe. Asset/Fonds-Manager folgen mit rund 720 Millionen Euro. Offene Fondsgesellschaften komplettieren die Top 3 mit einem Volumen in Höhe von rund 670 Millionen Euro. Auch Geschlossene Fonds zählen mit einem Investitionsvolumen von 360 Millionen Euro zu den aktivsten Anlegern. Private Investoren treten mit knapp 170 Millionen Euro Transaktionsvolumen in Erscheinung und finden in ihrem Marktsegment weiterhin ein sehr eingeschränktes Angebot vor.
 
Ausblick 2. Halbjahr: Retail-Investmentmarkt weiter auf Stabilisierungskurs
 
Das Fazit von Jörg Ritter fällt positiv aus: „Qualität bleibt weiterhin das wichtigste Verkaufskriterium. Aber auch bei den opportunistisch ausgerichteten Investoren stellen wir vermehrt Interesse fest. Das wieder günstigere Kapitalmarktumfeld wirkt sich positiv auf die Möglichkeiten der Fremdkapitalbeschaffung aus. Größere Objektvolumina können wieder vermehrt gestemmt werden. Insgesamt rechnen wir für das zweite Halbjahr mit einer Fortsetzung der Belebung auf dem Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien, die in nicht unwesentlichem Maße auch vom Einzelhandelssegment ausgehen wird.“