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Pressemitteilung

Frankfurt

Deutscher Investmentmarkt für Logistikimmobilien erholt sich

Transaktionsvolumen verdreifacht sich - Spitzenrenditen unter Druck


 
 
Frankfurt, 30. Juli 2010 – Das bundesweite Transaktionsvolumen für Logistik- und Industrieimmobilien belief sich im 1. Halbjahr 2010 auf rund 753 Mio. Euro, entsprechend einer Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit ist bereits das Volumen des gesamten Vorjahres um 37% übertroffen (2009: 550 Mio. Euro). Aufgrund eines großen Portfolio-Deals machte der Anteil der ausländischen Investoren mehr als 50 % des Ergebnisses aus.

Gemessen am gesamten Transaktionsvolumen gewerblicher Immobilien in Deutschland (H1 2010: 9,4 Mrd. Euro) liegt der Anteil der Logistik-/Industrieimmobilien bei 8 %.

Nach einem verhaltenen ersten Quartal (rund 200 Mio. Euro) hat das Volumen zwischen April und Ende Juni deutlich zugelegt (553 Mio. Euro). Allein der Verkauf  des HBI (Halverton Babcock Industrial Fonds) Portfolios (von 34 Liegenschaften mit rund 860.000 m²) an den englischen REIT Hansteen Holdings machte dabei 330 Millionen Euro aus. Diese Transaktion beeinflusst aufgrund seiner Größe alle statistischen Untersuchungsparameter wie Herkunft der Investoren oder Käufer- / Verkäufergruppen.

Stärkste Käufergruppe im ersten Halbjahr waren die Immobilien AGs mit einem Anteil am Transaktionsvolumen von 44%, gefolgt von den deutschen Versicherungen mit 15% und den Offenen Fonds (11%). Auf Verkäuferseite dominierten Asset / Fund Manager sowie Entwickler mit 47 % bzw. 37 % das Marktgeschehen.

„Auch wenn die Dynamik der vergangenen Jahre insbesondere in der Breite nach Profilen und Produktarten noch nicht zurück ist, hat sich der Investmentmarkt wieder auf einem ansprechendem Niveau stabilisiert“, so Simon Beyer, Leiter Industrial Investment Jones Lang LaSalle Deutschland.
Insgesamt basiert die Zunahme des Volumens auf dem Logistikimmobilien-Investmentmarkt allerdings nicht auf der Anzahl der Deals, sondern vor allem auf der Größe der Transaktionen. Mit vier Deals über 30 Mio. Euro sind bereits in den ersten sechs Monaten 2010 genauso viele Transaktionen in dieser Größenordnung abgeschlossen worden wie in 2009 insgesamt.

„Die meisten Investoren sind nach wie vor auf der Suche nach Core-Objekten, also nach langfristig vermieteten modernen Logistikobjekten in guten bis sehr guten Lagen. Demgegenüber hat das HBI Portfolio ein opportunistisches Profil und deckt stellvertretend die Objekttypen „Light Industrial“ (Montage und Produktionsliegenschaften) sowie „Gewerbeparks mit einem hohen Anteil von Lagerflächen“ ab. Solche Transaktionen sind enorm wichtig für eine anhaltende Erholung des  Industrieimmobilienmarktes“, so Beyer.

Die Netto-Anfangsrenditen für erstklassige Logistikobjekte in besten Lagen der fünf Regionen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt/M., Hamburg und München liegen nach einer Stabilisierung in der zweiten Jahreshälfte 2009 und einem leichten Rückgang (25 bps) Anfang 2010 mittlerweile bei einem durchschnittlichen Wert von 7,14 %. Tendenziell erwarten wir, dass sich die Spitzenrenditen auf diesem Niveau bis Ende des Jahres stabil gestalten werden. 

„Aufgrund der nach wie vor recht positiven konjunkturellen Aussichten, einhergehend mit der Erholung der Vermietungsmärkte, rechnen wir mit  einer höheren Verfügbarkeit an entsprechendem Produkt. Damit erwarten wir bis zum Jahresende ein Transaktionsvolumen von bis zu 1,3 Mrd. Euro. Unsere ursprünglichen Erwartungen werden damit zwar übertroffen, das Ergebnis liegt aber noch deutlich unter dem durchschnittlichen Niveau der Jahre 2005 bis 2008 (2,15 Mrd. Euro)“, so Beyer.