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Pressemitteilung

Hamburg

Logistik- und Industrieimmobilienmarkt Hamburg weiter auf Wachstumskurs


 
 
Hamburg, 04. August 2010 – Weiter auf Wachstumskurs befindet sich der Hamburger Logistik- und Industrieimmobilienmarkt im 2. Quartal 2010. Insgesamt beträgt das Umsatzvolumen für das gesamte 1. Halbjahr knapp 270.000 m², entsprechend  ca. 13 % mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Um rund 50 % ist der 5-Jahresschnitt übertroffen. Damit setzt sich Hamburg deutlich an die Spitze der Umsatzstatistik im Lagerflächenmarkt der sechs deutschen Immobilienhochburgen, die allesamt deutlich unter der 200.000 m²-Marke lagen.

Wie viel Bewegung im Markt ist, zeigt sich an der Anzahl der Deals: mit über 90 haben sich die Abschlüsse nahezu verdoppelt. 60 % davon entfallen auf Unternehmen aus den Bereichen Transport/Verkehr/Lagerhaltung, Handel sowie Industrie. Diese drei Branchen decken dabei ein Umsatzvolumen von ca. 233.000 m² ab. „Die Aktivitäten auf dem Hamburger Logistik- und Industrieflächenmarkt basieren auf einem breiten Mix an Firmen, nicht anders als beim Büroimmobilienmarkt. Heterogenität federt in weniger guten Zeiten Umsatzrisiken ab, in guten Zeiten sorgt sie für deutlichen Umsatzgewinn, der Lebensmittelhändler ist da genauso wichtig wie das Textilunternehmen oder der Autozulieferer“, so Andreas Wende, Leiter des Hamburger Jones Lang LaSalle Büros.
 
Aufgrund des Eigennutzerdeals durch Aldi (Baubeginn des Lagers in Bargteheide im Juni mit 37.000 m²) hat sich das Verhältnis von Eigennutzervolumen  und Anmietungsvolumen zur Jahresmitte leicht verschoben und lag Ende Juni bei 27 % zu 73 %. Insgesamt gab es im laufenden Jahr fünf Deals über 10.000 m², mit 18.000 m² der zweitgrößte ebenfalls im 2. Quartal durch Kühne & Nagel in Harburg. Dieser Standort und Billbrook-Billstedt sind in den ersten sechs Monaten am umsatzstärksten, sie machen zusammen ca. ein Viertel des Gesamtvolumens aus. Mit einem Anteil von 73 % aller Deals bleibt das Stadtgebiet bevorzugt. Dabei wurde ein Volumen von rund 144.000 m² erzielt.

An spekulativen Bauten ist auf dem Hamburger Logistikmarkt 2010 so gut wie nichts zu erwarten. Von den im 1. Halbjahr fertig gestellten 82.500 m²  sind 80 % Eigennutzerflächen, der Rest ist bereits vorvermietet. Für die zweite Jahreshälfte liegt das erwartete Fertigstellungsvolumen bei rund 50.000 m², darunter befinden sich keine spekulativen Flächen. Bis auf ein Projekt im Teilmarkt  Harburg/südl.der Elbe liegen alle Objekte außerhalb der Stadtgrenzen Hamburgs.

„Wir rechnen im letzten Quartal des Jahres mit  verstärkten Aktivitäten im Hamburger Umland, da in den städtischen Teilmärkten das Angebot deutlich knapper geworden ist“, so Per McKinnell, Leiter Industrie Immobilien Jones Lang LaSalle Hamburg. Und weiter: „Für Projektentwickler stellen spekulativ errichtete Flächen nach wie vor ein zu hohes Risiko dar. Der Trend geht eher in die Richtung, dem Kunden die Flächen nach Maß, seinen Bedürfnissen gemäß zu bauen, sogenannte Built-to-Suit-Projekte.“
 
 
Spitzenmiete legt bis Jahresende leicht zu

Zum zweiten Mal in Folge bleibt die Spitzenmiete auf dem Hamburger Logistik- und Industriemarkt stabil. Zur Jahresmitte liegt sie in Altenwerder/Finkenwerder bei 5,30 Euro/m²/Monat. In Billbrook-Billstedt, dem mit knapp 30.000 m² zweitstärksten Umsatzmarkt, finden Mieter Flächen zwischen 3,00 und 5,20 Euro/m²/Monat. Die meisten Mietverträge in Hamburg wurden zwischen 4,00 und 5,00 Euro/m²/Monat abgeschlossen. Im Umland bewegt sich die Mietpreisspanne zwischen 3,00 und 4,80 Euro/m²/Monat.

Aufgrund der starken Nachfrage bei gleichzeitig eingeschränktem Neubauangebot dürfte die Spitzenmiete bis Ende des Jahres leicht zulegen.

„Die Dynamik des Marktes ist spürbar nachhaltig geworden, die Gespräche, die geführt werden, lassen ein bewegtes zweites Halbjahr erwarten, so McKinnell. „Vor allem in den Größenordnungen von 2.500 bis 5.000 m² zeichnen sich erfreuliche Engagements ab. Während der Import nach seiner Normalisierung bereits im Frühling wieder deutlich zulegt, hat auch der Export nach Südostasien und Nordamerika in den letzten drei Monaten langsam wieder Fahrt aufgenommen, profitiert dabei von der Euroschwäche. Beide Entwicklungen sorgen für Bewegung auf Hamburgs Logistik- und Industrieimmobilienmarkt. Wenn die Stimmung so erfreulich bleibt, werden wir das Durchschnittsvolumen der letzten fünf Jahre deutlich übertreffen, ein Umsatz von 450.000 m² wird sicherlich erreicht werden.“