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Pressemitteilung

Frankfurt

Zentralitätsriese unter den Großstädten - Einzelhandelsstandort Mannheim bindet Kaufkraft und überzeugt mit Toplage Planken

Jones Lang LaSalle untersucht Einzelhandelssituation in der Rhein-Neckar-Metropole


 
Frankfurt, 27. August 2010 – Die Einzelhandelsspezialisten von Jones Lang LaSalle haben den Einzelhandelstandort Mannheim untersucht. Die Stadt erzielt mit ihrer Top-Lage Planken im ersten Halbjahr 2010 stabile Einzelhandelsmieten bis zu 140 Euro/m² und zählt damit zu den 15 in dieser Hinsicht teuersten Handelsstandorten in Deutschland. Mit Einwohnerzahlen um 300.000 schaffen ansonsten nur Freiburg, Münster und Wiesbaden den Sprung in diese Gruppe. Im 10-Jahres-Vergleich haben die Mieten in Mannheim um knapp 15 Prozent zugelegt und zeigen sich seit 2008 stabil. Insgesamt bietet Mannheim rund 270 Ladenlokale in den drei Top-Lagen Planken, Kurpfalz- bzw. Breite Straße und Mannheimer Fressgass.
 
Marc Alfken, Leiter Einzelhandelsvermietung Deutschland bei Jones Lang LaSalle: „Insgesamt positioniert sich Mannheim nach Frankfurt und vor Heidelberg, Wiesbaden und Mainz als zweitstärkste Stadt im Rhein-Main-Neckar-Gebiet. Die stabile Flächennachfrage und Mietpreisentwicklung sind nicht zuletzt ein Ergebnis des enormen Einzugsgebiets und der hohen Kaufkraft im Umland. So liegt die Zentralität Mannheims rund 40 Prozent über dem Bundesdurchschnitt. Keine andere Stadt mit mehr als 300.000 Einwohnern zieht ähnlich viel Kaufkraft aus dem Umland.“
 
Toplage Planken – Neue Investitionen und Mieter festigen herausragende Stellung
 
Die Toplage Planken verfügt über etwa 110 Ladenlokale, von denen mehr als drei Viertel durch Filialkonzepte genutzt werden. Alfken: „In der Spitze werden bei Neuvermietung eines 100 m²-Standardladenlokals derzeit Ladenmieten bis 140 Euro/m² erzielt. Besonders in den Sortimentsbereichen Junge Mode und Schuhe sind die Planken hervorragend aufgestellt. Nach unserer Einschätzung wird sich die Lage besonders im westlichen Bereich weiterhin positiv entwickeln.“ Die Mieterfluktuation ist vergleichsweise gering. Jüngste Neuzugänge auf den Planken sind seit Juni H&M im Quadrat O7, 10 und der Wohnaccessoire-Filialist Depot, der Ende Oktober eine Filiale im Quadrat P6, 20/21, eröffnen wird. Die geplanten Investitionen in die Aufenthaltsqualität werden Mannheims stärkste Einkaufsmeile zusätzlich fördern.

Auch bei Investoren sind die Planken eine sehr beliebte Adresse. Im Frühjahr erwarb eine griechische Investorengruppe das "Cafe Wägele"-Geschäftshaus in P4, 9-10. Das Objekt soll komplett saniert werden und bietet rund 500 m² Einzelhandelsfläche. Zudem hat die Aachener Grundvermögen das Commerzbank-Gebäude mit rund 6.500 m² Nutzfläche im Quadrat P3 erworben. Geplant sind eine Komplettsanierung und anschließende Einzelhandelsnutzung.
 
Kurpfalzstraße / Breite Straße - Aufwärtstrend mit  TK Maxx?
Die Kurpfalz- bzw. Breite Straße bietet Handelskonzepten rund 90 Ladenlokale, die zu etwas mehr als der Hälfte von Filialisten belegt sind. In der Spitze werden derzeit 110 Euro/m² erzielt. Alfken: „Die Lage hat in den letzten Jahren etwas an Anziehungskraft verloren. Eine Rückkehr zu alter Stärke könnte das expansive Designer-Offprice-Konzept TK Maxx bringen. Das Label hat jüngst im Quadrat E1, 1 auf rund 2.200 m² eröffnet und den früheren New Yorker-Store übernommen.“

Im Quadrat T1 ist der Abriss des ehemaligen Medienhauses Prinz in vollem Gange. Der Accor-Konzern hält dort an seinen Plänen für die City-Hotels Ibis und Etap fest und plant zudem Einzelhandels- und Gastronomieflächen. Mit einer Eröffnung ist frühestens 2012 zu rechnen. In unmittelbarer Nähe bahnt sich für das seit September 2008 leer stehende Karstadt-Haus in K1 nun ebenfalls ein Neubau an. In der zweiten Jahreshälfte 2011 soll ein Mömax-Möbelmarkt in das Objekt einziehen. In der Nähe der Kurpfalzstraße hat ein Privatinvestor das Geschäfthaus R1, 16 mit rund 1.000 m² Einzelhandels- und 900 m² Bürofläche erworben.
 
Mannheimer Fressgass – Lage profitiert von Stärke der Planken
 
In stärkerem Maße als die Kurpfalzstraße kann die parallel zu den Planken verlaufende Fressgass von der positiven Entwicklung der Toplage profitieren. Die insgesamt knapp 70 Ladenlokale in der Straße erzielen in der Spitze Mieten bis 55 Euro/m². Alfken: „Mit rund 35 Prozent ist der Filialisierungsgrad noch vergleichsweise niedrig. Das Sortimentsangebot ist sehr gemischt mit Stärken im Bereich Gastronomie. Das nahe gelegene Großprojekt ‚Rhein-Neckar-Plaza’ im Quartier Q6/Q7 wird neben den Planken auch der Fressgass Auftrieb verleihen.“ Der Neubaukomplex soll Einzelhandel, Wohnungen und ein Hotel auf rund 90.000 m² Bruttofläche bieten.
 
Auch in der Fressgass gab es zuletzt Eigentümerwechsel. IVG Institutional Funds hat ein im Quadrat Q2 gelegenes Büro- und Geschäftshaus an eine ortsansässige Investorenfamilie veräußert. Das Objekt verfügt über rund 1.500 m² Mietfläche und bietet im Erdgeschoss diverse Einzelhandelsflächen. Zuletzt kaufte der Investor Diringer & Scheidel das Objekt Q7, 23 – 26. Die Immobilie soll in das im Bau befindliche neue Stadtquartier Q6/Q7 integriert werden.
 
Shopping Center – Negative Auswirkungen der Rhein-Galerie auf Passantenfrequenzen?
 
Das Rhein-Neckar-Zentrum in Viernheim mit rund 60.000 m² und das Rathaus-Center in Ludwigshafen mit etwa 28.000 m² Verkaufsfläche beeinträchtigen die sehr gute Entwicklung der Mannheimer Toplage Planken kaum. Die Auswirkungen der voraussichtlich im Herbst 2010 eröffnenden Rhein-Galerie in Ludwigshafen mit 30.000 m² Verkaufsfläche bleiben abzuwarten. Alfken: „Während sich die Zentralität auf höchstem Niveau hält, zeigten sich die innerstädtischen Passantenfrequenzen in den vergangenen zwei Jahren leicht rückläufig. Hier wird sich zeigen müssen, inwieweit die Ludwigshafener Konsumenten ihren Bedarf zukünftig auch in der Rhein-Galerie decken werden.“