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Pressemitteilung

Frankfurt

„Going East“ – Westeuropäische Handelsunternehmen orientieren sich bei der Expansion gen Osten

Jones Lang LaSalle veröffentlicht Teil 7 der Studienreihe Retail 2020


 
Frankfurt, 06. September 2010 – Jones Lang LaSalle veröffentlicht heute Teil 7 der Studienreihe Retail 2020 mit dem Titel „Going East“. Die Studienreihe Retail 2020, die am 28. Mai auf einer interaktiven, eigens eingerichteten Website initiiert wurde, untersucht den rapiden Wandel der globalen Einzelhandelslandschaft in den kommenden zehn Jahren.
 
Der Trend unter westeuropäischen Immobilieninvestoren und Mietinteressenten in Richtung der relativ wenig entwickelten aber wachstumsstarken Verbrauchermärkte im Osten setzt sich in der kommenden Dekade fort. Ausschlaggebender Faktor für die Expansion in östliche Märkte ist die Sättigung auf dem Markt für Einzelhandelsflächen in Westeuropa. Insbesondere Indien und China rücken in den Fokus, da die dortigen Einzelhandelsmärkte sich noch nicht konsolidiert haben und stark wachsende Verbraucherpopulationen in Aussicht stellen.
 
Robert Bonwell, CEO Einzelhandelsimmobilien EMEA bei Jones Lang LaSalle: „China und Indien befinden sich in einer hervorragenden Ausgangsposition, um in den kommenden zehn Jahren von kontinuierlichem Wirtschaftswachstum zu profitieren. Das steigende Einkommensniveau wird die Nachfrage im Einzelhandelssektor in neue Höhen treiben. Die immer größer werdende Mittelschicht in diesen Ländern liebt Markenprodukte aus dem Westen, insbesondere im Luxussegment, und kann sich diese in zunehmendem Maße auch leisten. Hierbei handelt es sich um einen dauerhaften Trend, den kein Handelsunternehmen oder Shopping Center-Betreiber verpassen sollte. Zumal China und Indien zu den bevölkerungsreichsten Ländern der Welt zählen.“
 
James Dolphin, Leiter Einzelhandelsvermietung EMEA bei Jones Lang LaSalle ergänzt: „Der europäische Einzelhandelssektor wird in Zukunft immer mehr Ressourcen einsetzen, um die Expansion gen Osten voranzutreiben. Gleichzeitig werden jedoch auch die Heimatmärkte stärker in Augenschein genommen. Angesichts stabiler Regierungen, niedriger Verschuldungsniveaus und wachsender Bevölkerungszahlen bleiben etwa die nordeuropäischen Länder auch in Zukunft für expandierende Einzelhändler interessant. Zahlreiche große internationale Marken formulieren bereits „skandinavienweite“ Expansionsstrategien und arbeiten an deren Umsetzung. In Russland werden steigende Öl- und Gaspreise die Kaufkraft der Verbraucher erhöhen, was neuen Marktteilnehmern bis 2020 beträchtliche Erträge einbringen dürfte.“
 
Ägypten und die Türkei sind zwei weitere Länder, an denen reges Interesse besteht. Die Türkei wird bereits seit einigen Jahren erschlossen, bietet jedoch auch im kommenden Jahrzehnt noch beträchtliche Wachstumschancen. Ägypten steht erst am Anfang seiner Entwicklung. Allerdings wird sich das Land für Akteure mit globaler Reichweite zu einem wichtigen Wachstumsmarkt entwickeln.
 
Bonwell zieht folgendes Fazit: „Trotz zahlreicher Geschäftschancen im Osten geht eine erfolgreiche Expansion nach wie vor mit erheblichen Herausforderungen einher. Erfolgreiche Marktteilnehmer werden zunächst die wachstumsstärksten Einzelhandelsmärkte identifizieren und analysieren. Erst dann wird festgelegt, in welchem Umfang investiert werden soll. In diesem Zusammenhang ist es von entscheidender Bedeutung, relevante Markteintrittsrisiken wie beispielsweise instabile politische Systeme richtig einzuschätzen. Zudem sind ausgeklügelte Expansionsmodelle erforderlich, in denen E-Commerce-Wachstumstrends ausdrücklich Berücksichtigung finden.“