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Pressemitteilung

Frankfurt

Jones Lang LaSalle prognostiziert für zweites Halbjahr 2010 Trendumkehr bei der Entwicklung der Einzelhandelsmieten in 1a-Lagen

Bundesweit 185 Einzelhandelstandorte untersucht – Leicht rückläufige Entwicklung aus dem ersten Halbjahr gestoppt – Stabile Mieten in den TOP 50-Städten


 
Frankfurt, 09. September 2010 – Laut einer Prognose der Einzelhandelsspezialisten von Jones Lang LaSalle zeigen sich die Mieten für Einzelhandelsflächen in den 185 wichtigsten deutschen Einkaufsmeilen im zweiten Halbjahr 2010 mit einem minimalen Plus von 0,3 Prozent stabil. Für die erste Jahreshälfte ermittelte Jones Lang LaSalle gegenüber dem zweiten Halbjahr 2009 noch einen moderaten Rückgang um 0,4 Prozent. Die seit 2008 zu beobachtende Negativentwicklung ist damit vorerst gestoppt und der Markt geht wieder in eine stabile Seitwärtsbewegung über. Von den insgesamt untersuchten 185 Städten weisen immerhin 14 Prozent wieder leichte Mietzuwächse auf. Im ersten Halbjahr traf dies auf lediglich drei Prozent zu. In fast 70 Prozent der Fälle erwartet Jones Lang LaSalle bis Ende des Jahres stabile Mieten. Knapp 20 Prozent der Standorte haben die Trendwende noch nicht geschafft und lassen leichte Mietrückgänge erwarten.
 
Erstmals seit 2009 wieder leichter Mietanstieg im bundesweiten Durchschnitt
 
Im bundesweiten Durchschnitt liegt die monatliche Spitzenmiete mit 58,85 Euro/m² erstmals seit 2008 wieder leicht im Plus. Auch wenn der Anstieg lediglich 0,3 Prozent beträgt, markiert er doch eine Trendwende hin zur Stabilisierung. Im 10-Jahres-Vergleich gegenüber dem Jahr 2000 notiert Jones Lang LaSalle einen durchschnittlichen Mietpreisanstieg um 2,4 Prozent. Im 5-Jahres-Vergleich gegenüber 2006 liegt das Plus bei 7,6 Prozent.
 
TOP 10 zeigen sich stabil – Leichte Zuwächse in Düsseldorf, Dortmund und Münster
 
In den Top 10 prognostiziert Jones Lang LaSalle überwiegend Spitzenmieten auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2010. Unangefochtener Spitzenreiter bleibt München mit bis zu 310 Euro/m². Frankfurt hält seinen Vorsprung gegenüber den weiteren Metropolen und platziert sich mit bis zu 270 Euro/m² auf Rang 2. In Düsseldorf erwartet Jones Lang LaSalle leicht steigende Mieten und beziffert diese mit bis zu 240 Euro/m². Die Landeshauptstadt hält damit Hamburg und Stuttgart mit jeweils 230 Euro/m² auf Distanz. Berlin folgt mit stabilen 220 Euro/m². Köln und Dortmund belegen mit bis zu 215 Euro/m² die Ränge 7 und 8, wobei Dortmund mit einem leichten Anstieg zu Köln aufschließt. Die Toplagen in Hannover erreichen unverändert bis zu 180 Euro/m². Münster unterstreicht mit einem leichten Anstieg der Spitzenmieten auf 155 Euro/m² einmal mehr seine Ausnahmestellung als bei weitem kleinste Stadt unter den Top 10. Auch in der etwas weiter gefassten TOP 50-Spitzengruppe sind laut Jones Lang LaSalle keine Mietpreisrückgänge zu erwarten. Lediglich in Essen wirkt sich der Flächenzuwachs durch das Shopping Center Limbecker Platz in den gewachsenen 1a-Lagen mietpreisdämpfend aus und mindert die Spitzenmiete von bis zu 100 auf derzeit 90 Euro/m².
 
Mietentwicklung in Mittel- und Kleinstädten nicht nur Ergebnis der Stadtgröße
 
Unter den 100 Standorten mit den höchsten Mieten befinden sich nur neun Städte mit Mietpreisrückgängen. Ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Mietentwicklung und Stadtgröße beziehungsweise Einwohnerzahl ist dabei nicht gegeben. Für die Mietentwicklung entscheidend sind vielmehr die jeweilige Positionierung der Städte in ihrem Umfeld, ihre Kaufkraft und Zentralität sowie die Lückenlosigkeit des Sortimentsangebotes.
 
Um den Einfluss der Einwohnerzahl zu ermitteln, differenziert Jones Lang LaSalle bei der Mietprognose zusätzlich nach der Stadtgröße. In die Kategorie 250.000-500.000 Einwohner fallen 13 Städte. Im Durchschnitt werden hier Quadratmeterpreise von 107 Euro erzielt. Die leichten Mietzuwächse in  Düsseldorf, Münster und Karlsruhe begünstigen im zweiten Halbjahr einen Mietanstieg in dieser Gruppe um immerhin 0,9 Prozent.
 
Fast exakt auf dem Niveau des ersten Halbjahres bewegen sich die mittelgroßen Städte. Für die 54 Standorte umfassende Kategorie 100.000-250.000 Einwohner prognostiziert Jones Lang LaSalle im Durchschnitt einen Mietpreisrückgang um 0,1 Prozent. Als Mittelwert werden etwa 63 Euro/m² erzielt. In Städten wie Bottrop, Gera, Hagen, Hamm, Herne, Leverkusen, Mülheim, Oberhausen, Recklinghausen, Remscheid oder Solingen sind bei den Spitzenmieten leichte Rückgänge um ein bis zwei Euro/m² zu erwarten. Umgekehrt können Kassel, Reutlingen und Ulm um 5 Euro/m² zulegen.
 
Auch die 100 untersuchten Kleinstädte mit unter 100.000 Einwohnern behaupten sich sehr gut. Im Durchschnitt legen die Mieten um immerhin 0,8 Prozent zu und bewegen sich bei rund 35 Euro/m².  Leichte Zuwächse erwartet Jones Lang LaSalle unter anderem in Baden-Baden, Friedrichshafen, Herford und Offenburg. Leichte Rückgänge um in der Regel 2 Euro/m² sind etwa in Gladbeck, Görlitz, Gummersbach oder Witten zu erwarten.
 
Ostdeutsche Metropolen ebenfalls mit leichtem Aufwärtstrend
 
In Ostdeutschland zeigt die Prognose im Mittel der 26 untersuchten Städte einen Rückgang um 0,5 Prozent. Auch hier ist eine gewisse Trendwende erkennbar. Im ersten Halbjahr hatten die Mieten noch um 1,0 Prozent nachgegeben. Die Metropolen Leipzig (115 Euro/m²) und Dresden (100 Euro/m²) zeigen ein stabiles Bild. Gleiches gilt für das Verfolgertrio Rostock (95 Euro/m²), Potsdam und Erfurt (je 85 Euro/m²). Auch die 1a-Lagen in Halle sind mit bis zu 70 Euro/m² konstant. Leichte Mietpreisrückgänge um 2 bis 3 Euro/m² erwartet Jones Lang LaSalle in Gera, Görlitz und Zwickau. Umgekehrt kann Weimar mit bis zu 45 Euro/m² leicht zulegen.
 
Handel setzt verhaltene Expansionsneigung im 2. Halbjahr 2010 fort
 
Insgesamt zeigt sich Doris von Muschwitz, Leiterin Einzelhandelsvermietung Deutschland bei Jones Lang LaSalle optimistisch: „Der Vermietungsmarkt ist im ersten Halbjahr trotz weiterhin schwieriger Rahmenbedingungen solide verlaufen. Die Nachfrage ist weiterhin sehr zielgerichtet und hängt stark an erfolgreichen Konzepten, die Sonderkonjunkturen verbuchen. Einige neue Markteintritte haben das Geschäft in den 1a-Lagen stabilisiert. Nach wie vor ist viel Fläche auf dem Markt und der Handel setzt seine verhaltene Expansionsneigung fort. Wohlüberlegte Expansionsentscheidungen werden auch das zweite Halbjahr prägen. Unsere Kunden suchen nach klaren Kriterien und mieten nur dann, wenn ihr Anforderungsprofil in allen Punkten erfüllt wird. Es sind keine Wunderdinge zu erwarten, aber der Vermietungsmarkt in 1a-Lagen wird im zweiten Halbjahr stabile Ladenmieten und einen soliden Verlauf zeigen.“