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Pressemitteilung

Frankfurt

Anteil grenzüberschreitender Immobilien-Investitionen weltweit gestiegen


 
 
Frankfurt, 15. September 2010 – Die grenzüberschreitenden Gewerbeimmobilien-Transaktionen*  beliefen sich im 1. Halbjahr 2010 weltweit auf 56,8 Mrd. US-Dollar, entsprechend einem Plus von 140 % gegenüber dem  Vorjahreszeitraum (23,6 Mrd. USD). Der cross-border Anteil am Gesamttransaktionsvolumen betrug damit 43 % (H1 2009: 31 %), eine Größenordnung wie in den Jahren direkt vor der Finanzmarktkrise.

Der Anstieg grenzüberschreitender Transaktionen hatte maßgeblichen Anteil an der Zunahme der Gesamt-Transaktionsvolumina im 1. Halbjahr 2010 auf 132 Mrd. USD (+ 73 % gegenüber 76 Mrd. USD im 1. Halbjahr 2009). Trotz eines leichten Rückgangs gegenüber dem Vorjahr (von 53 % auf 48 %) dominiert dabei nach wie vor der Bürosektor.
 
„Durchwachsene Konjunkturaussichten sowie längerfristige Transaktionsprozesse werden den prozentualen Anstieg der Gesamtvolumina in der zweiten Jahreshälfte etwas verlangsamen. Trotzdem: Das Gesamtjahresvolumen 2010 wird sich zwischen 275 – 300 Mrd. USD einpendeln und das Niveau des Vorjahres (209 Mrd. USD) deutlich übertreffen“, so Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group von Jones Lang LaSalle.

Richard Bloxam, Leiter Pan-EMEA Capital Markets bei Jones Lang LaSalle, ergänzt: „Vor dem Hintergrund steigender Aktivitäten institutioneller Investoren und einer wieder verbesserten Kreditvergabe gerade für Immobilien im Top-Segment haben die intra-regionalen Investitionen im gesamten Raum EMEA stark zugelegt, insbesondere bei größeren Transaktionen und bei Shopping Centern. Starke inter-regionale Aktivitäten zielen auf London, Paris und Deutschland.“
 
 
Überblick über die wichtigsten Entwicklungen
 
  • Europa verbuchte im 1. Halbjahr 2010 die größten Volumina bei den grenzüberschreitenden Aktivitäten. Deren Anteil machte  54 % der gesamten europäischen Transaktionen aus, davon waren 24% inter-regional.
     
  • Mit 35 % verzeichnete die Region Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) den weltweit höchsten Anteil inter-regionaler Investitionen. Traditionell wird das Transaktionsvolumen eher durch das starke Engagement  inländischer Investoren angekurbelt. „Vor allem für die USA, die während des Abschwungs den größten Rückgang bei den grenzüberschreitenden Investments hinnehmen mussten, ist die Steigerung von 176 % im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2009 ermutigend”, so Steve Collins, Leiter der International Capital Group Amerika.  „Die Investorennachfrage ist allerdings regional stark differenziert und fokussiert in erster Linie auf gut vermietete Core-Produkten in Gateway-Cities wie New York und Washington D.C."
     
  • Im asiatisch-pazifischen Raum waren 31% Transaktionen grenzüberschreitend, 15% inter-regional.
     
  • Großbritannien war mit 7 Mrd. USD im 1. Halbjahr 2010 das beliebteste Ziel grenzüberschreitender Investitionen. Deutschland mit 5 Mrd. USD (H1 2009: 750 Mio. USD) hat die USA trotz deren Verdoppelung gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 4,3 Mrd. USD (H1 2009: 2,2 Mrd. USD) von Platz 2 verdrängt. Japan, Australien und Schweden sind im 1. Halbjahr 2010 neu in die Top 10 der Investitions-Ziele aufgestiegen.
     
  • Auch im 1. Halbjahr 2010 dominieren institutionelle Investoren die grenzüberschreitenden Investitionen. Globale Kapitalsammelstellen waren die größte Investorengruppe, gefolgt von Kapitalquellen deutscher Herkunft, aus Singapur, den Niederlanden, dem Nahen Osten, Großbritannien, Südkorea, Amerika, Hongkong und Schweden.  
     
  • Globale Kapitalsammelstellen waren auch die aktivste inter-regionale Käufergruppe im 1. Halbjahr 2010. Sie verdoppelten ihre Investitionen im Vergleich zum 1. Halbjahr 2009.  Dies traf auch auf die zweitplatzierten Investoren aus dem Nahen Osten zu. US-amerikanische Investoren steigerten ihre inter-regionalen Investitionen im Jahresvergleich um 48%. Auf Rang vier mit 0,8 Mrd. USD folgen südkoreanische Anleger, die 2009 noch gar nicht in den Top 10 der inter-regionalen Käufer vertreten waren.
    „Das Erreichen des Vorkrisenniveaus bei den grenzüberschreitenden Investitionen ist auch Zeichen der gesteigerten Aktivität asiatischer Käufer in den wichtigen internationalen Märkten, wie dem Gewerbe- und Wohnimmobiliensektor in London. Grenzüberschreitendes Kapital institutioneller und privater asiatischer Investoren aus Malaysia, Singapur, Hongkong und Korea wird den wichtigen globalen Märkten weiterhin Impulse geben”, so Alistair Meadows, Leiter der International Capital Group für den asiatisch-pazifischen Raum.
     
    Rückläufig waren die inter-regionalen Investitionen aus Deutschland (von 1,1 Mrd. USD H1 2009 auf 0,5 Mrd. USD im H1 2010). Diese Zurückhaltung hängt teilweise sicherlich mit den noch ungeklärten gesetzlichen Vorgaben für die Fonds zusammen.
 
 
 
 
* Anmerkungen:

1) Investitionen auf Gesellschafts-/Objektebene, Entwicklungsprojekte, Investitionen in Mehrfamilien-Wohnimmobilien sowie Deals unter 5 Mio. USD sind in unseren Daten nicht enthalten.
2) Bei grenzüberschreitenden Investitionen stammen Käufer, Verkäufer oder beide von außerhalb des Landes, in dem sich das Investitionsobjekt befindet.
3) Bei grenzüberschreitenden Investitionen ist zu unterscheiden zwischen „intra-regionalen Investitionen” (sowohl Käufer und Verkäufer stammen aus der Region, in der  sich das Investitionsobjekt befindet) und „inter-regionalen Investitionen“ (Käufer, Verkäufer oder beide stammen von außerhalb der Region, in der  sich das Investitionsobjekt befindet).