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Pressemitteilung

Chicago, London, Singapur, Frankfurt

Weltweites Transaktionsvolumen im 3. Quartal eingeschränkt durch Produktverfügbarkeit


 
 
CHICAGO, LONDON, SINGAPUR, FRANKFURT, 25. Oktober 2010 – Nach den neuesten Zahlen von Jones Lang LaSalle beliefen sich die globalen Transaktionsvolumina für Gewerbeimmobilien* im 3. Quartal 2010 auf 69 Mrd. US-Dollar und bewegten sich damit auf ähnlichem Niveau wie im Vorquartal. Die in den letzten vier Quartalen zu beobachtende Erholung der Investitionstätigkeit zeigt weiterhin eine sich stabilisierende Tendenz. Für die ersten neun Monate sind damit weltweit Direktinvestitionen in Gewerbeimmobilien von 202 Mrd. US-Dollar zu notieren, ein deutliches Plus gegenüber dem Ergebnis im Vergleichszeitraum des Vorjahres (139 Mrd. US-Dollar).
 
Arthur de Haast, Leiter der International Capital Group (ICG) bei Jones Lang LaSalle: „Es steht genügend Eigenkapital zur Verfügung, das für erstklassige Immobilien in allen Assetklassen eingesetzt werden könnte. Was die möglichen Investitionen einschränkt, ist die Knappheit der zum Verkauf stehenden Spitzenprodukte  Dieser Mangel führt zu einer Renditekompression und in der Folge zu einer beachtlichen Steigerung der Kapitalwerte von Spitzenimmobilien in vielen weltweit führenden Büroflächenmärkten, von London über Washington, D.C. bis hin zu Shanghai.” Und weiter: „Für das Gesamtjahr rechnen wir derzeit mit globalen Direktinvestitionen in Gewerbeimmobilien in Höhe von 280 bis 290 Mrd. US-Dollar. Das ist zwar ein Ergebnis, das leicht unter den ursprünglich von uns genannten 300 Mrd. US-Dollar liegen würde. Der Zuwachs gegenüber dem Vorjahr läge allerdings immerhin noch bei 35 bis 40%. Mit der sich geografisch ausweitenden Suche kapitalkräftiger Investoren in 2011, ihrem Vorstoß in value add Gelegenheiten und letztendlich auch auf Bestandsimmobilien außerhalb der Toplagen, dürfte ein weiterer Anstieg der Volumina zu sehen sein.“
 
 
Überblick nach Regionen
 
Der asiatisch-pazifische Raum verzeichnete im 3. Quartal gegenüber dem Vorquartal einen Zuwachs der Investitionsvolumina von 12 % auf 18 Mrd. US-Dollar, mit deutlichem Plus in Singapur, Australien, China und Malaysia. Stuart Crow, Leiter der Jones Lang LaSalle Asia Capital Markets Group: „Der asiatisch-pazifische Investmentmarkt profitiert von einem optimistischen Geschäftsklima, dem wieder erwachenden Investorenvertrauen und den recht starken wirtschaftlichen Fundamentaldaten. Bei einem  Plus von 15 bis 25 % gegenüber 2009 wird das Transaktionsvolumen etwa bei 77 Mrd. US-Dollar liegen.” Und Alistair Meadows, Leiter der International Capital Group (ICG), Asia Pacific ergänzt:  „Zusätzlich zu den positiven Netto-Zuflüssen in den asiatisch-pazifischen Raum hält auch eine starke Investorennachfrage aus Asien nach ausgewählten US- und europäischen Märkten an. In letztere investierten asiatische Anleger 1,1 Mrd. US-Dollar (im 1. Halbjahr insbesondere fokussiert auf London). Da asiatische Anleger derzeit von den Wechselkursen begünstigt sind, dürfte die beobachtete Kapitalausfuhr bis in 2011 hinein anhalten.”
 
In der Region EMEA (Europa, dem Nahen Osten und Afrika) könnte sich das Transaktionsvolumen trotz eines Rückgangs zwischen dem 2. und  3. Quartal  von 12 % auf 21 Mrd. Euro (entsprechend  27 Mrd. US-Dollar) im Gesamtjahr 30 % über dem Ergebnis von 2009 bewegen. Verantwortlich für diese Entwicklung sind vor allem der Mangel an Core-Produkten und die anhaltende Sorge um die Staatsverschuldung in einigen Ländern. Darüber hinaus gilt das Sommerquartal in der Regel als eine eher ruhigere Zeit. Während in Spanien und Italien die Volumina deutliche Einbußen gegenüber dem 2. Quartal aufwiesen, hat sich in Großbritannien und in Deutschland das Tempo der Aktivitäten verlangsamt. Frankreich und vor allem Schweden zeigten demgegenüber steigende Transaktionsvolumina.
 
Richard Bloxam, Leiter des Pan-EMEA Capital Markets Team von Jones Lang LaSalle: „Die Stimmung in der Region bleibt 2010 positiv. Das ist der Grundstock für weiter insgesamt erfreuliche Aktivitäten der Investoren. Das Transaktionsvolumen in EMEA wird Ende 2010 deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres liegen. Wir gehen derzeit von einem Plus von 30 % aus. Dabei werden vor allem Deutschland und die skandinavischen Länder von den sich bessernden Fundamentaldaten und den robusten Volkswirtschaften, die das Investorenvertrauen stärkt, profitieren.“
 
Damian Corbett, Leiter Capital Markets für Büroimmobilien in England, ergänzt: „Obwohl sich das Transaktionsvolumen in Großbritannien, dem größten Markt Europas, offensichtlich abgeschwächt hat, ist die Nachfrage vor allem nach Top-Immobilien nach wie vor groß. Das Interesse an London  kommt von überall, derzeit sind Investoren aus mehr als 45 Ländern in der Metropole aktiv.” Bis Ende 2010 dürfte das Transaktionsvolumen allein in Central London über 10 Mrd. Britische Pfund (15 Mrd. US-Dollar) liegen, entsprechend einem Zuwachs von 20 % gegenüber 2009.
 
In der Region Amerika (Nord-, Mittel- und Südamerika) hat die Dynamik auf den Kapitalmärkten weiter zugenommen. Das Volumen ist im 3. Quartal um 12 % gestiegen. Deutlich höher lag der Anstieg  - aufgrund einer starken Aktivität in den US-amerikanischen Gateway Cities - in den USA: das Quartalsplus im laufenden bewegt sich bei 24 %, im Jahresvergleich können 50 % notiert werden. Brasilien ist der bedeutendste Wachstumsmarkt der Region. Das Volumen hat sich in den ersten drei Quartalen 2010 mehr als verdreifacht. Sowohl grenzüberschreitende als auch einheimische Investoren trachten danach, Kapital aus den  starken wirtschaftlichen Fortschritten des Landes zu schlagen.
 
Steve Collins, Leiter der ICG Amerika: „Das globale Interesse an Investitionen in Amerika nimmt an Stärke zu. Investoren zieht es sowohl in Schwellenmärkte wie Brasilien als auch in die an der Küste gelegenen Core-Märkte New York und Washington, D.C. Ein breites Spektrum einheimischer Investoren-Typen sucht derzeit aktiv nach Top-Immobilien. Aber man ist einigen Fällen mittlerweile auch bereit, Märkte außerhalb der Toplagen in Betracht zu ziehen, um höhere Erträge zu erzielen. Diese Dynamik dürfte anhalten und zu einem gegenüber 2009 um 90 % höheren Transaktionsvolumen in den USA führen (85 – 90 Mrd. US-Dollar).
 
 
 
* Vorläufige und gerundete Zahlen. Transaktionen von Grundstücken, Wohnimmobilien und Projektentwicklungen, jegliche Transaktionen unter 5 Mio. USD sowie Käufe von Unternehmen, die Eigentümer auch von Immobilien sind, sind nicht berücksichtigt.