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Pressemitteilung

Frankfurt

Belebung auf dem Transaktionsmarkt für deutsche Handelsimmobilien setzt sich im dritten Quartal fort

Jones Lang LaSalle beziffert aufgelaufenes Transaktionsvolumen bis Ende September mit rund 5,8 Milliarden Euro


 
Frankfurt, 03. November 2010 – Der Investmentmarkt für handelsgenutzte Gewerbeimmobilien in Deutschland setzt seinen Aufwärtstrend fort. Nach Berechnungen von Jones Lang LaSalle liegt das bis Ende September aufgelaufene Transaktionsvolumen bei insgesamt 5,8 Milliarden Euro. Berücksichtigt sind alle Handelsimmobilien-Kategorien von Geschäftshäusern in 1a-Lagen über Shopping Center und Warenhäuser bis hin zu Fachmarktprodukten. Im Vergleich zum Vorjahr (Q 1-3 2009: 2,2 Milliarden Euro) ist das Volumen um mehr als das Eineinhalbfache gestiegen. Auf das dritte Quartal entfallen laut Jones Lang LaSalle rund 1,5 Milliarden Euro. Besonders Shopping Center und innerstädtische Geschäftshäuser stehen im Fokus der Investoren.
 
Durch die Verkäufe diverser Supermarkt- und Fachmarktportfolios hat sich die Dominanz der Nutzungsklasse Einzelhandel weiter verfestigt. Handelsimmobilien stehen im Zeitraum Q1-3 2010 für 44 Prozent des gesamten Gewerbeimmobilien-Transaktionsvolumens in Höhe von 13,1 Milliarden Euro. Auf Büroimmobilieninvestments entfallen 35 Prozent. Das in Form von Portfolios gehandelte Transaktionsvolumen beziffert Jones Lang LaSalle über alle Anlageklassen mit 3,4 Milliarden Euro. Auch hier dominieren Einzelhandelsimmobilien mit einem Anteil von knapp 70 Prozent klar das Marktgeschehen.
 
Shopping Center: Vorjahresvolumen der ersten drei Quartale mehr als verdreifacht
 
Shopping Center sind mit einem bis Ende September aufgelaufenen Volumen von 2,6 Milliarden Euro die mit Abstand stärkste Handelsimmobilien-Kategorie. Maßgeblich ist dies auf die hochkarätigen Transaktionen im ersten Quartal zurückzuführen. Die Folgequartale spiegeln mit 300 bzw. 220 Millionen Euro aber keineswegs ein nachlassendes Investoreninteresse sondern vielmehr das limitierte Angebot erstklassiger Objekte wider. Der Vorjahreszeitraum Q 1-3 2009 bleibt mit einem Volumen von 784 Millionen Euro deutlich hinter den aktuellen Werten zurück. Im vierten Quartal sind laut Jones Lang LaSalle weitere großvolumige Transaktionen zu erwarten.
 
Geschäftshäuser in 1a-Lagen: Kategorie übertrifft  mit starkem 3. Quartal die Milliardengrenze
 
Geschäftshäuser in innerstädtischen 1a-Lagen setzen mit einem starken dritten Quartal die gute Entwicklung im bisherigen Jahresverlauf fort. Mit einem bis Ende September aufgelaufenen Volumen von 1,1 Milliarden Euro überschreitet die Kategorie die Milliardengrenze deutlich. Die ersten drei Quartale des Vorjahres mit 655 Millionen Euro werden klar übertroffen. Der Zeitraum Juli bis September bleibt mit 537 Millionen Euro Transaktionsvolumen nur unwesentlich unter dem Ergebnis des gesamten ersten Halbjahrs zurück. Das zweite Quartal wird um mehr als das Doppelte übertroffen. Insgesamt sind Geschäftshäuser im Zeitraum Q 1-3 mit einem Anteil von 19 Prozent am gesamten Handelsimmobilienvolumen die zweitstärkste Kategorie nach Shopping Centern.
 
Supermärkte / Discounter: Kategorie schließt mit Aufwärtstrend zu Fachmarktprodukten auf
 
Der bereits im zweiten Quartal erkennbare Aufwärtstrend im Segment Supermärkte/Discounter hat sich im dritten Quartal als nachhaltig erwiesen. Das Transaktionsvolumen bis Ende September liegt bei 755 Millionen Euro und bringt die Kategorie Supermärkte/Discounter auf ein Niveau mit Fachmarktprodukten. Das dritte Quartal schlägt dabei mit 458 Millionen Euro zu Buche, die maßgeblich auf den Verkäufen zweier Sale & Leaseback-Portfolios des Lebensmitteldiscounters Aldi an Allianz Real Estate und MGPA beruhen.
 
Fachmarktprodukte: Trotz des limitierten Angebots deutlich über den Vorjahreswerten
 
Die bei Investoren wegen ihrer defensiven Qualitäten geschätzten Fachmarktprodukte übertreffen die Vorgaben aus dem Vorjahr deutlich. Bis Ende September wurden Fachmarktzentren im Wert von 547 Millionen Euro gehandelt. Das Transaktionsvolumen für einzelne Fachmärkte beziffert Jones Lang LaSalle mit weiteren 234 Millionen Euro. Bei weiterhin guter Nachfrage ist das Transaktionsvolumen im bisherigen Jahresverlauf jedoch mangels Angebot von Quartal zu Quartal rückläufig.
 
Warenhäuser: Einzelverkäufe bestimmen das Marktgeschehen
 
Im Bereich Warenhäuser dominieren weiterhin Einzelverkäufe das Transaktionsgeschehen. Das bis Ende September aufgelaufene Volumen von 526 Millionen Euro übertrifft den Vorjahreszeitraum mit 184 Millionen Euro bei weitem. Nach einem schwächeren zweiten Quartal lässt die Kategorie mit knapp 190 Millionen Euro im dritten Quartal wieder einen Aufwärtstrend erkennen.
 
Investorengruppen: Asset/Fund Manager und Offene Immobilienfonds als aktivste Investoren
 
Mit einem starken ersten Quartal sind Immobilien-AGs im bisherigen Jahresverlauf die stärkste Käufergruppe, treten in den Folgequartalen jedoch nicht mehr in Erscheinung. Deutlich kontinuierlicher zeigen sich die Asset- und Fund Manager, die in allen Quartalen eine gleichbleibend hohe Kaufaktivität zeigen und im bisherigen Jahresverlauf ebenfalls mehr als eine Milliarde Euro in Einzelhandelsimmobilien investierten. Offene Publikumsfondsgesellschaften komplettieren mit 808 Millionen Euro Investitionsvolumen die Top 3. Mit jeweils über 400 Millionen Euro Investitionsvolumen folgen Geschlossene Fonds und Versicherungen, letztere mit einem starken dritten Quartal. Die Aktivitäten der Privatinvestoren beziffert Jones Lang LaSalle mit rund 273 Millionen Euro.
 
Ausblick Jahresendgeschäft: Trend zur Handelsimmobilie ist von Dauer
 
Das Fazit von Jörg Ritter, Leiter Einzelhandelsinvestment Deutschland bei Jones Lang LaSalle, fällt positiv aus: „Deutsche Handelsimmobilien stehen unter besonderer Beobachtung nationaler und internationaler Investoren. Der Anfang November im Auftrag von Aberdeen durchgeführte Verkaufsprozess des Hürth Park bei Köln, eines der 25 größten Shopping Center in Deutschland, hat dies erneut unter Beweis gestellt. Wichtiger noch: der Trend zur Handelsimmobilie ist von Dauer. Für das Gesamtjahr 2010 rechnen wir mit einem Retail-Transaktionsvolumen von 7 bis 8 Milliarden Euro. Für 2011 wäre eine weitere Steigerung auf 8 bis 9 Milliarden Euro keine Überraschung. Auch in eigener Sache sind wir mit dem bisherigen Jahresverlauf überaus zufrieden. Jones Lang LaSalle hat bis Ende September ein Retail-Transaktionsvolumen in Höhe von 2,13 Milliarden Euro beratend begleitet. Dies entspricht fast 40 Prozent des gesamten Marktvolumens. Insgesamt schließen Handelsimmobilien weiter zu Büroimmobilien auf und verfestigen einen nachhaltigen Anteil von rund einem Drittel am gesamten Transaktionsvolumen für Gewerbeimmobilien.“